Das *Adobe Magento* Paradoxon im Jahr 2026
Es ist nun acht Jahre her, dass eine der größten Übernahmen in der E-Commerce-Geschichte stattfand: Adobe kauft Magento. Seitdem hat sich die Landschaft des digitalen Handels dramatisch verändert. Wir schreiben das Jahr 2026, und doch geben Tausende von Marketing-Managern und IT-Entscheidern in Deutschland immer noch Adobe Magento in ihre Suchleisten ein.
Warum? Weil der Name Magento für eine Ära der Freiheit, Flexibilität und Open-Source-Power steht, während Adobe Enterprise-Skalierbarkeit und professionelle Marketing-Suiten verspricht. Die Realität im Jahr 2026 ist jedoch komplexer als eine einfache Namensänderung. Die Trennung zwischen der Enterprise-Lösung (Adobe Commerce) und der Community-Lösung (Magento Open Source / Mage-OS) ist schärfer denn je.
Für Händler und B2B-Unternehmen stellt sich heute nicht mehr nur die Frage nach der Plattform, sondern nach der Intelligenz des Shops. Während Adobe die Lizenzkosten für seine Cloud-Lösungen erhöht und KI-Funktionen wie Adobe Sensei und Firefly tief in das Backend integriert, klafft im Frontend oft eine Lücke: Der Shop ist ein perfekter Katalog, aber ein schlechter Verkäufer. Genau hier wird KI im E-Commerce zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor.
Dieser Guide analysiert den Status Quo von Adobe Commerce und Magento Open Source im Jahr 2026, beleuchtet die Magento Übernahme retrospektiv und zeigt auf, warum du vielleicht keine teure Enterprise-Lizenz benötigst, um deinen Kunden eine Enterprise-Experience mittels Next-Gen AI zu bieten. Wir gehen dabei weit über oberflächliche Plattformvergleiche hinaus und beleuchten, was die Übernahme acht Jahre später wirklich für den deutschen Markt bedeutet.
Adobe kaufte Magento für diese Summe von Permira
Mindestkosten für Adobe Commerce Cloud jährlich
Shops nutzen das Performance-Frontend für Magento
Magento Open Source und Mage-OS bleiben kostenlos
Adobe kauft Magento: Rückblick und Status Quo 2026
Um zu verstehen, wo wir heute stehen, müssen wir kurz zurückblicken. Die Magento Übernahme durch Adobe im Jahr 2018 für 1,68 Milliarden Dollar war ein strategischer Schachzug, um gegen Giganten wie Salesforce und SAP im Rennen um die Experience Cloud anzutreten. Adobe kaufte dabei nicht nur eine E-Commerce-Plattform, sondern vor allem Zugang zu wertvollen Kundendaten und Transaktionsinformationen.
Was Adobe wollte vs. Was Händler tatsächlich bekamen
Adobe kaufte Magento nicht primär für den Warenkorb, sondern für die Daten. Das Ziel war es, die Lücke zwischen Content (Adobe Experience Manager) und Commerce zu schließen. Die Vision: Eine nahtlose Integration von Marketing, Content-Erstellung und Verkauf in einer einzigen Plattform.
Der Status Quo 2026 zeigt ein gemischtes Bild:
- Rebranding abgeschlossen: Aus Magento Commerce wurde Adobe Commerce. Aus Magento Community Edition wurde Magento Open Source. Die Namensverwirrung hält jedoch bei vielen Suchenden an.
- Cloud-Zwang intensiviert: Adobe drängt massiv in Richtung SaaS. Mit der Einführung von Adobe Commerce as a Cloud Service (ACCS) und dem Adobe Commerce Optimizer (ACO) im Jahr 2025 wurde der Fokus fast vollständig auf Cloud-native, mandantenfähige Architekturen gelegt, wie ObjectSource berichtet.
- Preisentwicklung stark gestiegen: Die Lizenzkosten basieren stark auf dem Gross Merchandise Value (GMV). Für viele mittelständische Unternehmen in Deutschland ist der Einstieg in die Adobe-Welt (ab ca. 40.000 $ für Cloud-Lösungen) laut Webkul eine massive Hürde.
- Integration ins Adobe-Ökosystem: Wer bereits Adobe Analytics, Target oder Experience Manager nutzt, profitiert von der tiefen Integration. Für isolierte Commerce-Projekte überwiegen jedoch oft die Kosten.
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Private-Equity-Firma übernimmt und positioniert Magento als Enterprise-Lösung neu
Adobe kauft Magento für 1,68 Milliarden Dollar zur Erweiterung der Experience Cloud
Community-Fork wird gegründet, um die Open-Source-Vision weiterzuführen
Consultative AI wird zum entscheidenden Differenzierungsmerkmal für Commerce-Plattformen
Die deutsche Perspektive: Mage-OS und Hyvä als Alternativen
In Deutschland, einem Markt, der traditionell skeptisch gegenüber US-Cloud-Hosting (Stichwort DSGVO) und Vendor-Lock-in ist, hat die Magento Übernahme zu einer starken Gegenbewegung geführt. Deutsche Unternehmen haben spezifische Anforderungen an Datenschutz und Datensouveränität, die nicht immer mit Adobes Cloud-First-Strategie vereinbar sind.
1. Mage-OS als Community-getriebene Alternative: Da Adobe den Fokus auf die Enterprise-Cloud legte, formierte sich die Community neu. Mage-OS, ein Fork von Magento Open Source, hat sich bis 2026 als ernstzunehmende Alternative etabliert. Laut Mage-OS.org bietet es Bugfixes und Performance-Updates schneller als der offizielle Adobe-Release-Zyklus und hält die Open-Source-Idee am Leben. Die Mage-OS Community wächst stetig und bietet regelmäßige Updates sowie aktiven Support.
2. Hyvä Themes als Performance-Revolution: Das Standard-Frontend von Magento (Luma) gilt als veraltet und ressourcenhungrig. Hyvä hat diesen Markt komplett revolutioniert. Mit über 5.000 Live-Sites und einer extrem starken Verbreitung in Deutschland und den Niederlanden ist Hyvä laut Mavenbird der Standard für Performance geworden. Es reduziert die Frontend-Komplexität und Ladezeit drastisch – etwas, das Adobe erst spät mit eigenen Edge Delivery Services zu kontern versuchte. Hyva.io zeigt beeindruckende Performance-Benchmarks.
Adobe Commerce vs. Magento Open Source: Der Vergleich
Die häufigste Frage lautet immer noch: Brauche ich Adobe Magento (Commerce) oder reicht die kostenlose Version? Diese Entscheidung hängt von verschiedenen Faktoren ab – Budget, technische Ressourcen, Skalierungsanforderungen und vor allem von der Frage, welche Features du wirklich brauchst.
Vergleichstabelle: Features, Kosten und KI-Fähigkeiten
| Feature | Magento Open Source / Mage-OS | Adobe Commerce (On-Premise) | Adobe Commerce Cloud (SaaS) |
|---|---|---|---|
| Lizenzkosten | Kostenlos (Open Source) | Ab ~22.000 $ / Jahr (GMV-basiert) | Ab ~40.000 - 125.000+ $ / Jahr |
| Hosting | Selbst gehostet (volle Kontrolle) | Selbst gehostet | Inklusive (Adobe Managed Cloud) |
| B2B-Funktionen | Basis (oder via Extensions) | Erweitert (Company Accounts, Quotes) | Enterprise B2B Suite |
| Support | Community & Agenturen | Adobe Support (Gold/Platinum) | Adobe Support + SLA |
| Frontend | Luma (veraltet) oder Hyvä (empfohlen) | Luma, PWA Studio, Edge Delivery | Edge Delivery Services, Headless |
| Standard AI | Keine (nur via Extensions) | Adobe Sensei (Live Search, Recommendations) | Sensei GenAI & Firefly Integration |
| Consultative AI | Muss integriert werden | Nicht enthalten (Fokus Backend) | Nicht enthalten (Fokus Backend) |
| Datensouveränität | Volle Kontrolle (DE-Hosting möglich) | Volle Kontrolle | Adobe Cloud (US-Server) |
Die strategische Lücke in Adobes KI-Angebot
Adobe Commerce bietet mit Adobe Sensei durchaus mächtige Tools, die laut Adobe den Workflow erheblich optimieren. Diese konzentrieren sich jedoch auf spezifische Bereiche:
- Live Search: KI-gestützte Suchergebnisse, die relevantere Produkte basierend auf Nutzerverhalten anzeigen
- Product Recommendations: Klassische Kunden, die X kauften, kauften auch Y-Logik basierend auf statistischen Mustern
- Content Generierung: Adobe Firefly erstellt Bilder und Texte für Marketing-Kampagnen, wie Wagento erläutert
- Personalisierung: Dynamische Inhalte basierend auf Nutzersegmenten und historischem Verhalten
Was jedoch fehlt? Eine echte Beratung. Adobe Sensei optimiert den Prozess, nachdem der Kunde bereits weiß, was er will, oder während er aktiv sucht. Es fehlt die konversationelle Intelligenz, die einen unsicheren Besucher an die Hand nimmt und wie ein erfahrener Verkäufer im Ladengeschäft aktiv berät. Diese Lücke ist besonders im B2B-Bereich kritisch, wo Produkte oft erklärungsbedürftig sind und Kunden individuelle Anforderungen haben.

Das fehlende Puzzleteil: Consultative AI im E-Commerce
Während die Suchanfragen zu Adobe Magento oft auf technische Plattform-Fragen abzielen, liegt der wahre Hebel für Umsatzwachstum im Jahr 2026 nicht in der Plattform selbst, sondern in der Sales Experience. Eine KI-Produktberatung kann genau diese Lücke schließen und deinen Shop vom passiven Katalog zum aktiven Verkäufer transformieren.
Transactional AI vs. Consultative AI: Der Unterschied
Hier müssen wir eine klare Unterscheidung treffen, die in den meisten Adobe vs. Magento-Artikeln komplett fehlt. Diese Unterscheidung ist jedoch entscheidend für die Frage, wie du deinen Shop wirklich nach vorne bringst.
1. Transactional AI (Adobe Sensei)
Dies ist die Domäne von Adobe. Die KI analysiert riesige Datenmengen (Big Data), um Muster zu erkennen und darauf basierend Empfehlungen auszuspielen.
- Beispiel: Ein Kunde schaut sich eine rote Bohrmaschine an. Sensei zeigt ihm dazu passende Bohrer-Sets und eine Ersatzbatterie als Ergänzung.
- Mechanismus: Statistische Wahrscheinlichkeit basierend auf dem Verhalten anderer Nutzer mit ähnlichen Klickmustern
- Ziel: Cross-Selling und Upselling zur Erhöhung des Warenkorbwerts
- Limitation: Funktioniert nur, wenn der Kunde bereits weiß, was er will und aktiv Produkte ansieht
2. Consultative AI (Next-Gen Conversational AI)
Dies ist die Lücke, die externe KI-Lösungen wie eine Shopware KI-gestützte Produktberatung schließen. Hier geht es nicht um Statistik, sondern um Verständnis und aktiven Dialog mit dem Kunden.
- Beispiel: Ein Kunde landet auf der Startseite eines B2B-Shops für Baumaschinen. Er weiß nicht genau, welches Gerät er für sein spezielles Projekt (z.B. Fundamentaushub bei lehmigem Boden) benötigt.
- Die KI-Lösung: Ein intelligenter Agent fragt proaktiv: Planst du einen Aushub? Wie ist die Bodenbeschaffenheit? und empfiehlt basierend auf den Antworten (nicht Klicks) das perfekte Produkt – inklusive Erklärung, warum es passt.
- Mechanismus: Natural Language Processing und Verständnis der individuellen Kundenbedürfnisse durch Dialog
- Ziel: Beratung statt Verkauf – der Kunde fühlt sich verstanden und kauft das richtige Produkt
Warum der deutsche Mittelstand auf Hybrid-Lösungen setzt
Viele deutsche Hidden Champions nutzen Magento Open Source (oder Mage-OS), weil sie die Flexibilität schätzen und Lizenzkosten sparen wollen. Das gesparte Budget investieren sie zunehmend in Consultative AI Layer, die über die Plattform hinausgehen. Eine spezialisierte KI Produktberatung kann dabei unabhängig von der zugrundeliegenden Commerce-Plattform implementiert werden.
Anstatt 100.000 € pro Jahr für Adobe Commerce Lizenzen zu zahlen, um Zugriff auf Sensei zu erhalten, nutzen smarte Unternehmen die robuste Open-Source-Basis und integrieren spezialisierte KI-Agenten via API. Das Ergebnis ist beeindruckend:
- Niedrigere TCO (Total Cost of Ownership): Open Source + KI-Layer kostet oft nur 20-30% der Adobe Commerce Cloud Lösung
- Bessere Customer Experience: Echte Beratung statt nur Produktlisten führt zu höheren Conversion Rates
- Datensouveränität: Hosting in Deutschland möglich, volle DSGVO-Konformität garantiert
- Flexibilität: KI-Lösung kann unabhängig von der Plattform gewechselt oder erweitert werden
- Schnellere Innovation: KI-Updates erfolgen sofort, nicht erst mit dem nächsten Adobe-Release
Im direkten Vergleich zeigt sich, dass KI-Beratung wichtiger ist als die reine Plattformwahl. Ein gut beratener Kunde auf Magento Open Source konvertiert besser als ein unberatener auf Adobe Commerce.

Nutze Consultative AI für echte Kundenberatung – unabhängig davon, ob du Adobe Commerce oder Magento Open Source verwendest. Spare Lizenzkosten und steigere gleichzeitig deine Conversion Rate.
Jetzt KI-Beratung testenTechnische Integration: AI im Magento-Ökosystem
Egal ob du Adobe Commerce oder Magento Open Source nutzt, die Architektur im Jahr 2026 ist zunehmend Composable oder Headless. Das bedeutet, dass Frontend, Backend und zusätzliche Services wie KI-Layer unabhängig voneinander agieren und über APIs kommunizieren.
Die API-First Strategie für KI-Integration
Magento war schon immer stark in seinen APIs (REST/GraphQL). Moderne KI-Lösungen docken hier nahtlos an und können als digitaler Produktberater implementiert werden. Die Integration erfolgt typischerweise über drei Hauptschnittstellen:
- Catalog Sync: Die KI zieht sich den Produktkatalog (inkl. Attribute wie Material, technische Daten, Verfügbarkeit) über die API und kann so fundierte Empfehlungen geben
- Real-Time Inventory: Vor einer Empfehlung prüft der KI-Agent den Lagerbestand in Echtzeit – keine frustrierenden nicht verfügbar-Situationen nach der Beratung
- Add-to-Cart: Die KI kann Produkte direkt in den Warenkorb des Nutzers legen (via GraphQL Mutation), was den Kaufprozess verkürzt
- Customer Context: Bei eingeloggten Kunden kann die KI auf Bestellhistorie und Präferenzen zugreifen für noch relevantere Beratung
Die technischen Grundlagen für die Implementierung eines KI Chatbot als digitalen Berater sind in modernen Magento-Installationen bereits vorhanden. Der Schlüssel liegt in der richtigen Konfiguration und dem Training der KI auf dein spezifisches Produktsortiment.
Hyvä und KI: Die Performance-Kombination
Da Hyvä auf Alpine.js setzt und extrem schlank ist, lassen sich KI-Chat-Widgets (die oft schweres JavaScript mitbringen) hier deutlich performanter integrieren als im alten Luma-Theme. Die Kombination aus Hyvä (Speed) und Consultative AI (Sales) gilt aktuell als Sweet Spot für Magento-Shops in Europa.
Die Performance-Vorteile sind messbar: Während Luma-Shops oft 4-6 Sekunden für den First Contentful Paint benötigen, schaffen Hyvä-Shops dies in unter 1,5 Sekunden. In Kombination mit einem asynchron geladenen KI-Widget bleibt die Seite blitzschnell und die Beratung ist trotzdem sofort verfügbar.
Für die optimale Produktpräsentation ist es wichtig, AI-ready Artikel zu erstellen. Das bedeutet strukturierte Produktdaten mit allen relevanten Attributen, die eine KI für qualifizierte Beratung benötigt. Gut strukturierte Produktdaten sind die Grundlage für jede erfolgreiche KI-Integration.
Adobe App Builder für Enterprise-Integrationen
Für Nutzer der Adobe Commerce Cloud bietet der App Builder (Serverless Framework) eine Möglichkeit, externe KI-Services anzubinden, ohne den Core-Code zu verändern. Laut Adobe Developer Documentation garantiert dies Upgrade-Fähigkeit – ein zentrales Versprechen der neuen Adobe-Roadmap.
Der App Builder ermöglicht serverlose Funktionen, die auf Adobe I/O Runtime laufen. So können KI-Anfragen verarbeitet werden, ohne dass der Commerce-Core belastet wird. EPAM beschreibt Best Practices für diese Art der Integration in Enterprise-Umgebungen.
Marktanalyse Deutschland 2026: Shopware vs. Magento
Wer über Adobe Magento schreibt, darf den lokalen Platzhirsch nicht ignorieren. In Deutschland liefert sich Magento ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Shopware. Laut Shopware selbst hat die Plattform stark in KI-Funktionen investiert.
Shopware 6 hat sich stark im deutschen Mittelstand etabliert und punktet mit dem AI Copilot im Backend sowie einer modernen, API-first Architektur. Die Plattform bietet native Unterstützung für deutsche Steuer- und Rechtsanforderungen und eine aktive deutschsprachige Community. Wie Qualimero berichtet, lassen sich auch hier KI-Beratungslösungen nahtlos integrieren.
Magento / Adobe hält sich hingegen stark im oberen Enterprise-Segment (Adobe Commerce) und im komplexen B2B-Bereich (Open Source). Die Plattform bietet unübertroffene Flexibilität für maßgeschneiderte Lösungen und eignet sich besonders für komplexe Produktkataloge und Multi-Store-Setups.
Der Trend 2026: Während laut E-Commerce News Europe Shopify den unteren Markt (KMU) aufräumt, wählen komplexe B2B-Unternehmen oft weiterhin Magento wegen der extremen Anpassbarkeit. Genau diese Unternehmen profitieren am meisten von Consultative AI, da ihre Produkte erklärungsbedürftig sind und individuelle Beratung erfordern.
Unabhängig von der Plattformwahl kannst du mit einem AI-Produktberater Conversion steigern. Die KI-Beratungsschicht funktioniert plattformübergreifend und macht dich unabhängig von Vendor-Lock-in. Auch Konzepte wie KI-Guided-Selling lassen sich auf beiden Plattformen implementieren.

Praktische Empfehlungen für 2026
Die Frage Adobe Commerce oder Magento Open Source? ist 2026 nicht mehr nur eine Budgetfrage, sondern eine strategische Grundsatzentscheidung. Hier sind unsere konkreten Empfehlungen basierend auf Unternehmensgröße und Anforderungen:
Für Konzerne mit Umsatz über 50 Mio. Euro
Wenn du bereits tief im Adobe-Ökosystem (Analytics, Target, Experience Manager) steckst, ist Adobe Commerce Cloud der logische Weg. Die Integration von Sensei und Firefly spart deinen Marketing-Teams erheblich Zeit bei der Content-Erstellung und Automatisierung. Die höheren Lizenzkosten amortisieren sich durch Synergieeffekte im gesamten Adobe-Stack.
Bedenke jedoch: Auch mit Adobe Commerce fehlt dir standardmäßig die Consultative AI. Eine AI Product Consultation ergänzt das Adobe-Ökosystem optimal und schließt die Frontend-Beratungslücke.
Für den ambitionierten Mittelstand und B2B
Lass dich nicht von der Adobe kauft Magento-Rhetorik verunsichern. Magento Open Source (oder Mage-OS) in Kombination mit Hyvä ist technologisch absolut konkurrenzfähig und oft performanter als die Adobe-Variante. Du sparst 40.000-125.000 Euro jährlich an Lizenzkosten, die du sinnvoller investieren kannst.
Die Kombination aus Open Source + Hyvä + einer KI-Produktberatung über externe APIs bietet dir Enterprise-Features zu einem Bruchteil der Kosten. Du behältst volle Kontrolle über deine Daten und kannst deutsche Hosting-Anbieter nutzen.
Der wahre Gamechanger: Investition in Consultative AI
Spare dir die teuren Lizenzgebühren für Features, die du nicht nutzt. Investiere stattdessen in Consultative AI. Verwandle deinen Shop von einem stummen Katalog in einen aktiven Berater. Das ist der wahre Wettbewerbsvorteil im Jahr 2026 – unabhängig von der zugrundeliegenden Plattform.
Die Rechnung ist einfach: 100.000 Euro für Adobe Commerce Cloud mit Standard-Sensei-Features vs. 15.000 Euro für Magento Open Source mit Hyvä und einer spezialisierten KI-Beratungslösung, die tatsächlich verkauft statt nur Produkte anzuzeigen. Laut eesel.ai ist diese TCO-Betrachtung für viele Unternehmen der entscheidende Faktor.
FAQ: Adobe Magento Edition 2026
Magento Open Source (ehemals Community Edition) ist die kostenlose, selbst gehostete Version der Software mit vollem Zugriff auf den Quellcode. Adobe Commerce (ehemals Enterprise) ist die kostenpflichtige Version mit zusätzlichen B2B-Funktionen wie Company Accounts und Quotes, optionalem Cloud-Hosting und integrierten KI-Tools wie Adobe Sensei. Der technische Kern beider Systeme ist identisch, allerdings driften sie durch Adobes SaaS-Strategie mit Microservices langsam auseinander. Für den deutschen Mittelstand bietet Open Source oft das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.
Das hängt stark von der Komplexität und den vorhandenen Systemen ab. Für reine Shop-Funktionen sind die Lizenzkosten (oft über 50.000 Euro pro Jahr) schwer zu rechtfertigen. Die Kombination aus Mage-OS + Hyvä + externe AI bietet oft ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis für den deutschen Mittelstand. Wenn du jedoch bereits Adobe Analytics, Experience Manager und Target nutzt, können die Synergieeffekte die höheren Kosten rechtfertigen.
Nein, keineswegs. Zwar liegt der Fokus von Adobe auf der Cloud-Version, aber die Community rund um Mage-OS und Hyvä hat das Open-Source-Ökosystem revitalisiert. Mit über 5.000 Live-Sites allein mit Hyvä-Theme und einer aktiven Entwickler-Community bleibt Magento eine der stärksten Plattformen für komplexe B2B-Anforderungen. Die Plattform entwickelt sich weiter – nur eben zunehmend parallel zu Adobes Enterprise-Strategie.
Adobe Commerce nutzt Adobe Sensei für Live-Suche mit intelligenten Ergebnissen und Produktempfehlungen basierend auf Kaufverhalten. Zusätzlich bietet Adobe Firefly Funktionen zur Generierung von Marketing-Bildern und Texten. Was jedoch standardmäßig fehlt, ist eine konversationelle KI für die direkte Kundenberatung – also ein echter KI-Verkäufer oder Sales-Agent im Frontend. Diese Consultative AI muss über Drittanbieter integriert werden.
Magento bietet robuste REST- und GraphQL-APIs, über die externe KI-Services angebunden werden können. Die Integration erfolgt typischerweise über Catalog Sync für Produktdaten, Real-Time Inventory Abfragen und Add-to-Cart Funktionen. Für Adobe Commerce Cloud gibt es zusätzlich den App Builder als Serverless Framework. Bei Open Source erfolgt die Integration meist über Custom Modules oder Headless-Architekturen mit einem separaten Frontend.
Zusammenfassung: Adobe Magento 2026
Die Magento Übernahme durch Adobe hat das E-Commerce-Ökosystem nachhaltig verändert. Acht Jahre später zeigt sich: Die Strategie war für Adobe erfolgreich, aber nicht unbedingt für alle Händler. Während Enterprise-Kunden von der tiefen Integration in die Adobe Experience Cloud profitieren, zahlen mittelständische Unternehmen oft für Features, die sie nicht benötigen.
Die wahre Innovation im Jahr 2026 liegt nicht in der Plattform, sondern in der Kundeninteraktion. Ein Shop, der berät, verkauft mehr als ein Shop, der nur Produkte listet. Und diese Beratung muss nicht zwingend von Adobe kommen – im Gegenteil: Spezialisierte Consultative AI Lösungen schließen genau die Lücke, die Adobe Sensei offen lässt.
Für dich als Entscheider bedeutet das: Wähle deine Plattform nach deinen tatsächlichen Anforderungen, nicht nach Marketing-Versprechen. Und investiere dann gezielt in die Technologie, die den größten Impact auf deine Conversion hat – und das ist 2026 eindeutig die KI-gestützte Produktberatung.
Egal ob Adobe Commerce oder Magento Open Source – mit Consultative AI machst du deinen Shop zum aktiven Verkäufer. Teste jetzt, wie KI-Beratung deine Conversion Rate steigern kann.
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