Chatbot kostenlos erstellen: Die 7 besten Anbieter 2025

Chatbot kostenlos für deine Website? Vergleich der 7 besten Tools 2025. Von FAQ-Bots bis KI-Produktberatern – DSGVO-konform und sofort einsetzbar.

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Lasse Lung
CEO & Co-Founder bei Qualimero
6. Januar 202614 Min. Lesezeit

Warum ein Chatbot kostenlos der Einstieg sein kann

Kunden erwarten heute Antworten in Echtzeit – 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche. Wer auf eine E-Mail-Anfrage erst nach 24 Stunden antwortet, hat den Kunden oft schon an die Konkurrenz verloren. Die Lösung scheint offensichtlich: Ein Chatbot kostenlos auf der Website, der die Erstkommunikation übernimmt und dein Team entlastet.

Doch Vorsicht: Wenn du bei Google nach kostenloser Chatbot suchst, landest du oft in einer Sackgasse. Die Suchergebnisse vermischen zwei völlig unterschiedliche Welten: Private Nutzer, die eine Gratis-Alternative zu ChatGPT suchen, um Texte zu schreiben, und Unternehmen, die ein professionelles Service-Widget für ihre Website benötigen. Diese Intent-Verwirrung führt dazu, dass viele Unternehmer bei der falschen Lösung landen.

Dieser Artikel richtet sich an Unternehmer, Marketing-Manager und Support-Leiter, die eine fundierte Entscheidung treffen wollen. Wir vergleichen echte Free Forever-Pläne mit bloßen Testphasen und zeigen dir, wie du nicht nur Support-Tickets blockst, sondern einen digitalen Mitarbeiter einstellst, der aktiv verkauft. Denn wie unsere Analyse der Chatbot Vorteile entdecken zeigt, liegt das wahre Potenzial nicht im Kostensparen, sondern in der Umsatzsteigerung.

Was ist ein kostenloser Chatbot und was kann er?

Bevor wir die Tools vergleichen, müssen wir eine fundamentale Unterscheidung treffen. Nicht jeder Chatbot ohne Kosten funktioniert gleich. Der Markt teilt sich 2025 in zwei klar abgegrenzte Lager, und das Verständnis dieser Unterschiede ist entscheidend für deine Wahl.

Der Türsteher: Regelbasierte Bots

Dies ist die klassische Variante, die du in den kostenlosen Versionen von Tools wie HubSpot oder Userlike findest. Wenn du mehr über die verschiedene Chatbot Arten erfahren möchtest, lohnt sich ein tieferer Blick.

  • Funktionsweise: Ein Entscheidungsbaum (Wenn Kunde X klickt, zeige Antwort Y). Der Bot folgt einem vordefinierten Skript ohne jede Abweichung.
  • Vorteil: 100 % Kontrolle über die Antworten, keine Halluzinationen, vorhersehbares Verhalten bei jeder Interaktion.
  • Nachteil: Technisch gesehen dumm wie ein Formular. Wenn der Kunde eine Frage stellt, die nicht im Skript steht, scheitert der Bot komplett.
  • Einsatzgebiet: Einfache Lead-Qualifizierung (Abfrage von Name/E-Mail) oder FAQ-Navigation mit festen Antwortpfaden.

Der Produktberater: KI-gestützte LLM-Bots

Hier kommen moderne Lösungen ins Spiel – oft basierend auf GPT-4 oder Claude – die deine Website-Daten lesen und intelligent darauf antworten. Diese Technologie ermöglicht eine völlig neue Art der Kundeninteraktion.

  • Funktionsweise: Generative KI, trainiert auf deinen spezifischen Unternehmensdaten und Produktinformationen.
  • Vorteil: Kann komplexe Fragen beantworten wie Welcher Laufschuh passt zu meinem Gewicht und Laufstil? – mit personalisierten Empfehlungen.
  • Nachteil: In kostenlosen Versionen oft extrem limitiert (z. B. nur 50 Antworten pro Monat oder weniger).
  • Das USP-Potenzial: Ein KI-Bot kann als aktiver KI-Chatbot Verkaufsberater fungieren, der Besucher berät und zum Kaufabschluss führt.
FAQ-Bot vs. KI-Verkaufsberater im Direktvergleich
1
Kundenanfrage

Kunde fragt: *Habt ihr rote Schuhe?*

2
FAQ-Bot Reaktion

Schickt generischen Link zur Homepage. Kunde ist frustriert und verlässt die Seite.

3
KI-Berater Reaktion

Fragt zurück: *Zum Wandern oder Laufen?* und empfiehlt dann passende Produkte mit Größenberatung.

4
Ergebnis

FAQ-Bot: Hohe Absprungrate. KI-Berater: Höhere Conversion durch personalisierte Beratung.

Die 3 größten Gefahren bei Gratis-Lösungen

Ein kostenloser Chatbot klingt verlockend, aber im B2B-Umfeld zahlst du oft mit einer anderen Währung als Geld: Daten, Vertrauen oder Zeit. Bevor du dich für eine Lösung entscheidest, solltest du diese kritischen Risiken kennen, die laut Botpress viele Unternehmen unterschätzen.

Die 50-Chat-Falle: Versteckte Kosten

Viele Anbieter werben mit Free Forever, verschweigen aber im Marketing die harten Limits. Ein klassisches Beispiel ist Tidio: Der kostenlose Plan beinhaltet oft nur ca. 50 Konversationen pro Monat, wie PagerGPT und Amio in ihren Analysen bestätigen.

Das Risiko: Ein kleiner Online-Shop erreicht dieses Limit oft schon am 2. Tag des Monats. Danach schaltet sich der Bot ab oder der Kunde sieht eine Fehlermeldung. Das wirkt unprofessionell und kostet dich direkt Umsatz – genau das Gegenteil von dem, was du erreichen wolltest.

Die DSGVO-Bombe: Rechtliche Risiken

Für deutsche Unternehmen ist kostenlos oft gleichbedeutend mit US-Server. Viele internationale Tools wie Chatbase oder reine OpenAI-Wrapper hosten Daten standardmäßig in den USA. Das hat weitreichende Konsequenzen, die Lime Technologies in ihrer Datenschutz-Analyse ausführlich dokumentiert.

Das Risiko: Ohne sauberen AV-Vertrag (Data Processing Agreement) und Serverstandort EU riskierst du Abmahnungen. Ein Chatbot gratis zu nutzen, kann so schnell teuer werden, wenn er Cookies ohne Consent setzt oder IP-Adressen unverschlüsselt überträgt. Informiere dich auch über den EU AI Act für die neuesten regulatorischen Anforderungen.

Die Powered-by-Markierung: Markenimage-Schaden

Kostenlose Versionen dienen den Anbietern als Werbefläche. Dein Chat-Widget trägt dann prominent den Schriftzug Powered by HubSpot oder Made with Tidio.

Das Risiko: Es signalisiert deinen Kunden unmissverständlich: Wir sparen am Service. Für eine Hobby-Seite ist das okay, für einen Premium-Dienstleister oder E-Commerce-Shop mit Anspruch ein absolutes No-Go. Die Branding-Entfernung ist fast immer nur im kostenpflichtigen Plan möglich.

Infografik zeigt die versteckten Kosten von kostenlosen Chatbots
Die wahren Kosten von Gratis-Chatbots
50
Chat-Limit pro Monat

Bei Tidio Free – ein kleiner Shop erreicht das in 2 Tagen

20
Nachrichten-Limit

Bei Chatbase Free – unbrauchbar für echten Betrieb

90%
US-Server-Anteil

Der meisten internationalen Gratis-Tools – DSGVO-kritisch

Top 7 kostenlose Chatbot-Software im Vergleich 2025

Wir haben die Marktführer analysiert und nach ihrem Nutzen für Sales & Support bewertet. Hier ist die vollständige Übersicht für den deutschen Markt. Für einen detaillierten Kostenüberblick empfehlen wir unseren Chatbot Kosten Preisvergleich.

AnbieterTypKostenlos-LimitServerstandortBeste für...
UserlikeRegelbasiertUnbegrenzte Chats (1 Widget)🇩🇪 DE (DSGVO-King)Datenschutz & Support
TidioHybrid (KI+Regel)50 Chats / Monat🇺🇸 US / 🇪🇺 EUE-Commerce Startups
HubSpotRegelbasiertUnbegrenzt (stark lim. Features)🇺🇸 US (EU Option in Paid)CRM-Integration
TypebotVisueller Builder200 Chats / Monat🇫🇷 FR (Self-host möglich)Lead-Erfassung
SmartsuppHybrid100 Chats / Monat🇨🇿 CZ (EU)Webshops mit Video-Tracking
ChatbaseKI (GPT-Wrapper)20 Nachrichten / Monat🇺🇸 USSchnelle KI-Demos
FlowiseAIOpen SourceUnbegrenzt (Self-Hosted)🌍 Dein ServerEntwickler & Bastler

1. Userlike – Der deutsche Datenschutz-Champion

Userlike ist einer der wenigen Anbieter, der im kostenlosen Plan unbegrenzte Konversationen erlaubt. Das bestätigen auch die Analysen von ITQLick und Saufter.

  • Vorteile: Server in Deutschland, extrem DSGVO-konform, WhatsApp-Integration im Paid-Plan, sehr professionelles und modernes Design.
  • Nachteile: Im Free-Plan keine KI-Features verfügbar, nur 1 Widget und 1 Operator-Platz (Seat) inklusive.
  • Urteil: Der beste Chatbot ohne Kosten für deutsche KMUs, die primär Live-Chat anbieten wollen und Datenschutz priorisieren.

2. Tidio – Der E-Commerce Liebling

Tidio ist extrem beliebt bei Shopify-Nutzern und kombiniert Live-Chat mit Lyro, einer eigenen KI-Lösung.

  • Vorteile: Sehr einfache Installation, gute Mobile App für unterwegs, KI-Features (Lyro) sind überraschend stark und kontextbewusst.
  • Nachteile: Das Limit von 50 Chats/Monat im Free-Plan ist extrem niedrig. Sobald das Limit erreicht ist, musst du upgraden (ab ca. 29€/Monat).
  • Urteil: Gut zum Testen der KI-Funktionen, aber für ernsthaftes Business zu schnell kostenpflichtig.

3. HubSpot – Das CRM-Kraftpaket

HubSpot bietet einen Chatbot-Builder im Rahmen seines Free Tools-Pakets an. Laut Chatsignals ist die CRM-Integration der größte Vorteil.

  • Vorteile: Nahtlose Integration in das HubSpot CRM – jeder Chat landet direkt in der Kundenakte mit vollständiger Historie.
  • Nachteile: Der kostenlose Bot ist rein regelbasiert. Keine KI-Automatisierung im Free-Tier verfügbar. Das HubSpot-Branding ist sehr prominent sichtbar.
  • Urteil: Ideal, wenn du bereits HubSpot als CRM nutzt und nur eine einfache Terminbuchung oder Lead-Qualifizierung brauchst.

4. Typebot – Der Lead-Magnet

Typebot verfolgt einen anderen Ansatz: Der Chat sieht aus wie ein interaktives Formular und führt Besucher schrittweise durch einen Prozess. Die offizielle Typebot-Dokumentation zeigt die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten.

  • Vorteile: Exzellente User Experience für Lead-Erfassung, Open-Source-Ansatz mit Transparenz, Cloud-Free-Plan bietet immerhin 200 Chats/Monat.
  • Nachteile: Weniger geeignet für klassischen Support mit offenen Fragen, eher für strukturierte Marketing-Funnels konzipiert.
  • Urteil: Geheimtipp für Marketing-Agenturen und Landing Pages mit klarem Conversion-Ziel.

5. Smartsupp – Der Analytics-Spezialist

Smartsupp bietet neben dem Chat auch Video-Aufzeichnungen des Besucherverhaltens an – eine einzigartige Kombination, die SMBGuide als Alleinstellungsmerkmal hervorhebt.

  • Vorteile: Server in der EU (Tschechien), Video-Recordings zeigen dir genau, wo Kunden hängen bleiben und warum sie abspringen.
  • Nachteile: Limit auf 100 Konversationen/Monat im Free-Plan, wie auch die Smartsupp-Website transparent kommuniziert.
  • Urteil: Spannend für E-Commerce-Optimierer, die verstehen wollen, warum Kunden nicht kaufen.

6. Chatbase & SiteGPT – Die KI-Schnellstarter

Diese Tools erlauben es, ein PDF oder eine URL hochzuladen und erstellen daraus sofort einen ChatGPT-ähnlichen Bot. Eesel.AI und SiteGPT bieten vergleichbare Lösungen.

  • Vorteile: Extrem schnell eingerichtet (in 2 Minuten fertig), beeindruckende KI-Antworten, die Stakeholder im Meeting überzeugen.
  • Nachteile: Die kostenlosen Pläne sind fast unbrauchbar für den Live-Betrieb (z. B. nur 20-100 Nachrichten/Monat). Sie dienen eher als Demo.
  • Urteil: Gut für den Wow-Effekt bei Präsentationen, aber im Free-Tier nicht produktiv nutzbar.

7. FlowiseAI – Für Techies und Entwickler

Flowise ist eine Open-Source-Lösung (Low-Code), um eigene LLM-Apps zu bauen. Die FlowiseAI-Dokumentation und zahlreiche YouTube-Tutorials zeigen die Möglichkeiten.

  • Vorteile: Völlige Freiheit und Kontrolle, keine monatlichen Abo-Kosten für die Software selbst (nur für deine eigenen Server und API-Keys).
  • Nachteile: Hohe technische Hürde, du musst es selbst hosten (Self-Hosted) und API-Keys (z. B. OpenAI) selbst bezahlen und verwalten.
  • Urteil: Die mächtigste Lösung, wenn du Entwickler-Ressourcen im Team hast.
Vergleich der 7 kostenlosen Chatbot-Anbieter für deutsche Unternehmen
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Anleitung: So erstellst du deinen ersten KI-Consultant

Viele Listen sagen dir, welches Tool du wählen sollst, aber nicht wie du es strategisch nutzt. Hier ist der Weg vom reinen Support-Blocker zum aktiven Sales-Consultant – und das in nur 10 Minuten Grundkonfiguration.

Schritt 1: Definiere das Ziel klar (Der Pivot)

Hör auf, den Bot nur als FAQ-Schleuder zu sehen. Der erste Schritt ist ein mentaler Pivot in deiner Denkweise, der den Unterschied zwischen Kostenstelle und Profitcenter ausmacht.

  • Falsches Ziel: Ich will weniger E-Mails beantworten – das führt zu einem Bot, der Kunden abwimmelt.
  • Richtiges Ziel: Ich will, dass jeder Besucher auf der Produktseite eine personalisierte Kaufberatung erhält – das führt zu einem Bot, der konvertiert.

Dieser Unterschied ist fundamental. Wie wir in unserem Guide zur digitale Produktberatung zeigen, liegt das Potenzial in der aktiven Verkaufsunterstützung, nicht im passiven Ticket-Blocken.

Schritt 2: Datenaufbereitung (Knowledge Base)

Ein kostenloser Chatbot – besonders KI-Varianten wie Chatbase oder Testphasen von Paid-Tools – ist nur so schlau wie seine Daten. Die Qualität deiner Knowledge Base entscheidet über Erfolg oder Misserfolg.

  • Lade nicht nur deine AGBs hoch – das führt zu nutzlosen, juristischen Antworten.
  • Erstelle eine Liste mit Verkaufseinwänden (Objection Handling), die dein Bot intelligent beantworten kann.
  • Beispiel: Wenn ein Kunde sagt Das ist zu teuer, sollte der Bot den ROI und die Langlebigkeit erklären – nicht nur den Preis bestätigen.

Schritt 3: Strategische Einbindung (Embed)

Nutze Tools wie Typebot oder Userlike, um den Bot strategisch zu platzieren – nicht einfach überall gleich. Die Platzierung entscheidet maßgeblich über die Conversion-Rate.

  • Binde den Bot nicht global auf jeder Seite mit derselben Nachricht ein.
  • Auf der Preisseite sollte der Bot proaktiv fragen: Hast du Fragen zu den Paketen? Ich erkläre dir gerne die Unterschiede.
  • Auf der Supportseite sollte er fragen: Wie kann ich dir helfen? Beschreibe dein Anliegen.
  • Auf Produktseiten sollte er Kaufberatung anbieten: Suchst du das richtige Modell? Ich helfe dir bei der Auswahl.

Diese kontextuelle Anpassung ist der Schlüssel. Erfahre mehr darüber, wie du deinen Kundenservice Umsatzkanal verwandeln kannst.

Der 3-Schritte-Weg zum Sales-Chatbot
1
Ziel definieren

Vom Support-Blocker zum Verkaufsberater: Formuliere ein Umsatz-orientiertes Ziel für deinen Bot.

2
Daten aufbereiten

Erstelle eine Knowledge Base mit Produktinfos, Einwandbehandlung und Beratungslogik.

3
Strategisch einbinden

Platziere den Bot kontextbezogen: Andere Fragen auf der Preisseite als auf der Supportseite.

DSGVO-Checkliste für Chatbots: 4 Pflichtpunkte

Bevor du einen Chatbot free auf deine deutsche Website stellst, prüfe diese 4 Punkte. Verstöße können schnell teurer sein als jedes Premium-Abo – und der Schaden für dein Markenimage ist kaum zu beziffern. E-Recht24 hat die rechtlichen Anforderungen detailliert aufgeschlüsselt.

  1. Serverstandort prüfen: Liegen die Daten in der EU? (Userlike, Smartsupp, Typebot Self-Hosted: ✅ / Viele US-Tools: ⚠️)
  2. AV-Vertrag (DPA) einfordern: Bietet der Anbieter einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung an? Ohne diesen darfst du keine personenbezogenen Daten verarbeiten.
  3. Cookie Consent konfigurieren: Der Chatbot darf erst laden und Cookies setzen, wenn der Nutzer im Cookie-Banner zugestimmt hat. Viele Embed-Codes laden sofort – das ist ein klarer Verstoß.
  4. Recht auf Vergessenwerden gewährleisten: Kannst du Chat-Protokolle auf Anfrage eines Kunden löschen? Bei einfachen Gratis-Tools ist das oft technisch schwierig oder unmöglich.

Die KI Chatbots Kundenservice entwickeln sich rasant weiter – bleib informiert über aktuelle Datenschutzanforderungen. Auch unser Guide zum KI-gestützter Verkaufsberater behandelt Compliance-Aspekte ausführlich.

Setup-Zeit vs. Wertbeitrag: Die ehrliche Rechnung

Nicht jede Lösung ist für jedes Unternehmen geeignet. Die folgende Übersicht hilft dir, die richtige Wahl basierend auf deinen Ressourcen zu treffen.

LösungSetup-ZeitInitiale KostenWertbeitrag
Open Source (Flowise)Hoch (10+ Stunden)Hosting + API-KostenMaximal, aber aufwändig
Standard Free BotNiedrig (30 Min)KostenlosGering (generische Antworten)
KI-VerkaufsberaterNiedrig (1-2 Std)Testphase kostenlosHoch (Sales-fokussiert)

Die KI-gestützte Produktberatung zeigt eindrucksvoll, wie der richtige Chatbot den Unterschied zwischen Kostenstelle und Profitcenter ausmachen kann. Auch für mobile Anwendungen bietet unsere KI Produktberatung spannende Einblicke.

Chart zeigt Setup-Zeit vs. Wertbeitrag verschiedener Chatbot-Lösungen

Fazit: Wann lohnt sich das Upgrade?

Ein kostenloser Chatbot ist der perfekte Einstieg, um die Akzeptanz bei deinen Kunden zu testen. Tools wie Userlike (für Datenschutz-Fokus) oder Typebot (für Lead-Generierung) bieten hervorragende Gratis-Versionen, mit denen du starten kannst, ohne Budget freigeben zu müssen.

Doch sei ehrlich zu dir selbst: Sobald der Bot anfängt, Geld zu verdienen – durch qualifizierte Leads oder direkte Sales – wird das Upgrade zur Pflicht. Die Grenzen der Gratis-Versionen werden dann zum echten Geschäftshindernis.

  • Wenn du 50 Leads pro Monat generierst, ist das Limit von Tidio sofort erreicht.
  • Wenn du professionell wirken willst, muss das Powered by-Logo verschwinden.
  • Wenn du echte KI-Beratung willst, kommst du an kostenpflichtigen Token (OpenAI/Anthropic) nicht vorbei.
  • Wenn du Conversion-Tracking brauchst, fehlen in Free-Plans meist die Analytics.

Unsere Empfehlung: Starte mit Userlike für den sicheren, unbegrenzten Live-Chat-Einstieg oder nutze die Testphase einer KI-Lösung, um den ROI zu berechnen. Wenn der Bot mehr Umsatz bringt als er kostet, ist kostenlos nicht mehr das wichtigste Kriterium – sondern der Return on Investment.

Für alle, die tiefer in das Thema einsteigen wollen: Unsere Chatbot Definition Funktionen erklärt die technischen Grundlagen. Und wer WhatsApp als Kanal erschließen will, findet im Guide zur KI-gestützte WhatsApp Automatisierung wertvolle Insights.

Häufige Fragen zu kostenlosen Chatbots

Ja, Open-Source-Lösungen wie FlowiseAI oder die Self-Hosted-Version von Typebot sind lizenzkostenfrei. Allerdings zahlst du hier für das Hosting und ggf. für KI-API-Kosten (z. B. an OpenAI). Bei SaaS-Lösungen ist Userlike mit unbegrenzten Chats im Free-Plan sehr großzügig – ideal für den Einstieg.

Nein. ChatGPT (die Web-Oberfläche) ist für private Nutzung konzipiert. Um GPT-Technologie auf deiner Website einzubinden, benötigst du die OpenAI-API (kostenpflichtig nach Verbrauch) und eine Schnittstelle wie Chatbase, Flowise oder einen spezialisierten Anbieter.

KI-Antworten kosten Rechenleistung und Geld. Jede Antwort, die ein KI-Bot generiert, kostet den Anbieter Bruchteile eines Cents – bei Tausenden Nutzern summiert sich das schnell. Daher sind Free Plans bei KI-Bots meist auf wenige Nachrichten begrenzt, während regelbasierte Bots großzügiger sein können.

Userlike gilt als DSGVO-Champion mit deutschen Servern. Auch Smartsupp (Tschechien) und Typebot (Self-Hosted möglich) bieten EU-konforme Optionen. Bei US-Tools wie Chatbase oder HubSpot musst du genau prüfen, ob EU-Hosting verfügbar ist und ein AV-Vertrag existiert.

Ja, aber nur mit der richtigen Strategie. Ein reiner FAQ-Bot spart maximal Support-Kosten. Ein KI-gestützter Verkaufsberater hingegen kann aktiv beraten und konvertieren. Der Unterschied liegt in der Konfiguration: Trainierst du den Bot auf Abwimmeln oder auf Verkaufen?

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