Executive Summary: Deine schnelle Entscheidungshilfe
Die Wahl der richtigen E-Commerce-Plattform ist keine rein technische Entscheidung mehr – sie ist eine strategische Weichenstellung für deine Profitabilität. Wenn du im Jahr 2025 vor der Wahl stehst – Shopware vs PrestaShop – dann stehst du vor zwei grundlegend unterschiedlichen Philosophien, die jeweils ihre eigene Berechtigung haben.
Shopware 6 ist der unangefochtene Platzhirsch im DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz). Es ist die erste Wahl für Marken, die skalieren wollen, komplexe B2B-Anforderungen haben und Wert auf Rechtssicherheit Made in Germany legen. Laut Shopware zielen die neuen Pläne (Rise, Evolve, Beyond) klar auf den Mittelstand und Enterprise-Kunden ab. Mit dem Shopware AI Copilot hat Shopware zudem einen wichtigen Schritt in Richtung KI-Integration gemacht.
PrestaShop (jetzt in Version 8.2) ist der flexible Herausforderer aus Frankreich, ideal für den internationalen Einstieg, kleinere Budgets und Händler, die gerne selbst Hand anlegen. Wie WMTips berichtet, dominiert PrestaShop Märkte wie Spanien und Italien, kämpft aber in Deutschland mit einem geringeren Marktanteil von etwa 1,5% im Vergleich zu Shopwares 11,5%.
In diesem Artikel analysieren wir nicht nur Features und Kosten. Wir decken die Consultation Gap auf – die Lücke in der digitalen Beratung, die dich Umsatz kostet – und zeigen, wie du diese mit moderner KI Beratung im E-Commerce schließen kannst, egal für welches System du dich entscheidest.
Der direkte Vergleich: Shopware vs PrestaShop auf einen Blick
Bevor wir in die Tiefe gehen, hier die harten Fakten für E-Commerce-Entscheider. Diese Übersichtstabelle gibt dir einen schnellen Überblick über die wichtigsten Unterschiede zwischen den beiden Plattformen, basierend auf aktuellen Daten von LitExtension und ShopWired.
| Feature | Shopware 6 (Deutschland) | PrestaShop 8 (Frankreich) |
|---|---|---|
| Zielgruppe | Mittelstand bis Enterprise (GMV > 1 Mio. €) | Startups, KMU, International (GMV < 1 Mio. €) |
| Kostenmodell | Rise: ab 600 €/Monat, Community: Kostenlos (Self-Hosted) | Core: Kostenlos (Open Source), Hosted: ca. 24 €/Monat |
| Technologie | Symfony & Vue.js (Modern, API-First) | PHP & Symfony (Hybrid, teils Legacy-Code) |
| Marktanteil DE | Marktführer (ca. 11,5% der Top-Shops) | Nische in DE (ca. 1,5%), stark in Südeuropa |
| B2B-Fokus | Sehr stark (Native B2B Suite, Rechte & Rollen) | Schwach (Benötigt komplexe Module) |
| Support | Professioneller Hersteller-Support (in Plänen inkl.) | Community oder kostenpflichtige Support-Tickets |
| Guided Selling | Digital Sales Rooms (Manuell/Video für B2B) | Nur über Drittanbieter-Module (oft statisch) |
| KI-Reife | AI Copilot (Backend-Effizienz) | Module (ChatGPT-Texterstellung) |
| Native KI-Produktberatung | Nicht vorhanden | Nicht vorhanden |
Wie du siehst, fehlt bei beiden Plattformen eine native KI-Produktberatung. Diese Lücke ist der entscheidende Faktor, wenn es darum geht, aus Besuchern Käufer zu machen. Eine KI Produktberatung kann diese Lücke unabhängig von der gewählten Plattform schließen.
Deep Dive: Shopware 6 – Das Kraftpaket für den DACH-Raum
Shopware hat sich in den letzten Jahren massiv gewandelt. Weg vom reinen On-Premise-System, hin zu einer Cloud-First-Strategie mit den Plänen Rise, Evolve und Beyond. Diese Transformation macht Shopware besonders interessant für wachstumsorientierte Händler, die Wert auf Skalierbarkeit und Zukunftssicherheit legen.
Die Stärken von Shopware 6
Technologische Überlegenheit: Shopware 6 basiert auf einem modernen Tech-Stack (Symfony, Vue.js). Wie BitBag analysiert, bedeutet die API-First-Architektur, dass du jedes Frontend (Headless) anbinden kannst. Das ist entscheidend für Zukunftssicherheit und ermöglicht innovative Customer Experiences.
Erlebniswelten (Shopping Experiences): Shopware versteht, dass E-Commerce heute Emotional Shopping bedeutet. Der native Page-Builder erlaubt es Marketing-Teams, Landingpages ohne Programmierkenntnisse zu bauen. Das spart nicht nur Agenturkosten, sondern beschleunigt auch die Time-to-Market für Kampagnen erheblich.
B2B-Dominanz: Mit Features wie Employee Management (Mitarbeiter-Logins für Kunden), Schnellbestelllisten und individuellen Preisen ist Shopware im B2B-Sektor PrestaShop um Lichtjahre voraus. Laut iCreative Technologies bietet Shopware eine der umfassendsten B2B-Suiten am Markt. Wenn du einen professionellen Shopware Kundenservice aufbauen willst, ist dies ein entscheidender Vorteil.
Shopware AI Copilot: Shopware hat KI nativ integriert. Der Copilot hilft Händlern im Backend: Er generiert Produktbeschreibungen, fasst Bewertungen zusammen oder erstellt Export-Regeln. Wie Bay20 berichtet, spart dies erheblich Zeit bei repetitiven Aufgaben. Für tiefere Einblicke in die Wartung deines Shops empfehlen wir unseren Guide zu Shopware 6 Support.

Die Schwächen von Shopware 6
Kosten: Der Einstieg in die kommerziellen Pläne beginnt bei 600 € pro Monat (Rise Plan). Laut TopAdvisor ist das für kleine Startups oft eine signifikante Hürde. Zwar gibt es die kostenlose Community Edition, aber diese erfordert hohes technisches Know-how für Hosting und Wartung sowie zusätzliche Investitionen in Sicherheit und Updates.
Komplexität: Shopware ist mächtig – vielleicht zu mächtig für einfache Anwendungsfälle. Wer nur 50 T-Shirts verkaufen will, schießt hier mit Kanonen auf Spatzen. Die Lernkurve ist steil, und ohne Agenturunterstützung kann der Einstieg frustrierend sein.
Das Guided Selling Problem in Shopware
Shopware wirbt mit Digital Sales Rooms. Das klingt nach automatisierter Beratung, ist es aber nicht. Laut offizieller Shopware-Dokumentation ist es ein Tool für menschliche Vertriebler, um B2B-Kunden in einer Video-Session durch den Shop zu führen. Für komplexe B2B-Deals mag das funktionieren, aber es ist kein skalierbarer Ansatz für hohe Besucherzahlen.
Hier zeigt sich, wie KI Selling den Vertrieb revolutioniert: Während manuelle Beratung zeitlich begrenzt ist, arbeitet eine KI-Produktberatung rund um die Uhr und kann gleichzeitig tausende Kunden bedienen.
Deep Dive: PrestaShop – Der flexible Einstieg
PrestaShop ist weltweit extrem beliebt, weil es die Einstiegshürden fast komplett eliminiert. Mit der Version 8.2 (veröffentlicht im September 2024) wurde laut PrestaShop Project die Stabilität und Performance weiter verbessert. Für Händler mit begrenztem Budget bleibt PrestaShop eine attraktive Option.
Die Stärken von PrestaShop
Kostenstruktur: Die Software selbst ist Open Source und kostenlos. Es gibt keine monatlichen Lizenzgebühren (außer bei der Hosted-Version für ca. 24 €/Monat). Wie ShopWired analysiert, macht dies PrestaShop besonders attraktiv für Bootstrapping-Projekte und Gründer, die jeden Euro zweimal umdrehen müssen.
Modul-Vielfalt: Der PrestaShop Addons Marketplace ist riesig. Für fast jedes Problem gibt es ein Modul für 50–100 €. Diese Flexibilität erlaubt es dir, deinen Shop genau auf deine Bedürfnisse zuzuschneiden, ohne teure Custom-Entwicklungen in Auftrag geben zu müssen.
Internationalisierung: PrestaShop ist von Grund auf international gedacht. Multi-Language, Multi-Currency und regionale Anpassungen sind tief im System verankert. In Märkten wie Frankreich, Spanien oder Italien ist PrestaShop oft der Standard – wenn du also in diese Regionen expandieren willst, profitierst du von einer etablierten Community und lokalisierten Modulen.
Die Schwächen von PrestaShop
Der Frankenstein-Effekt: Da PrestaShop für viele Funktionen auf Module angewiesen ist, besteht ein professioneller Shop oft aus 30–50 Plugins von verschiedenen Entwicklern. Das führt zu Konflikten, Performance-Problemen und potenziellen Sicherheitslücken. BitBag bezeichnet dies treffend als Module Chaos, das bei jedem Update für Kopfschmerzen sorgen kann.
Versteckte Kosten: Ein kostenloser Shop kann schnell teuer werden, wenn du hochwertige Module für SEO, Rechtssicherheit (Legal Compliance) und Checkout kaufst. Laut PrestaShop beginnen Support-Pläne oft bei 300 € für einzelne Tickets, was sich bei häufigen Problemen schnell summiert. Der Vergleich mit KI-Produktfinder vs Chatbot zeigt, dass intelligente Lösungen oft kostengünstiger sind als fragmentierte Module.
Deutschland-Tauglichkeit: Um PrestaShop in Deutschland rechtssicher zu betreiben (Grundpreisverordnung, DSGVO, Button-Lösung), sind spezielle Module und Anpassungen notwendig. Das erfordert zusätzliche Investitionen und kontinuierliche Wartung bei Gesetzesänderungen. Shopware liefert dies Out of the Box, was einen erheblichen Vorteil für den deutschen Markt darstellt.
KI in PrestaShop – Der Status Quo
PrestaShop hat keine native KI-Engine wie Shopware. Händler müssen Module wie ChatGPT Content Generator kaufen, wie Webkul dokumentiert. Diese helfen zwar beim Schreiben von Texten und bei der Content-Erstellung, bieten aber keine intelligente Kundenführung im Frontend. Die KI-Module von PrestaShop sind primär auf Backend-Effizienz ausgerichtet, nicht auf Sales-Unterstützung. Wie YouTube-Tutorials zu PrestaShop-Chatbots zeigen, beschränken sich die meisten Lösungen auf einfache FAQ-Beantwortung.
Marktführer unter den Top-Shops in Deutschland
Nischenplayer in Deutschland, stark in Südeuropa
Monatliche Kosten für den Einstiegs-Plan
Lizenzkosten (aber versteckte Modul-Kosten)
Die Consultation Gap: Warum Shops trotz Traffic Umsatz verlieren
Hier liegt der entscheidende Punkt, den die meisten Vergleichsartikel zu Shopware vs PrestaShop komplett ignorieren. Beide Plattformen mögen technisch überzeugen – aber sie lösen nicht das fundamentale Problem des Online-Handels.
Sowohl Shopware als auch PrestaShop sind im Kern Datenbanken mit Bildern. Sie präsentieren dem Kunden einen Katalog mit Filtern (Farbe, Größe, Preis). Das funktioniert hervorragend, wenn der Kunde genau weiß, was er will (z.B. iPhone 15 Pro, 256GB, Schwarz). Das ist ein direkter Kauf – hier brauchst du nur einen funktionierenden Checkout.
Das Problem der unentschlossenen Kunden
Aber was ist mit den unentschlossenen Kunden? Den Menschen, die wissen, dass sie etwas brauchen, aber nicht genau was? Diese Kundengruppe macht einen erheblichen Teil deines Traffics aus – und hier versagen beide Plattformen:
- Welches E-Bike passt zu meinen Rückenschmerzen?
- Welche Hautcreme verträgt sich mit meiner Allergie?
- Welcher Laufschuh ist für Asphalt und Wald geeignet?
- Welches Geschenk macht meiner Frau Freude, die Wellness liebt?
- Welche Kamera eignet sich für Anfänger mit Ambitionen?
In einem physischen Geschäft geht der Kunde zum Verkäufer und stellt genau diese Fragen. Der Verkäufer hört zu, stellt Rückfragen und empfiehlt das passende Produkt mit einer nachvollziehbaren Begründung. Im Online-Shop (egal ob Shopware oder PrestaShop) steht der Kunde stattdessen vor einer Filter-Leiste mit 50 Optionen, die er selbst verstehen und bedienen muss.
Das Resultat ist Choice Overload (Auswahl-Überforderung). Wissenschaftliche Studien zeigen: Je mehr Optionen ein Kunde hat, desto wahrscheinlicher ist es, dass er gar keine Entscheidung trifft. Der Kunde bricht ab, verlässt den Shop und kauft entweder beim Wettbewerber oder gar nicht. Mehr dazu, warum KI-Beratung wichtiger wird, findest du in unserem Plattformvergleich.

Das Defizit der Plattformen im Detail
Shopware: Bietet Filter und Product Streams, aber keine echte Beratung im Sinne eines Verkaufsgesprächs. Die Digital Sales Rooms sind, wie bereits erwähnt, manuell und für B2B-Szenarien konzipiert. Sie skalieren nicht für tausende B2C-Kunden täglich und erfordern geschultes Personal, das rund um die Uhr verfügbar sein müsste.
PrestaShop: Bietet Facetten-Suche und diverse Filter-Optionen. Chatbot-Module sind meist einfache Wenn-Dann-Regelwerke oder FAQ-Bots (Wo ist mein Paket?, Wie funktioniert die Retoure?), aber definitiv keine Produktberater, die den Bedarf des Kunden verstehen und passende Empfehlungen geben können.
Der E-Commerce Tech Stack 2025: Die fehlende Ebene
Um das Problem der Consultation Gap zu verstehen, hilft ein Blick auf den modernen E-Commerce Tech Stack. Die meisten Händler konzentrieren sich auf die unteren Schichten – aber vergessen die entscheidende oberste Ebene.
AWS, Hetzner, Cloud-Provider – die technische Basis für Verfügbarkeit und Performance
Shopware oder PrestaShop – das Katalog- und Bestellsystem
KI-Produktberatung – der fehlende Verkäufer, der Besucher in Käufer verwandelt
Das Ziel: Höhere Conversion Rate, größere Warenkörbe, zufriedene Kunden
Die meisten Händler investieren massiv in die ersten beiden Schichten: besseres Hosting, teurere Shopware-Lizenzen, mehr PrestaShop-Module. Aber sie vergessen, dass die Experience Layer – die Ebene, auf der der Kunde beraten wird – den entscheidenden Unterschied macht. Genau hier setzt eine KI-Produktberatung an, die als intelligente Schicht über jeder Plattform arbeiten kann.
Die Lösung: KI-gestützte Produktberatung (Guided Selling)
Um im Jahr 2025 wettbewerbsfähig zu bleiben, musst du deine Plattform um eine Experience Layer erweitern. Anstatt nur Produkte aufzulisten und den Kunden mit Filtern allein zu lassen, musst du ihn aktiv beraten. Hier kommt KI E-Commerce ins Spiel.
Backend-KI vs. Frontend-KI: Der entscheidende Unterschied
Es ist wichtig, zwischen zwei Arten von KI zu unterscheiden, die aktuell den E-Commerce-Markt fluten. Nicht jede KI hilft dir, mehr zu verkaufen – viele optimieren nur deine internen Prozesse, ohne direkten Einfluss auf den Kunden zu haben.
| Aspekt | Effizienz-KI (Backend) | Sales-KI (Frontend) |
|---|---|---|
| Ziel | Zeit sparen für den Händler | Umsatz steigern durch Beratung |
| Nutzer | Händler/Mitarbeiter | Endkunde/Shopper |
| Beispiele | Shopware AI Copilot, ChatGPT-Module | Automatisierte Produktberatung |
| Funktion | Texte schreiben, Bilder taggen, Regeln erstellen | Bedarf ermitteln, Produkte empfehlen |
| Ergebnis | Geringere Kosten, schnellere Workflows | Höhere Conversion Rate, größere Warenkörbe |
Effizienz-KI (Backend): Das ist das, was Shopware AI Copilot und PrestaShop ChatGPT-Module tun. Sie helfen dir, Zeit zu sparen – etwa beim Schreiben von Produktbeschreibungen, beim Taggen von Bildern oder beim Erstellen von Export-Regeln. Das ist gut für deine Kostenstruktur und Produktivität, bringt dem Kunden aber keinen direkten Mehrwert im Kaufprozess. Der Kunde bemerkt davon nichts.
Sales-KI (Frontend): Das ist die automatisierte Produktberatung. Eine KI, die wie ein Verkäufer agiert, den Bedarf des Kunden ermittelt und passende Produkte vorschlägt – mit nachvollziehbarer Begründung. Diese KI arbeitet direkt mit dem Kunden und beeinflusst unmittelbar die Conversion Rate und den durchschnittlichen Warenkorbwert.
So funktioniert eine KI-Produktberatung in der Praxis
Stell dir eine Lösung vor, die als intelligente Schicht über deinem Shopware- oder PrestaShop-System liegt und jeden Kunden individuell berät – unabhängig von der Tageszeit oder der Anzahl gleichzeitiger Besucher.
Der Dialog: Der Kunde wird nicht mit Filtern allein gelassen, sondern aktiv angesprochen: Wofür möchtest du das Fahrrad nutzen? Statt 50 Filteroptionen selbst zu verstehen, beantwortet der Kunde einfache Fragen in natürlicher Sprache. Das ist intuitiver und senkt die Abbruchrate erheblich. Wenn du mehr über die Implementierung erfahren willst, schau dir unseren Guide zur KI-Produktberatung an.
Die Analyse: Die KI versteht nicht nur Keywords, sondern den Kontext (Neural Search). Wenn ein Kunde Rückenschmerzen erwähnt, übersetzt die KI dies automatisch in technische Attribute wie Aufrechte Sitzposition oder Gefederte Sattelstütze. Der Kunde muss nicht wissen, welche technischen Features er braucht – die KI macht diese Übersetzung.
Die Empfehlung: Der Kunde erhält nicht 50 Ergebnisse, sondern die Top 3, mit einer nachvollziehbaren Begründung: Dieses Modell passt zu dir, weil es besonders rückenfreundlich ist und eine aufrechte Sitzposition ermöglicht. Diese Begründung schafft Vertrauen und reduziert Kaufzweifel. Für eine optimale KI-gestützte Kaufberatung ist genau diese Transparenz entscheidend.
Feature Showdown: Guided Selling vs. Standard-Chatbots
Viele Händler denken: Ich habe doch einen Chatbot. Doch es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen einem Service-Bot und einem Sales-Consultant. Die folgende Tabelle zeigt die fundamentalen Unterschiede, die über Erfolg oder Misserfolg deiner Conversion-Strategie entscheiden.
| Feature | Standard Chatbot (PrestaShop Module) | KI Product Consultant (Guided Selling) |
|---|---|---|
| Hauptzweck | Support (Wo ist mein Paket?, Retoure) | Umsatz (Welches Produkt passt?) |
| Technologie | Entscheidungsbäume (Wenn A, dann B) | Large Language Models (LLM) & Vektorsuche |
| Verständnis | Reagiert auf Keywords | Versteht Kontext & Bedürfnisse |
| Integration | Oft isoliertes Chat-Fenster | Integriert in die Customer Journey |
| Ergebnis | Spart Support-Kosten | Steigert Conversion Rate & Warenkorbwert |
| Skalierbarkeit | Begrenzt durch vordefinierte Flows | Unbegrenzt durch KI-Verarbeitung |
| Lernfähigkeit | Statisch, manuelle Updates nötig | Kontinuierliches Lernen aus Interaktionen |
Praxis-Beispiel: Geschenksuche mit KI
Nehmen wir ein konkretes Beispiel: Ein Kunde sucht ein Geschenk für meine Frau, sie mag Wellness. Wie unterscheiden sich die Ansätze?
Standard-Suche/Bot: Zeigt alle Produkte an, die das Wort Wellness im Titel oder in der Beschreibung enthalten. Das können 200 Ergebnisse sein – vom Wellness-Tee bis zur Wellness-Literatur. Der Kunde ist genauso überfordert wie zuvor.
KI Consultant: Stellt Rückfragen (Was schätzt sie am meisten: Entspannung, Pflege oder Düfte?), analysiert die Antworten und schlägt ein kuratiertes Set vor: ein Entspannungs-Bad-Set, eine hochwertige Duftkerze und einen kuscheligen Bademantel – mit der Erklärung, warum dies ein perfektes Wellness-Paket ist und wie die Produkte zusammenpassen.

Kostenanalyse: Die Wahrheit über kostenlos
Ein entscheidender Faktor bei Shopware vs PrestaShop sind die Total Cost of Ownership (TCO). Was auf den ersten Blick günstig erscheint, kann sich über die Zeit als teure Entscheidung herausstellen. Hier eine ehrliche Analyse beider Optionen.
Shopware 6 (Rise Plan) – Die Kosten im Detail
- Lizenz: 600 € pro Monat (7.200 € pro Jahr)
- Hosting: Inklusive bei SaaS oder ca. 100–200 € monatlich bei Self-Hosted
- Wartung: Geringer bei SaaS, da Shopware Updates und Sicherheitspatches übernimmt
- Hidden Costs: Premium-Themes oder spezielle B2B-Plugins können extra kosten, sind aber oft hochwertiger und besser gewartet als günstige Alternativen
- Support: Im Plan inklusive, professioneller Herstellersupport mit definierten SLAs
PrestaShop (Self-Hosted) – Die Kosten im Detail
- Lizenz: 0 € (Open Source)
- Hosting: ca. 30–100 € pro Monat, je nach Traffic und Performance-Anforderungen
- Module: Ein professioneller Shop braucht ca. 20 Module (SEO, Checkout, Payment, Legal, Security). Kosten: ca. 1.500 € - 2.000 € einmalig, plus jährliche Update-Gebühren
- Wartung: Hoch. Bei PrestaShop-Updates müssen oft alle Module manuell geprüft werden. Konflikte und Inkompatibilitäten sind häufig und zeitaufwändig zu beheben
- Support: Kein offizieller Support inklusive. Support-Pläne kosten laut Ewonta ab 300 € pro Monat bei Ewonta
Lizenz + Hosting inkl., planbare Kosten
Hosting + Module + versteckte Wartungskosten
Höherer Wartungsaufwand durch Modul-Konflikte
Versteckte Kosten gleichen sich langfristig an
Fazit zur Kostenanalyse: PrestaShop wirkt anfangs deutlich günstiger, holt Shopware aber bei professionellem Betrieb (Agenturkosten für Wartung, Modul-Updates, Konfliktlösung) oft innerhalb von 2-3 Jahren ein. Shopware bietet mehr Planungssicherheit und weniger böse Überraschungen. Die Entscheidung sollte nicht primär auf Basis des Einstiegspreises fallen, sondern auf Basis der langfristigen Gesamtkosten und deiner Wachstumspläne.
Egal ob Shopware oder PrestaShop – verwandle Besucher in Käufer mit intelligenter KI-Produktberatung. Teste jetzt kostenlos, wie automatisierte Beratung deine Conversion Rate steigert.
Kostenlos startenDeutsche Rechtssicherheit: DSGVO, Grundpreis & Co.
Für den deutschen Markt ist Rechtssicherheit kein Nice-to-have, sondern ein Muss. Abmahnungen wegen fehlerhafter Preisangaben, Cookie-Banner oder Widerrufsbelehrungen können schnell existenzbedrohend werden. Hier unterscheiden sich Shopware und PrestaShop deutlich.
Shopware ist als deutsches Unternehmen von Grund auf für den DACH-Markt konzipiert. DSGVO-Konformität, die Grundpreisverordnung und die Button-Lösung sind nativ integriert. Updates bei Gesetzesänderungen werden zeitnah ausgeliefert. Du musst dir keine Sorgen machen, ob dein Shop den aktuellen Anforderungen entspricht.
PrestaShop erfordert für den deutschen Markt zusätzliche Module (PrestaShop Legal Compliance, GDPR-Module etc.). Diese Module müssen separat gekauft, installiert und bei jedem Update geprüft werden. Die Verantwortung für die Rechtssicherheit liegt vollständig bei dir – ein Risiko, das viele Händler unterschätzen.
Fazit und Handlungsempfehlung: Die richtige Wahl treffen
Die Entscheidung Shopware vs PrestaShop hängt von deiner Unternehmens-DNA ab. Es gibt keine universell richtige Antwort – aber es gibt klare Indikatoren, die dir bei der Entscheidung helfen.
Wähle Shopware 6, wenn...
- Du im DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) ansässig bist und maximale Rechtssicherheit ohne zusätzlichen Aufwand benötigst
- Dein Jahresumsatz (GMV) über 1 Mio. € liegt oder du planst, schnell dorthin zu wachsen
- Du B2B-Kunden bedienst und komplexe Preislisten, Rollen und Berechtigungen benötigst
- Du Budget für eine professionelle Agentur und Lizenzkosten (ab 600 €/Monat) hast
- Du langfristige Planungssicherheit und professionellen Herstellersupport schätzt
- Du die Erlebniswelten und den modernen Tech-Stack für Headless-Commerce nutzen willst
Wähle PrestaShop, wenn...
- Du ein Startup mit begrenztem Budget bist und Lean starten willst
- Du stark in südeuropäische Märkte (Frankreich, Spanien, Italien) expandieren möchtest
- Du interne Entwickler-Ressourcen hast, um das Modul-Puzzle zu managen und Konflikte zu lösen
- Du volle Kontrolle über den Code ohne Vendor-Lock-in (SaaS) wünschst
- Du bereit bist, Zeit in die Recherche und Integration der richtigen Module zu investieren
- Dein Hauptmarkt nicht primär Deutschland ist und du weniger strenge Compliance-Anforderungen hast
Die Geheimwaffe für beide Plattformen
Egal, ob du dich für den deutschen Marktführer Shopware oder den flexiblen PrestaShop entscheidest: Beide Systeme lösen das Problem der Kundenberatung nicht von sich aus. Die Consultation Gap bleibt bestehen – und damit bleibt Umsatz auf der Strecke.
Um im Jahr 2025 nicht nur Traffic zu generieren, sondern Besucher tatsächlich in Käufer zu verwandeln, solltest du eine KI-gestützte Produktberatung integrieren – unabhängig von deiner Plattformwahl.
- Bei Shopware ergänzt sie die manuellen Digital Sales Rooms um eine skalierbare B2C-Lösung, die 24/7 berät
- Bei PrestaShop bringt sie die nötige Intelligenz in das statische Modul-System und hebt dich von der Konkurrenz ab
FAQ: Häufige Fragen zu Shopware vs PrestaShop
Shopware 6 ist technisch moderner (Server-Side Rendering, schnelle Ladezeiten) und bietet nativ sehr gute SEO-Tools. Die URL-Strukturen und Meta-Daten-Verwaltung sind intuitiv. PrestaShop kann mit den richtigen Modulen (SEO Pack, etc.) durchaus mithalten, erfordert aber mehr manuelle Konfiguration und laufende Wartung. Für den deutschen Markt hat Shopware zudem den Vorteil besserer lokaler SEO-Integrationen.
Ja, Shopware bietet einen Migrations-Assistenten, der den Umzug erleichtert. Da die Datenstrukturen jedoch unterschiedlich sind, solltest du dies mit einer erfahrenen Agentur planen. Besonders wichtig ist die sorgfältige Planung der URL-Struktur und der Redirects, um deine SEO-Rankings nicht zu verlieren. Rechne mit 4-8 Wochen für eine professionelle Migration.
Shopware als deutsches Unternehmen legt extremen Wert auf Sicherheit und Datenschutz. Sicherheitsupdates werden zeitnah und zentral ausgeliefert. Bei PrestaShop hängt die Sicherheit stark von der Qualität der installierten Drittanbieter-Module ab, die oft Einfallstore für Hacker sein können. Jedes zusätzliche Modul erhöht die Angriffsfläche.
Für beide Plattformen ist eine Agentur empfehlenswert, wenn du professionelle Ergebnisse willst. Bei Shopware ist der Agentur-Aufwand oft kalkulierbarer, da weniger Module integriert werden müssen. Bei PrestaShop kann der Aufwand durch Modul-Konflikte und Custom-Entwicklungen schnell steigen. Für kleine Projekte kann PrestaShop auch ohne Agentur funktionieren – aber nur mit technischem Know-how.
Die Plattform selbst hat weniger Einfluss auf die Conversion Rate als die Customer Experience. Eine KI-gestützte Produktberatung kann bei beiden Systemen die Conversion Rate um 15-30% steigern, indem sie unentschlossene Kunden aktiv berät statt sie mit Filtern allein zu lassen. Zusätzlich helfen optimierte Produktseiten, vertrauensbildende Elemente und ein reibungsloser Checkout.
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