Shopify Automatisierung 2025: KI revolutioniert deinen Verkauf

Shopify Automatisierung 2025: Von Flow Basics über Billbee/Lexoffice bis zur KI-Verkaufsberatung. Steigere Umsatz und spare Zeit mit diesem Guide.

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Lasse Lung
CEO & Co-Founder bei Qualimero
6. Januar 202618 Min. Lesezeit

Warum *Zeit sparen* 2025 nicht mehr ausreicht

Stell dir vor, du hättest einen Mitarbeiter, der nie schläft, nie krank wird, jede Bestellung in Millisekunden prüft und jeden Kunden persönlich berät – und das alles gleichzeitig. Das klingt nach einer Utopie? Im Jahr 2025 ist das die Realität erfolgreicher E-Commerce-Brands.

Die meisten Händler denken bei Shopify Automatisierung (oft auch als Shopify Automation bezeichnet) sofort an das Back-Office: Rechnungen, die automatisch an die Buchhaltung gesendet werden, oder Versandlabels, die sich wie von Geisterhand drucken. Das ist wichtig, keine Frage. Es ist das Fundament. Aber wer im Jahr 2025 stehen bleibt, verliert den Anschluss an die Konkurrenz.

Der wahre Wettbewerbsvorteil liegt heute nicht mehr nur darin, Kosten zu sparen (Effizienz), sondern Umsatz zu generieren (Wachstum). Während deine Konkurrenz noch damit beschäftigt ist, FAQ-Chatbots einzurichten, die Kunden mit Standardantworten frustrieren, beginnt eine neue Ära: Die Automatisierung der Verkaufsberatung. Ähnlich wie bei der Shopware Workflow Automatisierung revolutioniert KI auch bei Shopify die Art, wie Händler ihre Prozesse gestalten.

In diesem umfassenden Guide decken wir nicht nur die unverzichtbaren Basics von Shopify Flow und der Integration deutscher Tools wie Billbee und Lexoffice ab. Wir zeigen dir auch, wie du die Lücke zwischen technischer Prozessoptimierung und echter, umsatzsteigernder KI-Beratung schließt. Das Ziel: Dein Shop auf Autopilot – und gleichzeitig persönlicher als je zuvor.

Shopify Automatisierung: Fakten und Potenzial
80%
Automatisierungspotenzial

Der Anteil repetitiver E-Commerce-Aufgaben, die automatisiert werden können

24/7
Verfügbarkeit

KI-Verkaufsberater beraten Kunden rund um die Uhr ohne Pause

90%
Back-Office Fokus

Der Anteil aktueller Automatisierungen – das Front-Office bleibt ungenutzt

Teil 1: Die Grundlagen der Shopify Automatisierung

Bevor wir in komplexe KI-Szenarien eintauchen, müssen wir das Werkzeug verstehen, das Shopify zur mächtigsten E-Commerce-Plattform der Welt macht: Shopify Flow. Dieses Tool ist das Herzstück, wenn du Shopify Prozesse automatisieren möchtest.

Lange Zeit war dieses Tool nur den teuren Shopify Plus-Plänen vorbehalten. Doch die Spielregeln haben sich geändert. Laut dem Shopify Changelog ist Shopify Flow seit kurzem auch im Basic Plan verfügbar. Diese Information wird auch von Logbase bestätigt. Das ist ein Gamechanger für kleine und mittelständische Händler in Deutschland, da nun professionelle Automatisierung ohne teures Upgrade möglich ist.

Das Logik-Modell: Trigger, Condition, Action

Jede Automatisierung in Shopify, egal wie komplex, basiert auf einem einfachen Dreischritt. Wenn du dieses Prinzip verinnerlichst, kannst du fast jeden Prozess automatisieren. Das gleiche Prinzip findest du übrigens auch beim Shopware Flow Builder, was den Umstieg zwischen Plattformen erleichtert.

Das Trigger-Condition-Action Modell
1
Trigger (Auslöser)

Ein Ereignis findet statt – z.B. eine Bestellung wird aufgegeben oder der Lagerbestand sinkt unter einen Grenzwert

2
Condition (Bedingung)

Eine Weiche prüft Kriterien – z.B. Ist der Bestellwert über 100€? Kommt der Kunde aus Deutschland?

3
Action (Aktion)

Die automatische Reaktion – z.B. Kunde erhält VIP-Tag, E-Mail wird versendet oder Lager wird informiert

Konkrete Beispiele für jeden Schritt:

  • Trigger: Eine Bestellung wird aufgegeben (Order created) oder der Lagerbestand sinkt (Inventory quantity changed)
  • Condition: Ist der Bestellwert über 100€? Kommt der Kunde aus Deutschland? Hat der Kunde bereits mehr als 3 Bestellungen?
  • Action: Füge dem Kunden den Tag VIP hinzu, sende eine E-Mail an das Lager oder erstelle automatisch ein Support-Ticket

Teil 2: Operative Automatisierung – Die Must-Haves

Hier beginnt die Reise zur vollständigen Automatisierung Shopify. Diese Automatisierungen sind das absolute Minimum, um dein Team von stupider manueller Arbeit zu befreien und eine solide Basis für Wachstum zu schaffen.

Inventar-Management: Nie wieder Out-of-Stock Überraschungen

Nichts ist schlimmer als ein Kunde, der kauft, obwohl das Lager leer ist. Oder ein Bestseller, der ausverkauft ist, ohne dass du es merkst. Mit automatisiertem Inventar-Management gehören diese Probleme der Vergangenheit an.

Laut Shopify und Adnabu kannst du Produkte automatisch verstecken oder als Bald ausverkauft markieren, sobald der Bestand einen kritischen Wert erreicht.

Der Workflow für Inventar-Warnungen:

  1. Trigger: Inventarmenge ändert sich
  2. Condition: Inventar für Produktvariante X ist kleiner als 5
  3. Action 1: Sende eine Slack-Nachricht oder E-Mail an den Einkäufer mit der Aufforderung Nachbestellen!
  4. Action 2 (Optional): Verstecke das Produkt im Shop oder markiere es als Bald ausverkauft

Dieser einfache Flow verhindert Umsatzeinbußen durch Leerverkäufe und sorgt dafür, dass Bestseller immer verfügbar bleiben. Die Investition von 10 Minuten Setup kann dir tausende Euro an verlorenen Verkäufen sparen.

Risikomanagement: Betrug automatisch erkennen

Gerade im internationalen Versand oder bei teuren Produkten ist Betrug ein echtes Problem. Shopify bietet eine integrierte Risikoanalyse, aber du musst sie nutzbar machen. Wie GetVerdict und Kahunam berichten, kannst du Hochrisiko-Bestellungen automatisch zur Prüfung markieren oder sogar stornieren.

Der Workflow für Betrugsprävention:

  1. Trigger: Risikoanalyse der Bestellung abgeschlossen
  2. Condition: Risikostufe ist Hoch
  3. Action 1: Füge Tag Fraud-Check zur Bestellung hinzu
  4. Action 2: Sende eine interne Warn-E-Mail an den Support
  5. Action 3 (Aggressiv): Storniere die Bestellung automatisch und lagere die Artikel wieder ein
Shopify Flow Workflow für Inventar und Risikomanagement

Der DACH-Stack: Buchhaltung und Rechtssicherheit

Hier scheitern die meisten US-zentrierten Guides. In Deutschland reicht es nicht, eine Bestellung zu haben; du brauchst eine GoBD-konforme Rechnung, korrekte Steuersätze (OSS-Verfahren) und eine saubere Übergabe an die Buchhaltung. Ohne diese Grundlagen ist jede Shopify Automatisierung in Deutschland unvollständig.

Shopify allein ist hier oft nicht ausreichend. Die Lösung für den deutschen Markt ist eine Middleware wie Billbee, die zwischen Shopify und der Buchhaltung (z.B. Lexoffice oder DATEV) sitzt. Wie Pathway Solutions erklärt, vergibt Shopify Bestellnummern, aber keine fortlaufenden Rechnungsnummern nach deutschem Standard. Billbee generiert diese automatisch.

Warum diese Integration für deutsche Händler essenziell ist:

  • Rechnungsnummern: Shopify vergibt Bestellnummern, aber keine fortlaufenden Rechnungsnummern nach deutschem Standard – Billbee löst dieses Problem automatisch
  • GoBD-Konformität: Alle Rechnungen müssen den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entsprechen
  • OSS-Verfahren: Korrekte Steuersätze für EU-weite Verkäufe werden automatisch angewendet
  • Nahtlose Integration: Die Daten fließen direkt zum Steuerberater

Der komplette Automatisierungs-Workflow:

  1. Kunde bestellt in Shopify
  2. Billbee importiert die Bestellung automatisch (Trigger)
  3. Billbee erstellt die GoBD-konforme Rechnung und versendet sie per E-Mail an den Kunden (Action)
  4. Billbee übergibt den Datensatz an Lexoffice für den Steuerberater (Action)

Die Details zur Billbee-Lexoffice Integration findest du im Billbee Hilfecenter. Auch Lexware bietet umfangreiche Dokumentation zur Anbindung.

Teil 3: Marketing und Retention automatisieren

Nachdem der operative Betrieb reibungslos läuft, nutzen wir Automatisierung, um den Customer Lifetime Value (CLV) zu erhöhen. Hier geht es nicht mehr nur um Effizienz, sondern um aktives Wachstum deines Geschäfts.

VIP-Segmentierung für personalisierte Ansprache

Behandle nicht alle Kunden gleich. Ein Kunde, der zum fünften Mal bestellt, verdient eine andere Ansprache als ein Erstkäufer. Diese Differenzierung ist der Schlüssel zu höherer Kundenbindung und mehr Umsatz pro Kunde.

Wie HulkApps und Craftberry zeigen, ist automatisches Kunden-Tagging eine der effektivsten Automatisierungen für E-Commerce-Wachstum.

Der Workflow für VIP-Tagging:

  1. Trigger: Bestellung bezahlt
  2. Condition: Anzahl der Bestellungen des Kunden > 3 ODER Gesamtausgaben > 500€
  3. Action: Füge Kunden-Tag VIP hinzu

Was bringt dir dieses Tag konkret? Es kann in deinem E-Mail-Marketing-Tool (z.B. Klaviyo) genutzt werden, um diesem Segment exklusiven Zugang zu neuen Kollektionen, spezielle Rabatte oder Early-Access-Aktionen zu senden. VIP-Kunden haben typischerweise eine 3-5x höhere Conversion Rate bei personalisierten Angeboten.

Bewertungen und Social Proof automatisieren

Bewertungen sind die Währung des E-Commerce. Aber manuell nachzuhaken kostet Zeit und wird oft vergessen. Mit automatisierten Review-Anfragen sammelst du konstant wertvollen Social Proof.

Der Workflow für automatische Bewertungsanfragen:

  1. Trigger: Bestellung erfüllt (Fulfilled)
  2. Action 1: Warte 14 Tage (Wait Step) – genug Zeit für Lieferung und erste Nutzung
  3. Action 2: Sende E-Mail Wie gefällt dir dein Produkt? (via Shopify Email oder Review App)

Erweiterung für proaktiven Support: Wenn eine negative Bewertung eingeht (z.B. 1-2 Sterne), kann Shopify Flow automatisch ein Ticket in deinem Support-System (z.B. Gorgias oder Zendesk) erstellen. So kann dein Team sofort reagieren und den Kunden zurückgewinnen, bevor er zur Konkurrenz wechselt. Laut Medium ist diese Art der proaktiven Kundenrückgewinnung einer der größten ROI-Treiber im E-Commerce.

Für noch bessere Ergebnisse im Shopware Kundensupport findest du weitere Strategien zur Kundenbindung, die sich auch auf Shopify übertragen lassen.

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Teil 4: KI-Produktberatung als Wettbewerbsvorteil

Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Die bisherigen Schritte waren Pflicht. Jetzt kommt die Kür, mit der du dich 2025 von der Konkurrenz abhebst und echten Wettbewerbsvorteil aufbaust.

Das Problem: Die Support-Falle verstehen

Die meisten Händler nutzen Chatbots nur für den Support: Wo ist mein Paket?, Wie retourniere ich?. Das ist wichtig, aber es ist reaktiv. Es löst Probleme, die schon entstanden sind. Wenn du den Unterschied zwischen reaktivem Support und proaktiver Beratung verstehen möchtest, hilft dir unser KI-Mitarbeiter vergleichen Guide.

Das viel größere Problem ist jedoch die Analysis Paralysis (Entscheidungslähmung). Ein Kunde kommt auf deinen Shop, sieht 50 verschiedene Laufschuhe oder 20 Hautpflege-Sets, ist überfordert und geht. Kein Support-Bot der Welt rettet diesen Verkauf, weil der Kunde gar keine Frage hat – er ist einfach nur unentschlossen und braucht Orientierung.

Dieses Phänomen kennen wir alle aus dem stationären Einzelhandel: Der beste Verkäufer ist nicht der, der am Eingang steht und fragt Kann ich helfen?, sondern der, der erkennt, wann ein Kunde Beratung braucht, und dann die richtigen Fragen stellt.

Die Lösung: Proaktive Verkaufs-Automatisierung

Statt eines dummen FAQ-Bots setzen innovative Händler auf KI-Verkaufsberater. Diese agieren wie ein erfahrener Verkäufer im Einzelhandel – nur dass sie tausende Kunden gleichzeitig bedienen können. Die KI-Produktberatung steigert nachweislich Conversion Rates und Warenkorbwerte.

FeatureKlassischer Support BotKI Verkaufsberater (Neu)
ZielProbleme lösen (Kosten senken)Umsatz generieren (Wachstum)
InteraktionReaktiv: Wie kann ich helfen?Proaktiv: Suchst du X oder Y?
WissenStatische FAQs und TextbausteineTiefes Produktwissen und Kombinationen
TechnologieEntscheidungsbaum (Wenn-Dann)LLM / Generative KI (versteht Kontext)
SkalierungBegrenzt durch Regel-KomplexitätUnbegrenzt durch KI-Lernfähigkeit

Der fundamentale Unterschied liegt in der Zielsetzung: Während Support-Bots darauf ausgelegt sind, Kosten zu senken (weniger Support-Tickets), sind KI-Verkaufsberater darauf optimiert, Umsatz zu steigern (höhere Conversion, größere Warenkörbe). Das ist der Unterschied zwischen Front-Office und Back-Office Automatisierung.

Praxis-Beispiel: Der digitale Sommelier

Stell dir vor, du verkaufst Wein online. Ein komplexes Produkt, bei dem die meisten Kunden unsicher sind.

Ohne KI: Der Kunde filtert nach Rotwein und sieht 100 Flaschen. Er ist überfordert von Rebsorten, Jahrgängen und Regionen. Nach 5 Minuten frustriertem Scrollen verlässt er den Shop – ohne Kauf.

Mit KI-Verkaufsberatung:

  1. Trigger: Kunde verweilt länger als 30 Sekunden auf der Kategorie Rotwein ohne Produkt anzuklicken
  2. Action (KI): Ein dezentes Pop-up erscheint: Planst du ein Abendessen? Was gibt es zu essen?
  3. Kunde antwortet: Ja, es gibt Rindersteak.
  4. Action (KI): Die KI analysiert dein Inventar und empfiehlt nicht einfach irgendeinen Rotwein, sondern: Zu Rindersteak passt hervorragend unser 2019er Cabernet Sauvignon, da seine Tannine das Fett des Fleisches ausgleichen. Hier ist er: [Produkt-Link]

Das ist keine Zukunftsmusik. Tools wie Shopify Sidekick (für Händler-Insights) und spezialisierte Sales-AI-Apps entwickeln sich rasant in diese Richtung. Laut CXMToday und RetailTechInnovationHub expandiert Sidekick 2025 massiv in Europa und unterstützt nun auch Deutsch, was die Barriere für lokale Händler deutlich senkt.

Mehr zu den Möglichkeiten der KI-Produktberatung im Conversational Commerce findest du in unserem ausführlichen Guide.

KI-Verkaufsberater im Einsatz - digitaler Sommelier Beispiel

Teil 5: Die Tools-Landschaft im DACH-Raum

Um diese Strategie erfolgreich umzusetzen, brauchst du den richtigen Tech-Stack. Hier ist eine Empfehlung für deutsche Händler, die auf bewährte Tools und nahtlose Integration setzt.

Das Gehirn: Shopify Flow

Zweck: Verbindet alle Apps miteinander und bildet die zentrale Automatisierungs-Logik. Kostenlos verfügbar ab dem Basic Plan – ein enormer Vorteil gegenüber anderen Plattformen.

Einsatz: Inventar-Warnungen, Kunden-Tagging, interne Logik, Risikomanagement und Workflow-Orchestrierung. Flow ist der Klebstoff, der alle anderen Tools verbindet. Wer tiefer einsteigen möchte, findet im Shopify Help Center umfangreiche Dokumentation zu Triggern und Actions.

Die Buchhaltung: Billbee plus Lexoffice oder sevDesk

Zweck: Rechtssichere Rechnungsstellung und Buchhaltung nach deutschen Standards. Diese Kombination ist für jeden deutschen Shopify-Händler unverzichtbar.

Einsatz: Automatische Rechnungs-E-Mail an Kunden, fortlaufende Rechnungsnummern, Steuer-Export für den Steuerberater. Billbee ist hier der Goldstandard für Multichannel-Händler in Deutschland und verbindet auch Amazon, eBay und andere Marktplätze. Auf YouTube findest du zahlreiche Tutorials zur Einrichtung.

Das Marketing: Klaviyo

Zweck: E-Mail und SMS Automation für personalisierte Kundenkommunikation. Klaviyo ist die führende Marketing-Automation-Plattform für E-Commerce.

Einsatz: Nutzt die Tags aus Shopify Flow für segmentierte Kampagnen. VIP-Kunden erhalten andere E-Mails als Erstkäufer, Warenkorbabbrecher bekommen gezielte Reminder, und Post-Purchase-Flows erhöhen den Customer Lifetime Value.

Der Verkauf: KI-Verkaufsberatung

Zweck: On-Site Conversion Optimierung durch intelligente Produktberatung. Das ist der Bereich mit dem größten ungenutzten Potenzial im E-Commerce.

Einsatz: Führt den Kunden durch den Katalog, ähnlich wie ein Verkäufer im Laden. Beantwortet Produktfragen, gibt personalisierte Empfehlungen und reduziert die Entscheidungslähmung. Die Shopware API Automatisierung zeigt, wie solche Integrationen technisch umgesetzt werden können.

Die Automatisierungs-Pyramide für E-Commerce
1
Basis: Back-Office (Pflicht)

Rechnungen via Billbee, Inventar via Flow, Risikomanagement. Tools: Billbee, Lexoffice, Shopify Flow

2
Mitte: Marketing (Wachstum)

E-Mail-Automation, Review-Management, VIP-Segmentierung. Tools: Klaviyo, Shopify Email

3
Spitze: KI-Beratung (Skalierung)

Conversion-Optimierung durch intelligente Verkaufsberatung. Tools: KI-Verkaufsberater

Teil 6: DSGVO und Best Practices für Deutschland

Wer in Deutschland automatisiert, muss den Datenschutz mitdenken. Ein vollautomatisierter Shop, der abgemahnt wird, bringt keinen Gewinn. Die folgenden Punkte sind für jeden Händler im DACH-Raum Pflicht.

Server-Standort und Datenverarbeitung

Achte bei der Wahl deiner Automatisierungs-Apps (besonders bei KI-Tools) darauf, wo die Daten verarbeitet werden. Server in der EU sind immer vorzuziehen, da sie unter die DSGVO fallen und du keine zusätzlichen Vertragswerke für Drittlandtransfers benötigst.

Cookie Consent korrekt einrichten

Wenn du KI-Bots oder Tracking für Automatisierungen nutzt, müssen diese im Cookie-Banner (z.B. via Usercentrics oder Cookiebot) korrekt deklariert sein. Viele Automatisierungs-Tools setzen Cookies – ohne Einwilligung ist das ein Abmahnrisiko.

Transparenz bei KI-Kommunikation

Wenn eine KI mit dem Kunden spricht, sollte dies gekennzeichnet sein. Kunden schätzen Ehrlichkeit – eine Formulierung wie Ich bin dein virtueller Assistent schafft Vertrauen und erfüllt gleichzeitig die Transparenzanforderungen. Mehr dazu findest du in unserem KI Kundenservice Guide.

AV-Verträge abschließen

Schließe mit jedem Tool-Anbieter (Billbee, Klaviyo, etc.) einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AV-Vertrag) ab. Das ist in der Regel mit wenigen Klicks im Backend der jeweiligen Software möglich und schützt dich vor rechtlichen Konsequenzen.

DSGVO-konforme Shopify Automatisierung Checkliste

Fazit: Die Zukunft gehört der intelligenten Automatisierung

Zusammenfassend lässt sich Shopify Automatisierung als eine Pyramide betrachten, die du von unten nach oben aufbauen solltest:

  1. Basis (Fundament): Operative Prozesse wie Rechnungen via Billbee und Inventar via Flow. Ohne das bricht das Geschäft bei Skalierung zusammen.
  2. Mitte (Wachstum): Marketing-Automatisierung mit Klaviyo Flows und Review-Management. Das bringt Kunden zurück und erhöht den CLV.
  3. Spitze (Skalierung & Innovation): KI-Verkaufsberatung. Das erhöht die Conversion Rate der Besucher, die du bereits hast – ohne mehr Traffic kaufen zu müssen.

Die wichtigste Erkenntnis für 2025: Beginne unten. Stelle sicher, dass deine Rechnungen und dein Lagerbestand automatisiert laufen. Aber bleib dort nicht stehen. Der Markt ist voll von Shops, die funktionieren. Gewinnen werden die Shops, die ihre Kunden an die Hand nehmen und beraten – und dank KI ist das heute skalierbar für jeden möglich.

Während 90% der Händler sich noch auf Back-Office-Automatisierung konzentrieren, liegt die größte Chance im Front-Office: Bei der Beratung, beim Verkauf, bei der Conversion. Genau hier setzen innovative Lösungen für KI im Vertrieb an.

Laut RetailTimes ist die KI-Revolution im E-Commerce keine Frage des Ob, sondern des Wann. Die Händler, die jetzt in intelligente Automatisierung investieren, werden in 2-3 Jahren die Marktführer sein.

Bist du bereit, deinen Shop auf Autopilot zu schalten und gleichzeitig den Verkauf persönlicher zu gestalten? Starte heute mit deinem ersten Shopify Flow Workflow – und plane bereits für die nächste Stufe: KI-gestützte Verkaufsberatung.

Ja, seit der Änderung ist Shopify Flow auch im Basic Plan ohne Aufpreis verfügbar. Das war früher nur für Shopify Plus Kunden möglich und ist ein erheblicher Vorteil für kleine und mittelständische Händler, die professionelle Automatisierung ohne teures Upgrade nutzen möchten.

Für die meisten deutschen Händler ist Billbee oder eine vergleichbare Middleware stark empfohlen. Shopify allein erstellt keine fortlaufenden Rechnungsnummern nach deutschem Standard und die GoBD-Konformität ist ohne zusätzliche Tools schwer sicherzustellen. Billbee schließt diese Lücke und verbindet gleichzeitig mit deutscher Buchhaltungssoftware wie Lexoffice.

Ein klassischer Chatbot arbeitet reaktiv mit vordefinierten FAQs und beantwortet Support-Fragen wie Wo ist mein Paket?. Ein KI-Verkaufsberater hingegen agiert proaktiv, versteht Kontext durch moderne LLM-Technologie und berät Kunden aktiv bei der Produktauswahl – ähnlich einem Verkäufer im Laden. Das Ziel ist nicht Kostensenkung, sondern Umsatzsteigerung.

Du musst AV-Verträge mit allen Tool-Anbietern abschließen, Server-Standorte (idealerweise EU) prüfen, Cookie-Consent für Tracking korrekt einrichten und bei KI-Kommunikation transparent kennzeichnen, dass es sich um einen virtuellen Assistenten handelt. Ohne diese Maßnahmen riskierst du Abmahnungen.

Ja, aber nur wenn du über die reine Back-Office-Automatisierung hinausgehst. Operative Automatisierung spart Zeit und Kosten. Der echte Umsatz-Hebel liegt in der Front-Office-Automatisierung: KI-Verkaufsberatung, die Kunden durch den Kaufprozess führt, Entscheidungslähmung reduziert und personalisierte Empfehlungen gibt. Hier sind Conversion-Steigerungen von 20-40% möglich.

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