Adobe Commerce vs Shopify (2025): Der Enterprise E-Commerce Vergleich
Adobe Commerce vs Shopify im Vergleich 2025: Kosten, B2B-Funktionen, KI-Features und DSGVO. Finde die richtige Enterprise E-Commerce Plattform für dein Unternehmen.
Einleitung: Die Entscheidungsschlacht im Enterprise E-Commerce
Die Wahl der richtigen E-Commerce-Plattform ist für Enterprise-Unternehmen im Jahr 2025 keine reine IT-Entscheidung mehr – sie ist eine fundamentale Geschäftsstrategie. Jahrelang war die Antwort auf die Frage nach einer skalierbaren, anpassbaren Plattform im DACH-Raum fast reflexartig: Adobe Commerce (ehemals Magento).
Doch die Karten wurden neu gemischt. Shopify Plus hat die Lücke zum Enterprise-Segment aggressiv geschlossen und fordert den Platzhirschen heraus. Marketing-Teams und CTOs stehen nun vor der Frage: Wollen wir die absolute Kontrolle über jeden Code-Schnipsel (Adobe) oder die maximale Geschwindigkeit und Agilität am Markt (Shopify)?
In diesem Enterprise E-Commerce Vergleich analysieren wir Adobe Commerce vs Shopify nicht nur anhand von Feature-Listen, sondern basierend auf Business-Impact, Total Cost of Ownership (TCO) und Zukunftsfähigkeit durch KI. Wir zeigen dir, warum die Zukunft dem Consultative Commerce gehört – und nicht nur Open Source.
Executive Summary: Der schnelle Vergleich auf einen Blick
Für Entscheidungsträger, die wenig Zeit haben, hier der direkte Vergleich der beiden Giganten auf einen Blick. Diese Übersicht fasst die wichtigsten Unterschiede zwischen Adobe Commerce und Shopify Plus zusammen.
| Feature | Adobe Commerce (Magento) | Shopify Plus |
|---|---|---|
| Architektur | Open Source / PaaS (Platform as a Service) | SaaS (Software as a Service) |
| Hosting | Self-hosted oder Adobe Cloud (du bist verantwortlich) | Cloud-hosted, inklusive (Shopify ist verantwortlich) |
| Setup-Zeit (Time-to-Market) | 6 – 12+ Monate | 2 – 4 Monate |
| Wartungsaufwand | Hoch (Sicherheitspatches, Server-Updates) | Null (Automatische Updates im Hintergrund) |
| Kostenmodell | Lizenzgebühr + Hosting + Hohe Agenturkosten | Plattformgebühr + Apps + Umsatzbeteiligung (0,25%) |
| B2B-Funktionalität | Nativ sehr stark, extrem anpassbar | Stark aufgeholt (Company Profiles, Draft Orders), oft via Apps |
| KI-Fokus | Backend-Optimierung (Adobe Sensei) | Frontend & Sales (Shopify Magic + Sidekick) |
| DSGVO / Server | Volle Kontrolle (Server in DE möglich) | US-Konzern (Server-Standort-Diskussion, Standardvertragsklauseln) |
| Ideal für... | Komplexe, individuelle Workflows & volle Datenhoheit | Agile Marken, D2C-Expansion & schnelle Innovation |
Das schnelle Urteil
Wähle Adobe Commerce, wenn dein Geschäftsmodell so einzigartig komplex ist, dass Standard-Prozesse nicht greifen, oder wenn du aus Compliance-Gründen zwingend eigene Server in Deutschland betreiben musst.
Wähle Shopify Plus, wenn du Ressourcen von der IT in das Marketing umschichten willst, Geschwindigkeit priorisierst und KI-gestützte Verkaufsberatung (Consultative Commerce) nutzen möchtest.
Der Kernunterschied: Open Source vs. SaaS im Detail
Um das Duell Adobe Commerce vs Shopify zu verstehen, musst du die Philosophie dahinter betrachten. Es ist ein Kampf zweier Welten: Freedom of Code gegen Freedom to Sell. Dieser fundamentale Unterschied prägt alle weiteren Aspekte des Shopify Plus vs Magento Vergleichs.
Adobe Commerce: Die Freiheit des Codes
Adobe Commerce (basierend auf Magento) ist ein Open-Source-System. Das bedeutet, du besitzt den Code. Du kannst theoretisch alles ändern. Das ist großartig für Unternehmen mit extrem spezifischen Anforderungen – zum Beispiel ein Reifenhersteller, der eine komplexe Logik für die Kompatibilität von Felgen benötigt, die tief in ein 20 Jahre altes ERP-System greift.
Doch diese Freiheit kommt mit einer Wartungsschuld. Jedes Sicherheitsupdate, jedes PHP-Versions-Upgrade und jede Server-Skalierung liegt in deiner Verantwortung – oder der deiner teuren Agentur. Laut Codup können diese Wartungskosten schnell zwischen 5.000 und 20.000 Euro monatlich liegen.
Shopify Plus: Die Freiheit zu Verkaufen
Shopify ist eine SaaS-Lösung (Software as a Service). Du mietest die Infrastruktur. Du hast keinen Zugriff auf den Server-Code oder die Datenbank-Struktur – aber das ist oft gar nicht nötig.
Der Vorteil: Wenn am Black Friday der Traffic um 500% steigt, ist das Shopifys Problem, nicht deins. Sicherheitsupdates passieren im Hintergrund, ohne dass dein Shop offline geht. Du konzentrierst dich auf das, was wirklich zählt: Verkaufen.
Shopify Plus vs Magento: Der Vergleich hinkt oft, weil Kritiker sagen: Bei Shopify kann ich Feature X nicht selbst programmieren. Die Antwort 2025 lautet jedoch oft: Du musst es nicht programmieren, es gibt eine App oder eine API dafür. Das umfangreiche Shopify App-Ökosystem ermöglicht schnelle Erweiterungen ohne Custom-Development.

Enterprise Functionality & B2B: Wer hat die Nase vorn?
Lange Zeit galt: Wer B2B macht, muss Magento nutzen. Shopify hat dieses Narrativ in den letzten 24 Monaten aggressiv angegriffen. Im Enterprise E-Commerce Vergleich zeigt sich: Die Lücke ist deutlich kleiner geworden.
Komplexe Kataloge und Varianten
Ein historischer Schwachpunkt von Shopify war das Limit von 100 Varianten pro Produkt. Für Enterprise-Kunden mit komplexen Produkten (z.B. Schrauben in 500 Größen) war das ein Dealbreaker.
Update 2025: Shopify hat reagiert und rollt das neue Limit von 2.000 Varianten pro Produkt aus, wie auf der Shopify Changelog-Seite dokumentiert. Damit fällt eines der letzten großen Argumente gegen Shopify im technischen Bereich.
Adobe Commerce war hier schon immer stark und kann theoretisch unendliche Varianten abbilden, erfordert aber bei sehr großen Katalogen (500k+ SKUs) massives Server-Tuning (Elasticsearch/OpenSearch Konfiguration), um performant zu bleiben.
B2B-Features: Die Aufholjagd von Shopify Plus
Adobe Commerce bietet nativ extrem tiefe B2B-Funktionen:
- Shared Catalogs: Kundenspezifische Kataloge mit individuellen Preisen
- Verhandelbare Angebote (Quotes): Komplexe Preisverhandlungen direkt im System
- Requisition Lists: Bestelllisten für schnelle Wiederbestellung bei Stammkunden
- Komplexe Firmenstrukturen: Genehmigungsworkflows mit mehreren Hierarchieebenen
Shopify Plus hat mit B2B on Shopify massiv nachgezogen, wie Digital Six und die offizielle Shopify B2B-Dokumentation bestätigen:
- Company Profiles: Firmenkunden mit spezifischen Zahlungszielen (Netto 30/60) und Preislisten
- Draft Orders: Vertriebsmitarbeiter können Bestellungen für Kunden anlegen
- Headless B2B: Individuelle Frontends durch moderne API-Architektur möglich
Laut Zaelab schließt Shopify Plus damit die wichtigsten B2B-Funktionslücken und positioniert sich als ernstzunehmende Alternative für den Mittelstand.
Neues Shopify Plus Limit (vorher 100)
Adobe Commerce out-of-the-box
Shopify Plus erreicht bei B2B-Kernfunktionen
Der Consultation Gap: Wo beide Plattformen schwächeln
Hier liegt deine Chance zur Differenzierung. Sowohl Adobe als auch Shopify sind im Kern Katalog-Systeme. Sie zeigen eine Liste von Produkten an. Das reicht für einfache B2C-Shops – aber nicht für komplexe B2B-Szenarien.
Im deutschen B2B-Mittelstand (z.B. Maschinenbau, Elektrotechnik) will der Kunde aber oft nicht suchen, er will fragen. Die Frage Welches Ersatzteil passt zu meiner 5 Jahre alten Anlage? liefert mit einer Standard-Suche (auch mit Elasticsearch bei Adobe) oft frustrierende Ergebnisse.
Die Lösung: Hier kommt die Integration von Consultative AI ins Spiel. Statt passiver Produktsuche ermöglicht aktive Beratung durch KI eine völlig neue Customer Experience – wie ein digitaler Sales Engineer, der rund um die Uhr verfügbar ist.
Kostenvergleich: Total Cost of Ownership im Detail
Der Punkt Kostenstruktur ist oft der entscheidende Faktor im Shopify Plus vs Magento Vergleich. Viele Unternehmen unterschätzen bei Adobe die laufenden Betriebskosten massiv.
Adobe Commerce: Das Eisberg-Modell der Kosten
Die Lizenzkosten sind nur die Spitze des Eisbergs. Darunter verbergen sich erhebliche weitere Kostenpositionen:
- Lizenzgebühren: Basierend auf dem GMV (Gross Merchandise Value). Startet oft bei 22.000 - 40.000 Dollar pro Jahr, kann aber bei hohem Umsatz schnell auf 125.000+ Dollar steigen, wie Wagento und TopBubbleIndex berichten
- Hosting: Bei On-Premise musst du Server mieten (2.000 - 5.000 Euro/Monat) oder die Adobe Cloud nutzen (teurer)
- Wartung & Patches: Rechne mit 5.000 - 20.000 Euro pro Monat für Agenturleistungen, nur um das System sicher und aktuell zu halten
- Hidden Cost: Die Opportunitätskosten – wenn dein Team Innovationen nicht umsetzen kann, weil das Budget für Wartung draufgeht
In Reddit-Diskussionen bestätigen Agenturen regelmäßig diese Kostendimensionen für Keeping the lights on.
Shopify Plus: Das transparente Kostenmodell
- Plattformgebühr: Startet bei 2.300 - 2.500 USD pro Monat (bei 3-Jahres-Vertrag oft günstiger), wie auf der offiziellen Shopify Plus Seite und bei Thooja dokumentiert
- Variable Kosten: 0,25% Transaktionsgebühr (wenn nicht Shopify Payments genutzt wird)
- Apps: Enterprise-Shops benötigen oft 10-20 Apps (ERP-Connector, Suche, Reviews). Kostenpunkt: ca. 1.000 - 3.000 Euro pro Monat
- Wartung: Nahezu Null. Keine Sicherheits-Patches notwendig
Im Vergleich zu Adobe Commerce über 3 Jahre
Updates laufen automatisch im Hintergrund
Jährliche Agenturkosten für Patches & Updates
Laut LitExtension ist die Total Cost of Ownership (TCO) bei Shopify Plus in den ersten 3 Jahren oft 30% bis 50% niedriger als bei Adobe Commerce, da die massiven Entwicklungskosten für Infrastruktur entfallen.

Verwandle deinen statischen Produktkatalog in einen intelligenten Verkaufsberater. Unsere KI-Lösung integriert sich nahtlos in Shopify Plus.
Kostenlos testenDie Rolle von KI im Enterprise E-Commerce
Die meisten Vergleiche stoppen bei den Features. Doch die Zukunft gehört der KI. Hier müssen wir unterscheiden zwischen Backend-Effizienz und Frontend-Beratung – und genau hier liegt der entscheidende Unterschied für den modernen Enterprise E-Commerce Vergleich.
Adobe Sensei: Der Backend-Optimierer
Adobe integriert seine KI Sensei tief in die Plattform, wie Wagento und ioVista dokumentieren.
- Stärke: Personalisierte Produktempfehlungen ('Kunden, die X kauften, kauften auch Y') und intelligente Suche (Live Search)
- Fokus: Automatisierung von Merchandising und Backend-Prozessen
- Limitierung: Es bleibt eine stumme Erfahrung. Der Kunde interagiert mit einem Algorithmus, nicht mit einem Berater
Shopify + Custom AI: Die Ära des Consultative Commerce
Shopify bietet mit Shopify Magic und dem KI-Assistenten Sidekick starke Tools für Händler. Wie CXM Today und Onlinemarktplatz.de berichten, ist Sidekick mittlerweile auch in Deutsch verfügbar.
Doch der wahre Gamechanger für Enterprise-Kunden ist die Offenheit der Plattform für Custom AI. Die moderne API-Architektur ermöglicht die Integration fortschrittlicher KI-Lösungen in einem Bruchteil der Zeit, die bei Adobe Commerce notwendig wäre.
Das Consultative Commerce Szenario in der Praxis
Ein deutscher B2B-Einkäufer sucht ein spezifisches Ventil. Vergleichen wir die beiden Ansätze:
Adobe (Standard): Der Kunde nutzt Filter: Durchmesser 10mm -> Material Stahl. Er muss wissen, was er sucht. Das System listet passende Produkte auf – aber berät nicht.
Shopify + Consultative AI: Der Kunde fragt im Chat: Ich brauche ein Ventil für die Anlage X-200, das säurebeständig ist. Die KI analysiert nicht nur Keywords, sondern technischen Kontext. Sie agiert als digitaler Sales Engineer. Sie empfiehlt nicht nur das Produkt, sondern erklärt warum es passt.
User sucht -> Filtert manuell -> Liest PDF-Specs -> Hofft auf das richtige Produkt
User fragt natürlich -> KI analysiert Kontext -> Empfiehlt passende Lösung -> Erklärt Warum
Höhere Conversion, weniger Retouren, bessere Customer Experience
Warum Shopify hier gewinnt: Durch die moderne API-Struktur und das riesige Ökosystem lässt sich eine solche Consultative AI auf Shopify oft in Wochen implementieren, während man bei Adobe oft Monate an der Integration in den Legacy-Core arbeitet.
Spezifika für den deutschen Markt (DACH Region)
Ein Enterprise E-Commerce Vergleich ohne den Blick auf deutsche Gesetze ist wertlos. Hier hat Adobe traditionell einen Heimvorteil – aber die Realität ist differenzierter.
DSGVO und Serverstandort
Adobe Commerce (On-Premise): Du kannst das System auf Servern in Frankfurt hosten (z.B. bei Hetzner oder AWS Frankfurt). Du hast volle Kontrolle über die Daten. Das ist der Goldstandard für deutsche Datenschutzbeauftragte.
Shopify Plus: Shopify ist ein kanadisches Unternehmen, nutzt aber Google Cloud (GCP) und Fastly. Zwar gibt es Server in Europa, aber Datenflüsse in die USA (für Support oder Sub-Prozessoren) sind systemimmanent. Wie Medium, Twipla und E-Recht24 dokumentieren, ist eine sorgfältige juristische Prüfung unerlässlich.
Die Realität: Tausende deutsche Enterprise-Marken (von Sennheiser bis Giesswein) nutzen Shopify Plus erfolgreich. Die Lösung liegt oft in Standardvertragsklauseln (SCCs) und einer sauberen Consent-Management-Platform (CMP). Dennoch: Wer 100%ige Daten-Isolation in DE fordert, wird mit Shopify Diskussionen mit der Rechtsabteilung führen müssen.
Lokale Zahlungsmethoden
Beide Plattformen unterstützen die DACH-Klassiker: PayPal, Kreditkarte, Klarna. Rechnungskauf ist im B2B essenziell – Adobe löst dies oft nativ, Shopify über Apps oder die neuen B2B-Funktionen (Net Terms).
Shopify Payments bietet eine tiefe Integration, ist aber an Shopifys Konditionen gebunden. In Deutschland ist die Akzeptanz mittlerweile sehr hoch, wie PlugBooks berichtet.

Migration: Der Weg von Magento zu Shopify Plus
Viele Leser dieses Artikels werden aktuell auf Magento 1 oder 2 sein und einen Wechsel erwägen. Eine Migration ist eine Operation am offenen Herzen – aber sie kann sich lohnen.
Die SEO-Gefahr: 301 Redirects richtig umsetzen
Der häufigste Fehler bei der Migration von Magento zu Shopify ist der Verlust von SEO-Rankings. Diesen Fehler solltest du unbedingt vermeiden.
- Magento URLs enden oft auf .html (z.B. produkt-xyz.html)
- Shopify hat eine feste Struktur (/products/produkt-xyz)
- Ein lückenloses Mapping aller alten URLs auf die neuen Shopify-URLs mittels 301 Redirects ist überlebenswichtig
Tools wie Matrixify helfen beim Datenimport, aber die Redirect-Strategie muss manuell geplant werden. IceCube Digital, Liquify und ClearGo bieten umfassende Anleitungen für diesen kritischen Prozess.
Datenmigration: Was funktioniert und was nicht
- Produkte & Kunden: Lassen sich relativ gut migrieren mit den richtigen Tools
- Passwörter: Kundenpasswörter können aus Sicherheitsgründen oft nicht migriert werden. Kunden müssen beim ersten Login auf Shopify ihr Passwort neu vergeben
- Bestellhistorie: Kann migriert werden, erfordert aber sorgfältige Planung
Fazit: Welche Plattform ist zukunftssicher?
Die Entscheidung Adobe Commerce vs Shopify ist eine Wette auf die Zukunft deines Unternehmens. Beide Plattformen haben ihre Berechtigung – aber für unterschiedliche Szenarien.
Bleibe bei Adobe Commerce, wenn...
- Du eine riesige interne IT-Abteilung hast, die Code-Ownership liebt und pflegen kann
- Dein Geschäftsmodell extrem komplexe, nicht-standardisierbare Logiken erfordert (z.B. Konfiguratoren mit 10.000 Abhängigkeiten, die nicht per App lösbar sind)
- Datenhaltung ausschließlich auf eigenen Servern in DE ein K.O.-Kriterium ist
Wechsle zu Shopify Plus, wenn...
- Du Speed-to-Market über alles stellst und schnell auf Marktveränderungen reagieren willst
- Du dein Budget in Marketing und KI-Innovation (Consultative Commerce) stecken willst statt in Server-Wartung und Sicherheits-Patches
- Du eine Plattform suchst, die mit deinem Wachstum skaliert, ohne dass du Hardware nachkaufen musst
Unsere Prognose für 2025 und darüber hinaus
Der Trend im Enterprise-Segment geht klar zu Composable Commerce und Agilität. Die starren Monolithen der Vergangenheit (wie klassische Magento-Setups) werden zunehmend von flexiblen SaaS-Lösungen abgelöst, die durch intelligente KI-Layer (Consultative AI) veredelt werden.
Wer heute noch statische Kataloge baut, verliert morgen gegen den, der digitale Beratung bietet. Die Zukunft gehört dem Consultative Commerce – und Shopify Plus mit seiner offenen Architektur ist dafür besser gerüstet als der monolithische Adobe-Ansatz.
Checkliste für deine Entscheidung
Nutze diese Checkliste, um die richtige Plattform für dein Unternehmen zu identifizieren:
| Kriterium | Adobe Commerce | Shopify Plus |
|---|---|---|
| Budget-Fokus | CAPEX (Hohe Initialkosten) | OPEX (Laufende Betriebskosten) |
| IT-Ressourcen | Benötigt großes Team / Agentur | Kleines Team reicht, Fokus auf Admin |
| Innovation | Durch Custom-Dev (langsam) | Durch App-Store & AI (schnell) |
| Skalierbarkeit | Manuell (Server-Upgrade nötig) | Automatisch (Cloud-Native) |
| B2B-Reife | Sehr hoch (Nativ) | Hoch (Nativ + Apps) |
| Time-to-Value | 6-12+ Monate | 2-4 Monate |
| KI-Integration | Monate für Custom-Development | Wochen durch APIs |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
In den meisten Fällen ist Shopify Plus langfristig 30-50% günstiger. Adobe Commerce hat zwar manchmal niedrigere Lizenzkosten für kleinere Shops, aber die versteckten Kosten für Hosting, Sicherheits-Patches, Server-Wartung und Agenturleistungen summieren sich schnell auf 5.000-20.000 Euro monatlich. Bei Shopify Plus zahlst du eine feste Plattformgebühr plus Apps – ohne Wartungskosten.
Ja, aber es erfordert sorgfältige Planung. Der Schlüssel liegt in einem lückenlosen 301-Redirect-Mapping aller alten URLs auf die neuen Shopify-URLs. Da Magento oft .html-Endungen nutzt und Shopify eine feste Struktur hat, muss jede URL einzeln gemappt werden. Tools wie Matrixify helfen beim Datenimport, aber die Redirect-Strategie braucht manuelle Arbeit.
Shopify Plus kann DSGVO-konform betrieben werden, erfordert aber zusätzliche Maßnahmen. Da Shopify ein kanadisches Unternehmen ist und Datenflüsse in die USA stattfinden können, benötigst du Standardvertragsklauseln (SCCs) und eine saubere Consent-Management-Platform. Tausende deutsche Enterprise-Marken wie Sennheiser nutzen Shopify Plus erfolgreich – eine juristische Prüfung im Vorfeld ist jedoch empfehlenswert.
Adobe Commerce hat traditionell stärkere native B2B-Features wie Shared Catalogs, verhandelbare Angebote und komplexe Firmenstrukturen. Shopify Plus hat jedoch massiv aufgeholt: Company Profiles, Draft Orders und Headless B2B sind nun verfügbar. Für die meisten B2B-Anforderungen reicht Shopify Plus mittlerweile aus – besonders wenn du KI-gestützte Beratung integrieren willst.
Bei Shopify Plus kannst du dank der modernen API-Architektur KI-Funktionen wie Consultative Commerce oft in 2-4 Wochen implementieren. Bei Adobe Commerce dauert dieselbe Integration typischerweise 3-6 Monate, da die Legacy-Architektur komplexere Anpassungen erfordert. Wenn Speed-to-Innovation für dich wichtig ist, hat Shopify Plus klare Vorteile.
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