WhatsApp Shop einrichten 2026: Vom Katalog zum AI-Verkaufsberater

WhatsApp Shop einrichten leicht gemacht: Anleitung für 2026 – von der DSGVO-konformen API bis zum AI-Sales-Agent, der Kunden aktiv berät und verkauft.

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Lasse Lung
CEO & Co-Founder bei Qualimero
2. Februar 202618 Min. Lesezeit

Warum die meisten WhatsApp Shops scheitern

Stell dir vor, du betrittst ein Geschäft. Der Laden ist voll mit Produkten, aber es gibt keinen Verkäufer. Nur ein stummes Regal und ein Schild: Suchen Sie sich was aus. Frustrierend, oder? Genau so fühlen sich 90 Prozent der aktuellen WhatsApp Shops für Kunden an.

Wenn du heute nach WhatsApp Shop einrichten suchst, findest du meist Anleitungen, die dir zeigen, wie du einen digitalen Katalog hochlädst. Das ist der Stand von 2022. Im Jahr 2026 reicht das nicht mehr. Kunden wollen nicht in einem winzigen Chat-Fenster durch 500 Produkte scrollen. Sie wollen Antworten. Sie wollen Beratung.

Conversational Commerce hat sich gewandelt. Es geht nicht mehr nur darum, Produkte anzuzeigen (Show), sondern sie zu verkaufen (Consult). Genau hier liegt der fundamentale Unterschied zwischen einem erfolgreichen und einem erfolglosen WhatsApp Business Shop.

In diesem umfassenden Guide zeige ich dir nicht nur die technischen Schritte, um deinen WhatsApp Shop technisch sauber aufzusetzen. Wir gehen einen entscheidenden Schritt weiter: Wir verwandeln deinen Shop von einem passiven Katalog in einen aktiven AI-Verkaufsberater, der 24/7 Fragen beantwortet, Produkte empfiehlt und den Umsatz steigert. Das ist die Zukunft des WhatsApp Kundenservice revolutionieren.

Was du in diesem Artikel lernst

  • Der Unterschied zwischen der kostenlosen App und der professionellen API – und warum die App für ernsthaften E-Commerce tot ist
  • Schritt-für-Schritt-Anleitung zur technischen Einrichtung via Meta Commerce Manager
  • Die Geheimwaffe: Wie du AI (Künstliche Intelligenz) nutzt, um echte Verkaufsgespräche zu automatisieren
  • Rechtssicherheit: Wie du den Shop in Deutschland 100 Prozent DSGVO-konform betreibst
  • Best Practices für maximale Conversion Rates und optimalen Checkout-Flow

Die Grundlagen: Zwei Wege zum WhatsApp Shop

Bevor wir Kabel verbinden, müssen wir die Strategie klären. Es gibt zwei fundamental unterschiedliche Wege, WhatsApp E-Commerce zu betreiben. Die Wahl des falschen Weges ist der häufigste Fehler, den Unternehmen machen. Diese Entscheidung bestimmt, ob du einen statischen Katalog oder einen echten Verkaufskanal aufbaust.

Option A: Die WhatsApp Business App (Die Bäckerei-Lösung)

Dies ist die kostenlose App, die du aus dem App Store herunterladen kannst. Sie richtet sich primär an lokale Kleinunternehmer wie Friseure, Bäckereien oder Kioske. Die Funktion ist simpel: Du erstellst manuell einen Katalog auf dem Handy.

Das Problem: Sie ist nicht skalierbar und datenschutzrechtlich in Deutschland hochriskant. Es gibt keine Automatisierung. Wenn 100 Kunden schreiben, musst du 100 Mal tippen. Für professionellen E-Commerce ist diese Lösung schlicht ungeeignet. Mehr dazu erfährst du in unserem Guide Was ist WhatsApp Business?.

Option B: Die WhatsApp Business API (Die E-Commerce-Lösung)

Dies ist keine App auf deinem Handy, sondern eine Schnittstelle, die du über eine Software – einen sogenannten Business Solution Provider (BSP) – bedienst. Die Zielgruppe: Online-Shops, Marken und der Mittelstand.

Der entscheidende Vorteil: Der Katalog kommt automatisch aus deinem Shop-System wie Shopify, WooCommerce oder Magento. Nur hier ist Automatisierung und AI möglich. Mehrere Mitarbeiter können gleichzeitig antworten. Die Kosten setzen sich zusammen aus variablen Gebühren basierend auf Unterhaltungen plus der Software-Gebühr des Anbieters.

KriteriumWhatsApp Business AppWhatsApp Business API
ZielgruppeLokale KleinunternehmerOnline-Shops, Marken, Mittelstand
Katalog-ErstellungManuell auf dem HandyAutomatisch via Feed
AutomatisierungKeineVollständig möglich
AI-IntegrationNicht möglichVollständig unterstützt
Multi-Agent-SupportNeinJa, mehrere Mitarbeiter
DSGVO-KonformitätProblematischRechtssicher möglich
SkalierbarkeitSehr begrenztUnbegrenzt
KostenKostenlosVariable Gebühren + BSP-Kosten

Schritt-für-Schritt: Die technische Basis schaffen

Um einen WhatsApp Shop einrichten zu können, der professionell funktioniert, müssen wir das Fundament im Meta-Ökosystem legen. Die folgenden Schritte führen dich durch den gesamten Prozess – von der ersten Einrichtung bis zur Katalog-Verknüpfung.

Schritt 1: Der Meta Commerce Manager einrichten

Der Commerce Manager ist das Herzstück deines Inventars auf Facebook, Instagram und WhatsApp. Hier verwaltest du alle Produkte zentral und synchronisierst sie mit deinen Verkaufskanälen.

  1. Gehe zur Meta Business Suite und melde dich mit deinem Business-Account an
  2. Navigiere zu Commerce Manager in der linken Seitenleiste
  3. Klicke auf Katalog hinzufügen und wähle E-Commerce als Katalogtyp
  4. Vergib einen eindeutigen Namen für deinen Katalog und bestätige die Erstellung

Schritt 2: Den Produkt-Katalog verbinden

Ein statischer Katalog ist tödlich für die Aktualität. Nutze Data Feeds, um Preise, Verfügbarkeiten und Produktinformationen automatisch synchron zu halten. Dies ist besonders wichtig für einen erfolgreichen Shopware Chatbot 2025.

Für Shopify und WooCommerce: Nutze Plugins wie Flexify oder die offiziellen Meta-Integrationen, die automatisch eine XML- oder CSV-Datei generieren. Diese Plugins synchronisieren deinen gesamten Produktkatalog mit wenigen Klicks.

Der Upload-Prozess: Hinterlege die URL deines Produkt-Feeds im Commerce Manager unter Datenquellen. Stelle den Abgleich auf Stündlich, damit Preise und Lagerbestände im WhatsApp Shop immer aktuell sind. Nichts ist frustrierender für Kunden als ausverkaufte Produkte im Katalog.

Schritt 3: Verknüpfung mit dem WhatsApp Business Account

Jetzt muss der Katalog mit der Telefonnummer verknüpft werden. Dieser Schritt verbindet dein Produktinventar mit deinem WhatsApp-Kanal.

  1. Öffne deinen WhatsApp Manager im Meta Business Account
  2. Gehe zu Katalog in der linken Seitenleiste
  3. Verbinde den eben erstellten Katalog mit deinem WABA (WhatsApp Business Account)
  4. Überprüfe die Verknüpfung und teste die Katalog-Ansicht
Meta Commerce Manager Dashboard für WhatsApp Shop Katalog-Verwaltung

Der Game Changer: Vom Katalog zum AI-Verkaufsberater

Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Die meisten Anleitungen zum Thema WhatsApp Shop einrichten enden bei der technischen Einrichtung. Aber ein Katalog allein verkauft nichts. Kunden sind faul. Sie wollen nicht suchen, sie wollen finden.

Das Problem: Die Katalog-Müdigkeit

Stell dir vor, ein Kunde schreibt: Ich suche eine Winterjacke, die wasserdicht ist, aber nicht nach Sportkleidung aussieht. Was passiert in den meisten WhatsApp Shops?

Ohne AI: Der Kunde bekommt ein Hallo, schau hier in unseren Katalog-Menü. Er muss sich durch Kategorien klicken, scrollen, filtern. Die Absprungrate ist enorm hoch.

Mit AI: Der Bot versteht den Kontext und schlägt sofort 3 konkrete Produkte vor, die wasserdicht sind und einen eleganten Look haben. Das ist der Unterschied zwischen einem digitalen Regal und einem echten Verkäufer.

Die Lösung: RAG – Retrieval-Augmented Generation

Das klingt technisch, ist aber das Geheimnis erfolgreicher WhatsApp Shops in 2026. RAG ist die Technologie, die einen KI Chatbot im E-Commerce von einem simplen FAQ-Bot unterscheidet.

Wie es funktioniert: Du fütterst eine AI (wie ChatGPT-4o oder Claude via API) nicht nur mit Standard-Antworten, sondern gibst ihr Zugriff auf deinen Produkt-Feed und deine FAQs. Die KI kann dann intelligent aus deinem gesamten Katalog die passenden Produkte heraussuchen.

Der RAG-Prozess im WhatsApp Shop
1
Kundenanfrage

Kunde stellt eine natürliche Frage im Chat, z.B. über Produkteigenschaften oder Empfehlungen

2
Intent-Erkennung

Die KI analysiert die Anfrage und versteht die Kaufabsicht sowie relevante Kriterien

3
Katalog-Suche

AI durchsucht im Hintergrund den Produktkatalog nach passenden Attributen wie Farbe, Material, Stil

4
Antwort-Generierung

AI formuliert eine natürliche, hilfreiche Antwort mit konkreten Produktempfehlungen

5
Produkt-Präsentation

Das passende Produkt wird als klickbare Product Card direkt im Chat angezeigt

Praxis-Beispiel: Der Dialog-Vergleich

Der Unterschied zwischen einem traditionellen Bot und einem AI-Sales-Agent wird im direkten Vergleich deutlich. Diese Tabelle zeigt, warum KI-gestützte Produktberatung den Unterschied zwischen Frust und Kauf ausmacht.

Der *Dumme* Bot (Standard)Der AI-Sales-Agent (2026 Standard)
Kunde: Habt ihr was gegen trockene Haut?Kunde: Habt ihr was gegen trockene Haut?
Bot: Bitte wählen Sie aus dem Menü: 1. Öffnungszeiten, 2. Versand, 3. Zum Katalog.AI: Für trockene Haut empfehle ich unsere Hydra-Boost Serie. Suchst du eher eine Tagescreme oder ein Serum für die Nacht?
Kunde: (Genervt) Klickt auf Katalog, sucht selbst.Kunde: Eher eine Tagescreme.
Ergebnis: Hoher Reibungsverlust, Absprung wahrscheinlich.AI: Dann ist die Hydra-Day perfekt. Sie zieht schnell ein und hat LSF 30. Hier ist der Link: [Zeigt Produktkarte]

Vergleich: Dummer Bot vs. AI Sales Agent

Um die fundamentalen Unterschiede zwischen einem herkömmlichen Chatbot und einem echten AI-Verkaufsberater zu verstehen, betrachten wir die wichtigsten Kriterien. Diese Unterscheidung ist entscheidend, wenn du über KI im Vertrieb nachdenkst.

KriteriumDummer BotAI Sales Agent
Trigger-LogikReagiert auf KeywordsVersteht Kontext und Intention
WissensquelleVordefinierte AntwortenVollständiger Produktkatalog + FAQs
ZielSupport-Ticket-VermeidungAktives Upselling und Cross-Selling
Komplexe FragenScheitert, verweist auf MenüBeantwortet detailliert mit Empfehlungen
PersonalisierungKeineBasierend auf Gesprächsverlauf
Conversion-ImpactNeutral bis negativSignifikant positiv

Conversational Design: Verkaufspsychologie im Chat

Ein AI-Bot sollte nicht nur reagieren, sondern führen. Das ist der Schlüssel zur digitalen Produktberatung. Programmiere den System Prompt deiner AI so, dass sie immer mit einer Gegenfrage endet – einem Call-to-Action.

Schlecht: Hier ist das Produkt.

Gut: Hier ist das Produkt. Soll ich dir noch den passenden Reiniger dazu zeigen, damit es besser wirkt?

Diese Technik aus der Verkaufspsychologie hält das Gespräch am Laufen und erhöht die durchschnittliche Warenkorbgröße. Jede Interaktion sollte den Kunden sanft zum nächsten Schritt im Kaufprozess führen.

AI-Verkaufsberater führt Beratungsgespräch im WhatsApp Chat
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Best Practices für hohe Conversion Rates

Wenn du deinen WhatsApp Shop einrichten willst, achte auf diese Details, die den Umsatz massiv beeinflussen. Die technische Einrichtung ist nur die halbe Miete – die Optimierung entscheidet über Erfolg oder Misserfolg.

1. Bilder für den Chat optimieren

WhatsApp komprimiert Bilder stark. Ein hochauflösendes Foto mit viel Weißraum sieht auf dem Desktop gut aus, im Chat wirkt es oft klein und verloren.

Tipp: Nutze für den WhatsApp-Feed Lifestyle-Bilder – also Produkte in Benutzung – oder Close-Ups. Das schafft Emotionen auf dem kleinen Screen und erhöht die Klickrate auf Produktkarten erheblich.

2. Der Checkout-Flow: Die letzte Meile optimieren

Aktuell (Stand 2025/2026) ist WhatsApp Pay in Deutschland noch nicht flächendeckend als native In-App-Bezahlung verfügbar wie in Brasilien oder Indien. Das bedeutet, du musst einen cleveren Workaround nutzen.

Der Workaround: Nutze die Funktion Warenkorb an Unternehmen senden. Sobald der Warenkorb eingeht, sollte deine Software automatisch einen vorausgefüllten Checkout-Link generieren und senden. Der Kunde klickt, landet im Kassenbereich, Adresse ist oft schon via Apple Pay oder Google Pay hinterlegt – fertig.

3. Reaktionszeit ist Währung

Im E-Commerce gilt: Wer zuerst antwortet, macht das Geschäft. Studien zeigen, dass die Conversion-Rate dramatisch sinkt, wenn die Antwortzeit über 5 Minuten liegt. Hier zeigt sich der wahre Wert eines WhatsApp KI Chatbot.

Reaktionszeit und Conversion im Vergleich
< 3 Sek
AI-Antwortzeit

Sofortige Reaktion rund um die Uhr, auch bei hohem Anfragevolumen

5-30 Min
Durchschnittliche menschliche Antwortzeit

Abhängig von Teamgröße und Arbeitszeiten

+40%
Höhere Conversion

Bei Antworten innerhalb von 60 Sekunden im Vergleich zu 10+ Minuten

24/7
Verfügbarkeit mit AI

Keine Ausfallzeiten, auch nachts und am Wochenende

Die Empfehlung: Nutze AI für die Erstberatung und Qualifizierung. Eskaliere an einen Menschen nur bei komplexen Reklamationen oder wenn der Kunde explizit danach fragt. So kombinierst du Effizienz mit persönlichem Service.

Der Consultative Sales Flow: So verkauft dein AI-Bot

Der größte Unterschied zwischen einem erfolgreichen und einem erfolglosen WhatsApp Shop liegt im Verkaufsprozess selbst. Während traditionelle Setups passiv auf Kundenaktionen warten, führt ein AI-Verkaufsberater aktiv durch den Kaufprozess.

Der Consultative Sales Flow im WhatsApp Shop
1
User Entry

Kunde startet Konversation mit Frage oder Interesse – z.B. *Ich suche ein Geschenk*

2
AI Needs Analysis

Gezielte Fragen zur Bedarfsermittlung: Budget, Anlass, Präferenzen, Größe

3
Produktempfehlung

Kuratierte Auswahl von 2-3 passenden Produkten mit Begründung

4
Add to Cart

Einfaches Hinzufügen zum Warenkorb direkt im Chat

5
Checkout Link

Automatisch generierter, vorausgefüllter Link zum sicheren Bezahlen

Dieser Flow simuliert das Erlebnis eines High-End-Verkäufers im stationären Handel. Der Kunde fühlt sich verstanden und beraten – nicht allein gelassen mit einem digitalen Katalog. Genau das macht KI-Produktberatung im E-Commerce so wertvoll.

Rechtssicherheit: WhatsApp Shop und DSGVO

Dies ist der wichtigste Abschnitt für deutsche Händler. Ein Verstoß gegen die DSGVO kann teuer werden – Bußgelder von bis zu 4 Prozent des Jahresumsatzes sind möglich. Daher ist die rechtskonforme Einrichtung keine Option, sondern Pflicht.

Das Adressbuch-Problem verstehen

Die normale WhatsApp Business App saugt das gesamte Adressbuch des Handys ab und sendet es an US-Server bei Meta. Das ist ohne Einwilligung aller Kontakte – auch derer, die kein WhatsApp haben – ein klarer DSGVO-Verstoß.

Die Lösung: Die WhatsApp Business API. Sie hat keinen Zugriff auf das Adressbuch deines Handys. Sie verarbeitet nur Daten von Personen, die dir schreiben (Inbound) oder die explizit eingewilligt haben (Outbound). Damit ist die rechtliche Grundlage für WhatsApp E-Commerce in Deutschland gegeben.

Server-Standort und AVV

Nutze einen deutschen oder europäischen Business Solution Provider (BSP) für den API-Zugang. Dies ist besonders wichtig für die Compliance.

  • Achte darauf, dass der Anbieter einen AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag) anbietet
  • Hosting der Konversations-Daten sollte idealerweise in der EU stattfinden
  • Prüfe die Datenschutzerklärung des BSP auf Drittland-Übermittlungen
  • Dokumentiere alle Datenverarbeitungsprozesse für mögliche Audits

Das Opt-in Verfahren korrekt umsetzen

Du darfst Kunden nicht einfach anschreiben (Outbound Marketing oder Newsletter), nur weil du deren Nummer aus einer Bestellung hast. Das wäre ein Verstoß gegen die DSGVO.

Pflicht: Explizites Opt-in für WhatsApp – zum Beispiel eine Checkbox im Checkout: Ich möchte Updates per WhatsApp erhalten. Ein Double Opt-in ist empfohlen, um sicherzugehen, dass die Nummer korrekt ist und der Empfänger wirklich einwilligt.

Wenn du die automatische Antwort einrichten möchtest, vergiss nicht, auch hier einen Link zur Datenschutzerklärung einzubinden.

DSGVO-konforme WhatsApp Business API Architektur

Kosten-Update 2025/2026: Womit du rechnen musst

Das Preismodell von Meta hat sich weiterentwickelt. Es wird nicht mehr pro Nachricht, sondern pro 24-Stunden-Unterhaltung abgerechnet. Das macht die Kostenplanung für deinen WhatsApp Business Shop deutlich einfacher.

Service-Unterhaltungen (User-initiiert)

Wenn ein Kunde dich anschreibt – zum Beispiel mit einer Frage zum Produkt – ist das Antwortfenster oft kostenlos oder sehr günstig, solange du innerhalb von 24 Stunden antwortest. Das ist ideal für den AI-Verkaufsberater! Genau hier liegt der Hebel für kosteneffizientes WhatsApp für Kundenservice.

Marketing-Unterhaltungen (Business-initiiert)

Newsletter oder Warenkorb-Abbrecher-Nachrichten kosten Geld. In der DACH-Region liegt der Preis bei etwa 11-13 Cent pro Unterhaltung, kann aber variieren. Diese Nachrichten müssen gut konvertieren, damit sich die Investition lohnt.

Utility-Unterhaltungen

Versandbestätigungen oder Rechnungen sind günstiger als Marketing-Nachrichten – etwa 7 Cent pro Unterhaltung. Diese transaktionalen Nachrichten haben hohe Öffnungsraten und stärken die Kundenbindung.

WhatsApp Business API Kostenübersicht DACH
~0€
Service-Unterhaltungen

User-initiierte Gespräche sind kostenlos oder sehr günstig

11-13 Cent
Marketing-Unterhaltungen

Newsletter, Promotions, Warenkorb-Reminder

~7 Cent
Utility-Unterhaltungen

Versandbestätigungen, Rechnungen, Statusupdates

ab 50€/Monat
BSP-Software-Gebühren

Zusätzliche Kosten für Business Solution Provider

Fazit: Der Inbound-Verkauf – Kunde fragt, AI berät – ist extrem kosteneffizient. Der Outbound-Verkauf wie Newsletter muss gut konvertieren, damit er sich lohnt. Fokussiere dich daher auf exzellente Inbound-Beratung durch einen KI-Verkaufsberater einsetzen.

Screenshots: Failed vs. Success Conversations

Der Unterschied zwischen einer frustrierenden und einer erfolgreichen Konversation ist enorm. Hier zeigen wir dir typische Szenarien, die den Unterschied zwischen Absprung und Kauf ausmachen.

Das Frustrations-Szenario

Kunde: Habt ihr diesen Sneaker in rot, Größe 42, und ist er wasserdicht?

Standard-Bot: Willkommen! Bitte wähle eine Option: 1️⃣ Öffnungszeiten 2️⃣ Versand 3️⃣ Katalog ansehen 4️⃣ Mit Mitarbeiter sprechen

Kunde: (Tippt 3)

Bot: Hier ist unser Katalog. [Link]

Ergebnis: Der Kunde muss selbst suchen, findet die Information zur Wasserdichtigkeit nicht, verlässt den Chat frustriert.

Das Erfolgs-Szenario mit AI

Kunde: Habt ihr diesen Sneaker in rot, Größe 42, und ist er wasserdicht?

AI-Sales-Agent: Ja, den Urban Runner Pro haben wir in Rot, Größe 42 ist verfügbar! Er hat eine wasserdichte GORE-TEX Membran – perfekt für regnerische Tage. Der Preis liegt bei 129€. Soll ich ihn dir in den Warenkorb legen? [Zeigt Produktkarte mit Bild]

Kunde: Ja, bitte!

Ergebnis: Direkter Verkauf ohne Reibungsverlust. Das ist KI-gestützte Produktberatung in Aktion.

FAQ: Häufige Fragen zum WhatsApp Shop

Die Erstellung des Katalogs ist kostenlos. Die Nutzung der professionellen API kostet Software-Gebühren ab ca. 50€ pro Monat bei Anbietern plus die WhatsApp-Gebühren pro Unterhaltung. Die kostenlose Business App ist für professionellen E-Commerce nicht zu empfehlen, da sie weder skalierbar noch DSGVO-konform einsetzbar ist.

Technisch nein – du kannst Produkte manuell anlegen. Strategisch ist es jedoch dringend zu empfehlen: Ohne zentrales System für Lagerbestand und Bestellabwicklung entsteht schnell Chaos. WhatsApp sollte ein Verkaufskanal sein, nicht das gesamte Backend ersetzen.

Nein, das ist technisch nicht möglich. Für AI-Integration, Automatisierung und echte Verkaufsberatung benötigst du zwingend die WhatsApp Business API. Die kostenlose App bietet keine Schnittstellen für KI-Anbindung.

Ja, aber mit Vorsicht. Eine AI kann den Status einer Retoure prüfen oder Standardfragen beantworten. Bei emotionalen Beschwerden sollte die AI durch Sentiment Analysis erkennen, wann ein menschlicher Mitarbeiter übernehmen muss, und das Gespräch entsprechend eskalieren.

Stand 2026 ist die native Bezahlung direkt im Chat in Deutschland noch eingeschränkt und abhängig von Beta-Tests. Der Standard ist der Checkout-Link, der den Kunden zur sicheren Bezahlung in den Webshop leitet – oft vorausgefüllt mit Apple Pay oder Google Pay.

Fazit: Starte jetzt, bevor es deine Konkurrenz tut

Einen WhatsApp Shop einrichten ist heute kein Hexenwerk mehr. Die technische Hürde ist niedrig. Die wahre Herausforderung – und die riesige Chance – liegt in der Qualität der Interaktion.

Während deine Konkurrenz noch statische PDF-Kataloge verschickt, kannst du mit einem AI-gestützten System einen VIP-Verkaufsberater in die Hosentasche deiner Kunden bringen. Das ist die Zukunft des WhatsApp E-Commerce.

Deine Checkliste für den Start

  1. Meta Business Manager verifizieren und Commerce Manager einrichten
  2. API-Anbieter (BSP) mit EU-Hosting und AVV auswählen
  3. Produkt-Feed automatisieren und stündliche Synchronisation aktivieren
  4. AI-System Prompt schreiben und Verkäufer-Persona definieren
  5. DSGVO-Texte anpassen, Opt-in implementieren, Datenschutzhinweise verlinken
  6. Go Live und erste Konversationen monitoren

Der Unterschied zwischen einem passiven Katalog und einem aktiven Verkaufsberater entscheidet darüber, ob Kunden scrollen und abspringen – oder kaufen und wiederkommen. Die Technologie ist da, die Kunden sind bereit. Die Frage ist nur: Bist du es auch?

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