Die Grenze zwischen Online-Handel und stationärem Geschäft existiert im Jahr 2025 praktisch nicht mehr. Kunden informieren sich online, kaufen offline – oder probieren im Laden an und bestellen per Smartphone. Für Händler bedeutet das: Wer heute noch mit zwei getrennten Systemen für E-Commerce und Ladengeschäft arbeitet, verliert nicht nur Zeit, sondern bares Geld. Die Customer Journey ist längst nicht mehr linear, und deine technische Infrastruktur muss das widerspiegeln.
Hier kommt Shopify POS (Point of Sale) ins Spiel. Doch ist das System in Deutschland überhaupt rechtssicher? Was kostet die Umstellung wirklich? Und wie kannst du das iPad an der Kasse nutzen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken und Aushilfskräfte zu Top-Verkäufern zu machen? Ähnlich wie bei Shopware POS Systemen geht es längst nicht mehr nur um das reine Abkassieren.
In diesem ultimativen Guide erfährst du alles über die Shopify Kasse, die Hardware-Optionen, die rechtlichen Hürden (TSE & KassenSichV) und warum deine nächste Kasse eigentlich ein KI-Assistent sein sollte. Wir zeigen dir, wie du mit dem richtigen Shopify Kassensystem nicht nur Transaktionen abwickelst, sondern echte Kundenbeziehungen aufbaust.
Was ist Shopify POS eigentlich?
Bevor wir in die technischen Details und Kosten eintauchen, müssen wir das Fundament klären. Shopify POS (Point of Sale) ist die Kassen-App von Shopify, die es Händlern ermöglicht, Produkte persönlich zu verkaufen – sei es im stationären Ladengeschäft, auf Märkten oder in Pop-up-Stores. Das System verbindet dabei nahtlos deine Online- und Offline-Verkaufskanäle zu einem einheitlichen Ökosystem.
Das Besondere daran ist die Architektur: Im Gegensatz zu traditionellen Kassensystemen, die oft mühsam über Schnittstellen an einen Online-Shop angebunden werden müssen, ist Shopify POS nativ integriert. Das bedeutet, du arbeitest nicht mit zwei separaten Systemen, die irgendwie miteinander kommunizieren müssen – du arbeitest mit einem einzigen, zentralen System.
Das Ein-Backend-Prinzip verstehen
Stell dir vor, du hast ein zentrales Gehirn für dein Unternehmen. Dieses Gehirn steuert alles – von der Produktverwaltung über die Bestandsführung bis hin zu Kundendaten und Analysen. Genau so funktioniert das Ein-Backend-Prinzip bei Shopify:
- Online-Store: Das Gesicht nach außen im Web – dein digitales Schaufenster für Kunden weltweit.
- Shopify POS: Das Gesicht nach außen im Laden – die Schnittstelle zu deinen stationären Kunden.
- Shopify Admin: Das zentrale Gehirn im Hintergrund – hier laufen alle Fäden zusammen.
Wenn du im Laden ein T-Shirt verkaufst, wird der Bestand im selben Millisekunden-Bruchteil auch im Online-Shop aktualisiert. Das verhindert die gefürchteten Überverkäufe (jemand kauft online das letzte Stück, das gerade im Laden über den Tresen ging) und spart dir Stunden an manueller Datenpflege am Abend. Diese Echtzeit-Synchronisation ist besonders wertvoll, wenn du mit dem KI im Vertrieb arbeitest, da alle Verkaufsdaten sofort für Analysen zur Verfügung stehen.
Für wen ist Shopify Point of Sale geeignet?
Das Shopify Point of Sale System richtet sich an verschiedene Händlergruppen, die unterschiedliche Ausgangssituationen und Ziele haben. Die Flexibilität des Systems macht es sowohl für Einsteiger als auch für etablierte Unternehmen attraktiv:
- Pure Online-Player, die erste Schritte im Offline-Handel (Pop-ups, Märkte, Events) machen und ihre digitale Reichweite physisch erweitern wollen.
- Etablierte Einzelhändler, die ihre veralteten Kassensysteme durch moderne, iPad-basierte Lösungen ersetzen und gleichzeitig den Sprung in den E-Commerce wagen wollen.
- Omnichannel-Marken, die Click & Collect oder Endless Aisle (Bestellen im Laden, Liefern nach Hause) anbieten und ihren Kunden ein nahtloses Einkaufserlebnis bieten wollen.
- Franchise-Unternehmen, die mehrere Standorte zentral verwalten und dennoch lokale Flexibilität benötigen.

Rechtliche Sicherheit: TSE, KassenSichV & GoBD
Dies ist der wichtigste Abschnitt für deutsche Händler. Die Angst vor dem Finanzamt ist groß, und die Frage 'Ist Shopify POS in Deutschland legal?' taucht in fast jedem Beratungsgespräch auf. Die Kassensicherungsverordnung und ihre technischen Anforderungen sorgen bei vielen Händlern für Verunsicherung.
Die kurze Antwort: Ja, aber du musst es korrekt einrichten. Deutschland hat mit der Kassensicherungsverordnung eines der strengsten Regelwerke weltweit geschaffen, aber mit den richtigen Tools ist die Compliance absolut machbar.
Seit der Einführung der Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) müssen elektronische Kassensysteme in Deutschland über eine Technische Sicherheitseinrichtung (TSE) verfügen. Diese verhindert, dass Umsätze nachträglich manipuliert oder gelöscht werden. Jede einzelne Transaktion wird digital signiert und unveränderbar gespeichert – das schafft Transparenz gegenüber dem Finanzamt und schützt dich vor Manipulationsvorwürfen.
Wie Shopify das TSE-Problem löst
Shopify bietet keine fest verbaute Hardware-TSE (wie einen USB-Stick am Drucker) an, sondern setzt auf eine Cloud-TSE. Das ist für dich als Händler deutlich komfortabler, da du keine physischen Sticks austauschen musst, wenn Zertifikate ablaufen. Die Cloud-Lösung aktualisiert sich automatisch und du musst dich nicht um Hardware-Wartung kümmern.
Du benötigst einen aktiven Shopify-Basis-Plan oder höher als Grundlage für alle POS-Funktionen.
Installiere eine zertifizierte TSE-App wie OpenFiskal oder fiskaly aus dem Shopify App Store.
Aktiviere die Cloud-TSE – jede Transaktion wird ab sofort digital signiert und revisionssicher gespeichert.
Melde deine Kassen (iPads) beim Finanzamt an – Apps wie Meldefluss automatisieren diesen Prozess.
Dokumentiere gemäß GoBD, wie du dein Kassensystem nutzt – viele TSE-Anbieter stellen Vorlagen bereit.
Laut OpenFiskal bieten spezialisierte Partner-Apps wie OpenFiskal (Meldefluss) oder die TSE App von fiskaly die zuverlässigste Lösung für deutsche Händler. Diese Apps signieren jede Transaktion digital und speichern die Daten revisionssicher. Viele Experten und Agenturen in der DACH-Region empfehlen diese spezialisierten Lösungen gegenüber generischen Alternativen.
Seit 2025 wird die Meldepflicht der Kassen beim Finanzamt strenger kontrolliert. Apps wie Meldefluss helfen dabei, die Kassen (iPads) ordnungsgemäß beim Finanzamt anzumelden, oft mit nur wenigen Klicks. Die Automatisierung dieses Prozesses spart nicht nur Zeit, sondern minimiert auch das Risiko von Fehlern bei der Anmeldung.
Shopify POS Lite vs. POS Pro: Der große Vergleich
Eine der häufigsten Fragen ist: 'Reicht mir die kostenlose Version oder brauche ich Pro?' Shopify bietet zwei Varianten an, und die Entscheidung hängt stark von deiner Personalstruktur, deinen Prozessen und deinen Wachstumsplänen ab. Der Unterschied ist nicht nur in den Features, sondern auch in der Skalierbarkeit deines Geschäfts entscheidend.
Die Preis-Struktur im Detail (Stand 2025)
| Feature | Shopify POS Lite | Shopify POS Pro |
|---|---|---|
| Kosten | 0 € (In jedem Shopify-Plan enthalten) | ca. 79 € / Monat pro Standort |
| Hardware-Support | Basis (Kartenleser, Tablet) | Erweitert (Bondrucker, Scanner, etc.) |
| Mitarbeiter-Management | Nur PINs für Login | Detaillierte Rollen & Rechte (Manager, Aushilfe) |
| Inventar-Management | Basis-Tracking | Intelligentes Bestandsmanagement (Umlagerungen, Stocky) |
| Omnichannel-Funktionen | Basis | Click & Collect, Versand an Kunden, Umtausch von Online-Käufen |
| Analysen & Berichte | Basis-Berichte | Detaillierte Retail-Berichte (Umsatz pro Mitarbeiter) |
| Kundenprofil-Zugriff | Eingeschränkt | Vollständige Kaufhistorie & Präferenzen |
Die Kostenstruktur wird auch von Hyghstreet bestätigt, die einen umfassenden Überblick über die deutschen POS-Lösungen bieten. Wichtig zu verstehen: Die 79 € pro Monat für Pro gelten pro Standort – bei mehreren Filialen multipliziert sich dieser Betrag entsprechend.
Wann du POS Pro zwingend brauchst
Die Entscheidung zwischen Lite und Pro ist nicht nur eine Kostenfrage, sondern eine strategische Entscheidung für dein Geschäftsmodell. Laut Klinkode gibt es klare Szenarien, in denen Pro die eindeutig bessere Wahl ist:
- Du hast Angestellte: Mit Lite kann jeder Mitarbeiter alles sehen und tun. Mit Pro kannst du verhindern, dass Aushilfen Rabatte geben oder Zugriff auf sensible Umsatzdaten haben. Du kannst granular festlegen, wer welche Aktionen durchführen darf.
- Du hast mehrere Filialen: Wenn du Ware von Filiale A nach Filiale B umlagern musst, benötigst du die erweiterten Bestandsfunktionen von Pro. Die Umlagerungsfunktion spart Zeit und verhindert Bestandsfehler.
- Du willst echten Omnichannel-Service: Funktionen wie Online kaufen, im Laden abholen oder Im Laden kaufen, nach Hause schicken sind Pro-Features. Diese Services steigern nachweislich die Kundenzufriedenheit.
- Du brauchst detaillierte Analysen: Pro liefert dir Einblicke in die Performance einzelner Mitarbeiter, Tageszeiten-Analysen und Produktkategorie-Auswertungen.
Hardware: Was brauchst du wirklich?
Der Markt für Shopify Kassensystem-Hardware hat sich in den letzten Jahren stark professionalisiert. Während früher improvisierte Setups mit Consumer-Geräten üblich waren, gibt es heute klare Standards für den professionellen Einzelhandel. Die richtige Hardware-Wahl beeinflusst nicht nur die Zuverlässigkeit, sondern auch das Kundenerlebnis an der Kasse.
Das Herzstück: iPad als Goldstandard
Obwohl Shopify POS auch auf Android läuft, ist das iPad nach wie vor der Goldstandard im Einzelhandel. Die App läuft auf iOS oft flüssiger, und die Auswahl an kompatiblen Ständern (Heckler, WindFall) ist für iPads deutlich größer und ästhetischer. Zudem ist die Update-Versorgung bei Apple-Geräten langfristig zuverlässiger als bei vielen Android-Tablets.
Das Kartenlesegerät: WisePad 3
In Deutschland ist das WisePad 3 das gängigste Gerät für Shopify Payments. Es verbindet sich via Bluetooth mit dem iPad und bietet maximale Flexibilität bei der Platzierung. Das Gerät akzeptiert alle gängigen Zahlungsmethoden:
- Girocard (EC-Karte) – die wichtigste Zahlungsmethode im deutschen Einzelhandel
- Visa / Mastercard / Amex – für internationale Kunden und Kreditkartenzahler
- Apple Pay / Google Pay – für die wachsende Zahl von Mobile-Payment-Nutzern
- Kontaktloses Bezahlen (NFC) – schnell und hygienisch
Empfohlenes Hardware-Setup für deutsche Stores
Basierend auf Erfahrungswerten und Best Practices empfehlen wir folgendes Setup für einen professionellen Start:
- Tablet: iPad (aktuelle Generation, muss nicht Pro sein – das Standard-iPad reicht völlig)
- Ständer: Shopify Retail Stand oder Heckler Design (für Diebstahlschutz und professionelle Optik)
- Drucker: Star Micronics mC-Print3 (schnell, zuverlässig, Bluetooth/LAN-Verbindung)
- Scanner: Socket Mobile S700 (für schnelles Barcode-Scannen bei großen Warenkörben)
- Kassenschublade: APG Vasario (optional, wenn du Bargeld akzeptierst)
- TSE: Cloud-Lösung (keine zusätzliche Hardware nötig)

Die Content-Lücke: Vom Kassierer zum KI-Verkaufsberater
Hier verlassen wir das Terrain der Standard-Guides. Die meisten Händler sehen das POS-System nur als Werkzeug zum Abkassieren. Das ist in Zeiten von Fachkräftemangel und anspruchsvollen Kunden ein strategischer Fehler, der dich Umsatz kostet. Die wahre Revolution liegt nicht in der Transaktion, sondern in der Transformation der Kasse zum intelligenten Verkaufsberater.
Das Problem: Der Wissens-Gap im Einzelhandel
Kunden, die heute deinen Laden betreten, haben oft schon stundenlang online recherchiert. Sie kennen die technischen Daten, die Bewertungen und die Preise der Konkurrenz – manchmal besser als dein Personal. Deine Aushilfskraft, die erst seit zwei Wochen da ist, weiß das oft nicht. Das Ergebnis: Schlechte Beratung, enttäuschte Kunden, Kaufabbruch. Der Kunde fühlt sich nicht verstanden und kauft woanders – oder bestellt frustriert bei Amazon.
Über zwei Drittel der deutschen Einzelhändler berichten von Schwierigkeiten bei der Personalbesetzung.
So lange dauert es durchschnittlich, bis neue Mitarbeiter Produktwissen auf gutem Niveau haben.
Fast die Hälfte der Kaufabbrüche im stationären Handel ist auf mangelnde Beratung zurückzuführen.
Die Lösung: Shopify POS als intelligenter Sales Assistant
Durch die tiefe Integration von Shopify POS in deine Online-Daten und die Nutzung neuer KI-Tools verwandelt sich das iPad von einer Kasse in ein Beratungstool. Ähnlich wie bei einer KI-Produktberatung im Online-Shop kannst du auch am POS intelligente Unterstützung bieten – nur eben persönlich und mit menschlicher Empathie kombiniert.
Die Integration von KI Produktberatung in dein POS-System bedeutet, dass du das kollektive Wissen deines gesamten Unternehmens – Produktdaten, Kundenbewertungen, Vergleichsinformationen – direkt am Point of Sale verfügbar machst. Dein Mitarbeiter muss nicht mehr alles im Kopf haben oder mühsam in Katalogen suchen.
Szenario: Der Endless Aisle in der Praxis
Ein konkretes Beispiel zeigt den Unterschied zwischen einem traditionellen und einem KI-unterstützten POS-System. Stell dir folgende Situation vor:
Ein Kunde fragt: 'Ist diese Outdoor-Jacke auch wasserdicht genug für eine Norwegen-Wanderung und haben Sie die in Grün?'
Ohne Smart POS: Der Mitarbeiter sucht das Etikett, findet nichts Aussagekräftiges, rennt ins Lager, kommt nach fünf Minuten zurück: 'Grün haben wir leider nicht da, sorry.' Kunde geht frustriert und kauft online bei der Konkurrenz.
Mit Shopify POS & KI-Support: Der Mitarbeiter scannt die Jacke und sieht sofort den Online-Bestand aller Filialen und des Zentrallagers: 'Hier nicht vorrätig, aber ich kann sie dir in Grün morgen direkt nach Hause liefern lassen – kostenloser Versand.' Er tippt auf die KI-gestützte Produktbeschreibung oder nutzt eine integrierte App, die Produktbewertungen zusammenfasst: 'Ja, laut Hersteller 20.000mm Wassersäule, und hier sehen wir drei Kundenbewertungen, die sie spezifisch für Skandinavien-Touren empfehlen. Eine Kundin schreibt sogar, sie hätte eine Woche Dauerregen damit überstanden.'
| Aspekt | Traditionelle Kasse | Standard Shopify POS | Shopify POS + KI |
|---|---|---|---|
| Bestandsabgleich | Manuell / Tagesende | Echtzeit | Echtzeit + Prognosen |
| Mitarbeiter-Wissen | Gedächtnis-basiert | Suchbasiert | KI-gestützt |
| Kundenprofil | Keine Daten | Basis-Kaufhistorie | Predictive Recommendations |
| Produktberatung | Begrenzt auf Training | Produktdaten verfügbar | Bewertungen + Vergleiche + KI |
| Cross-Selling | Improvisation | Manuelle Vorschläge | Automatische KI-Empfehlungen |
| Einarbeitungszeit | 3-6 Monate | 2-4 Wochen | Ab Tag 1 produktiv |
Warum KI den Fachkräftemangel lindert
Du musst deine Mitarbeiter nicht mehr monatelang auf jedes Produktdetail schulen. Das Wissen ist im System. Ein virtueller Verkaufsberater am POS fungiert als Wissensdatenbank, die jedem Mitarbeiter – ob langjährig oder gerade eingestellt – sofort zur Verfügung steht.
- Onboarding: Neue Mitarbeiter sind ab Tag 1 produktiv, weil das System sie durch komplexe Beratungsgespräche führt.
- Upselling: Das System schlägt (basierend auf Online-Daten) automatisch passende Zusatzprodukte vor – 'Kunden, die diese Jacke kauften, nahmen oft dieses Imprägnierspray dazu'.
- Konsistente Qualität: Jeder Kunde erhält die gleiche hochwertige Beratung, unabhängig davon, wer gerade an der Kasse steht.
- Confidence Boost: Mitarbeiter fühlen sich sicherer, weil sie Antworten haben – das verbessert das Kundengespräch spürbar.
Strategischer Vorteil: Du nutzt die Datenmacht deines Online-Shops, um die physische Beratung im Laden auf ein Niveau zu heben, das Amazon niemals bieten kann: Persönliche Empathie gepaart mit perfekter Information. Das ist der entscheidende Wettbewerbsvorteil des stationären Handels – wenn er richtig genutzt wird.
Ähnlich wie beim Shopware Kundensupport geht es darum, Technologie und menschliche Interaktion optimal zu kombinieren. Der Einsatz eines AI Produktberaters am POS ist die logische Erweiterung erfolgreicher Online-Strategien in den stationären Handel.
Entdecke, wie du mit KI-gestützter Produktberatung jeden Mitarbeiter zum Experten machst – und das ab dem ersten Tag.
Jetzt kostenlos startenOmnichannel-Strategien: Mehr als nur Bestandsabgleich
Viele Händler aktivieren Shopify POS und freuen sich, dass der Bestand stimmt. Aber du lässt Geld liegen, wenn du die Omnichannel-Features nicht aktiv nutzt. Die wahre Stärke des Systems liegt in der nahtlosen Verbindung von Online- und Offline-Kanälen – und das geht weit über die reine Bestandssynchronisation hinaus.
Click & Collect (BOPIS) optimal nutzen
Buy Online, Pick Up In Store – dieses Konzept spart nicht nur Versandkosten, sondern bringt den Kunden auch physisch in deinen Laden. Das ist wertvoll, denn jeder Ladenbesuch ist eine Chance für zusätzlichen Umsatz.
Ship to Customer (Endless Aisle)
Dein Laden hat nur begrenzte Fläche. Dein Online-Lager ist riesig. Wenn eine Größe oder Farbe im Laden fehlt, verkaufst du sie über das POS und lässt sie aus dem Zentrallager direkt zum Kunden schicken. Der Vorteil: Du rettest den Umsatz (Save the Sale), den du sonst verloren hättest. Der Kunde geht zufrieden nach Hause, weil er sein Wunschprodukt bekommt – nur eben per Lieferung.
Dieses Konzept funktioniert besonders gut in Kombination mit einer Shopware KI-gestützten Produktberatung, die dem Mitarbeiter sofort zeigt, welche Alternativen verfügbar sind und was basierend auf den Kundenpräferenzen empfohlen werden kann.
Lokale Retouren für Online-Käufe
Erlaube Kunden, Online-Bestellungen im Laden zurückzugeben. Warum ist das strategisch wertvoll? Die Gründe sind vielfältig und wirken sich direkt auf deinen Umsatz aus:
- Es senkt die Kaufhürde: Kunden kaufen online mutiger, wenn sie wissen: 'Ich kann es ja einfach im Laden abgeben, wenn es nicht passt.' Das reduziert die Kaufzurückhaltung.
- Es bringt Traffic in den Laden: Jeder Retourenbesuch ist eine neue Verkaufschance. Der Kunde ist ohnehin da – und schaut sich um.
- Die Rückerstattung wird zum Umsatz: Oft landet das Geld direkt wieder in der Kasse, weil der Kunde sich vor Ort etwas anderes aussucht – häufig sogar mehr als der ursprüngliche Bestellwert.

Kosten-Kalkulation: Was kostet der Start wirklich?
Lass uns Tacheles reden. Was musst du für einen professionellen Start in Deutschland investieren? Hier eine realistische Beispielrechnung für einen kleinen Store mit einem Kassenplatz. Diese Zahlen basieren auf aktuellen Marktpreisen und den Informationen von Latori sowie Coding9, die zu den erfahrensten Shopify-Agenturen in Deutschland gehören.
Einmalige Kosten (Hardware)
- iPad (10. Generation): ca. 350 € – ausreichend leistungsstark für alle POS-Funktionen
- Hochwertiger Ständer (z.B. Heckler): ca. 150 € – für professionelle Optik und Diebstahlschutz
- Kartenleser (WisePad 3): ca. 59 € – oft günstiger in Hardware-Bundles
- Bondrucker (Star Micronics): ca. 300 € – schnell und zuverlässig
- Barcodescanner (Socket Mobile): ca. 250 € – für schnelles Scannen
- Summe Hardware: ca. 1.100 € einmalig
Laufende Kosten (monatlich)
- Shopify Plan (z.B. Basic): ca. 36 € – die Basis für alles
- Shopify POS Pro (pro Standort): ca. 79 € – nur wenn du die erweiterten Features brauchst
- TSE-App (z.B. OpenFiskal): ca. 10–15 € – für die deutsche Compliance
- Summe Fixkosten: ca. 125–130 € pro Monat (mit POS Pro)
Variable Kosten (Transaktionen)
Hier verdient Shopify mit. Wenn du Shopify Payments nutzt, zahlst du keine externen Transaktionsgebühren, aber die Kreditkartengebühren. Die Gebührenstruktur ist transparent:
- Girocard / Debit: oft günstiger, da geringere Interchange-Gebühren
- Kreditkarten (Visa/Mastercard): ca. 1,5 % + 0,00 € bei POS Pro – die Raten sind im POS oft günstiger als online
- Apple Pay / Google Pay: gleiche Konditionen wie Kreditkarten
Die Zukunft: KI-Integration am Point of Sale
Die Entwicklung im Bereich KI am POS schreitet rasant voran. Was heute noch als Innovation gilt, wird morgen Standard sein. Händler, die jetzt in intelligente Systeme investieren, verschaffen sich einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil. Die Integration von mehrsprachige KI-Chatbots zeigt, wie vielseitig KI-Lösungen bereits eingesetzt werden können.
Ähnlich wie KI im Personalwesen revolutioniert, verändert KI auch den Einzelhandel grundlegend. Die Kombination aus Shopware Kaufberatung und physischer Präsenz schafft ein Einkaufserlebnis, das reine Online-Shops nicht bieten können.
Fazit: Die Kasse ist tot, lang lebe der Consultant
Die Entscheidung für Shopify POS ist im Jahr 2025 keine Entscheidung für eine neue Kasse. Es ist eine Entscheidung für ein neues Betriebssystem deines Handels. Ein System, das Online und Offline nahtlos verbindet, das deine Mitarbeiter zu Experten macht und das mit deinem Unternehmen wächst.
Die Zeiten, in denen Online und Offline getrennte Welten waren, sind vorbei. Deine Kunden erwarten, dass du weißt, was sie online gekauft haben. Sie erwarten, dass du im Laden Zugriff auf alle Informationen hast. Und sie erwarten einen reibungslosen Prozess – egal ob sie online kaufen und im Laden abholen, oder im Laden kaufen und nach Hause liefern lassen.
Zusammenfassung der wichtigsten Vorteile
- Rechtssicherheit: Mit Cloud-TSE Apps wie OpenFiskal meisterst du die deutsche Bürokratie ohne Hardware-Dongles und mit minimalem Aufwand.
- Effizienz: Ein zentraler Lagerbestand beendet das Chaos der doppelten Datenpflege und verhindert Überverkäufe.
- Umsatzsteigerung: Durch Omnichannel-Features wie Ship to Customer verlierst du nie wieder einen Verkauf, nur weil eine Größe fehlt.
- Zukunftssicherheit: Mit der Integration von KI-Tools rüstest du dein Personal gegen den Fachkräftemangel und bietest Beratung auf Experten-Niveau.
- Skalierbarkeit: Das System wächst mit deinem Unternehmen – von einem Standort bis zu Hunderten.
Unsere Empfehlung für deinen Start
Starte nicht blind. Nutze die kostenlose Testphase von Shopify, installiere die POS App auf einem vorhandenen iPad und spiele einen Tag lang Laden. Wenn du merkst, wie nahtlos die Produkte aus deinem Online-Shop auf dem Display erscheinen, wirst du nie wieder zu einem klassischen Kassensystem zurückwollen.
Aber höre nicht beim Basis-Setup auf. Der wahre Wettbewerbsvorteil liegt in der intelligenten Nutzung deiner Daten und der Integration von KI-gestützter Beratung. Mache dein POS nicht nur zur Kasse, sondern zum smartesten Verkäufer in deinem Team.
FAQ: Häufige Fragen zu Shopify POS in Deutschland
Theoretisch ja, als externes Terminal. Aber du musst den Betrag dann manuell am Terminal eintippen und in der App bestätigen. Das ist fehleranfällig und kostet Zeit bei jedem Bezahlvorgang. Die integrierte Lösung mit dem WisePad 3 ist deutlich schneller, verhindert Tippfehler und sorgt für eine nahtlose Dokumentation aller Transaktionen.
Ja, eingeschränkt. Du kannst weiter Barzahlungen annehmen und verkaufen – die Transaktionen werden lokal gespeichert. Kartenzahlungen und Bestandsabgleiche erfordern jedoch eine Internetverbindung. Sobald das Internet wieder da ist, synchronisiert sich alles automatisch. Für Events oder Märkte empfehlen wir einen mobilen Hotspot als Backup.
Nein. Mit POS Pro kannst du beliebig viele Mitarbeiter-PINs erstellen. Mehrere Mitarbeiter können sich ein Gerät teilen, und das System trackt genau, wer welchen Umsatz gemacht hat. Das ist wichtig für Provisionen, Leistungsanalysen und die Nachverfolgung von Transaktionen.
Nein, die TSE-Apps wie OpenFiskal oder fiskaly kosten meist eine kleine monatliche Gebühr extra (ca. 10-15 €), da hierfür Zertifikate bei Behörden und Trust-Centern verwaltet werden müssen. Diese Kosten sind unabhängig von deinem Shopify-Plan und für die deutsche Compliance unverzichtbar.
Es gibt verschiedene Apps im Shopify App Store, die KI-Funktionen bieten. Zusätzlich kannst du externe KI-Lösungen über APIs anbinden, die dann auf deinem iPad parallel zum POS laufen. Das ermöglicht Produktempfehlungen, Bewertungszusammenfassungen und intelligente Vergleiche direkt am Point of Sale. Sprich uns an, um die beste Lösung für deinen Use Case zu finden.
Entdecke, wie KI-gestützte Produktberatung dein Shopify POS zum smartesten Verkäufer macht. Teste unsere Lösung kostenlos.
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