Shopware Pickware: Module, Kosten, Setup

Pickware ERP, WMS und POS im unabhängigen Test. Preise ab 99 EUR/Monat, Modulvergleich und Einrichtung für Shopware 6. Inkl. Preistabelle und FAQ.

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Kevin Lücke
CTO & Co-Founder bei Qualimero
24. März 2026Aktualisiert: 17. April 20268 Min. Lesezeit

Was ist Pickware?

Pickware ist eine native Warenwirtschaftslösung für Shopware, die ERP, WMS und POS direkt im Shop-Backend vereint. Statt externer Software mit fehleranfälligen Schnittstellen arbeitest du mit einer einzigen Datenbasis für Lager, Versand und Kassensystem.

Drei Module bilden das Gesamtsystem. ERP übernimmt Bestandsplanung, Einkauf und Retourenmanagement. WMS steuert die Kommissionierung über mobile Barcodescanner. POS verbindet stationäre Kassen mit dem Onlineshop in Echtzeit. Laut Pickware arbeiten alle drei Module direkt auf der Shopware-Datenbank, ohne separaten Connector oder Synchronisationsintervall.

Warum ist das relevant? Bei externen Warenwirtschaftssystemen muss nach jedem Shopware-Update geprüft werden, ob die Schnittstelle noch funktioniert. Connector-Wartung ist bei JTL oder Xentral ein ständiger Begleiter. Bei Pickware entfällt das komplett. Es gibt halt nur eine Datenbank, die Daten sind immer synchron, weil es keine Synchronisation braucht.

Im Shopware Store bewerten Nutzer das ERP-Modul mit 4,6 von 5 Sternen bei 38 Bewertungen, Stand April 2026. Shopware selbst listet Pickware als Preferred Technology Partner. Wer eine Shopware Warenwirtschaft ohne Schnittstellenrisiko sucht, findet mit Pickware den direktesten Weg.

Pickware ERP im Detail

Pickware ERP deckt Lagerverwaltung, Bestandsplanung, Einkauf, Retouren und DATEV-Export nativ in Shopware 6 ab. Die Preise starten bei 99 EUR/Monat für den Starter-Plan, der sich an Shops mit niedrigem Bestellvolumen richtet.

Pickware ERP: Funktionsübersicht
FunktionWas es leistet
LagerverwaltungMehrlager-Support, Mindestbestände, automatische Nachbestellvorschläge pro Produkt und Lager
BestandsplanungReorder-Points und berechnete Auffüllmenge als Differenz zwischen Maximalbestand und aktuellem Bestand
EinkaufLieferantenbestellungen direkt aus dem Shopware-Admin erstellen und nachverfolgen
RetourenStatusverfolgung, Bestandsrückbuchung, automatische Gutschriften
DATEV-ExportCSV-Export von Ausgangsrechnungen, Stornos und Korrekturen für den Steuerberater
RechnungenRechnungen direkt in Shopware erstellen, versenden und verwalten

Wie Shopware bestätigt, ist Pickware als Preferred Technology Partner eng in die Plattformentwicklung eingebunden. Neue Shopware-Versionen und Pickware-Releases werden aufeinander abgestimmt. Kompatibilitätsprobleme nach Updates? In der Praxis ja kaum ein Thema.

Ein Langzeitnutzer auf OMR Reviews fasst es so zusammen: "Seit fast 10 Jahren mit Pickware ERP und WMS, das System ist stabil, zuverlässig und praxisnah." Die Stabilität zeigt sich auch in den Zahlen: Laut MAC IT-Solutions senken integrierte ERP-Systeme die Fehlerquote bei der Kommissionierung von 2-5% auf unter 0,5%. Bei 1.000 monatlichen Aufträgen und 50 EUR Korrekturkosten pro Fehler spart das bereits 18.000 EUR jährlich.

Die Echtzeit-Bestandsdaten aus Pickware ERP bilden gleichzeitig die Grundlage für KI-gestützte Produktberatung, bei der Kunden nur tatsächlich verfügbare Produkte empfohlen werden. Wer die Shopware ERP Integration im breiteren Kontext verstehen will, findet dort den Vergleich verschiedener Anbindungsmodelle. Die Einordnung im gesamten Shopware ERP-Ökosystem liefert unser ERP-Übersichtsartikel.

Pickware WMS und POS

Pickware WMS steuert Lagerprozesse mit mobilen Barcodescannern und optimierten Laufwegen, während Pickware POS ein iPad-Kassensystem für stationären Handel mit Echtzeit-Bestandssync bietet. Beide Module ergänzen das ERP, lassen sich aber auch separat einsetzen.

WMS vs. POS: Modulvergleich
MerkmalPickware WMSPickware POS
ZielgruppeLager- und VersandteamsStationärer Einzelhandel
HardwareiOS-Geräte mit Barcodescanner-HülleiPad mit Bondrucker und Kartenleser
KernfunktionKommissionierung, Versand, InventurKassensystem, Omnichannel-Bestand
BestandssyncSofort bei ScanSofort bei Verkauf
Shopware Store Bewertung4,8/5 bei 12 Reviews4,3/5
Preis (Stand April 2026)ab 199 EUR/Lizenzab 89 EUR/Kasse

WMS reduziert Fehler im Lager messbar. Statt Papier-Picklisten führt die App den Mitarbeiter per Barcode-Scan zum richtigen Lagerplatz. Laut Pickware unterstützt das System chaotische Lagerhaltung: Produkte haben keinen festen Platz, das System merkt sich den Standort automatisch. Das spart Lagerfläche und verkürzt Laufwege, weil der nächste Artikel statt des zugewiesenen Platzes angesteuert wird.

POS wird für Omnichannel-Händler interessant. Verkaufst du im Laden eine Jacke, sinkt der Onlinebestand sofort. Kein Abgleichintervall, kein Overselling. Die TSE-konforme Kasse erfüllt die deutschen Anforderungen an elektronische Kassensysteme und unterstützt Kartenzahlung direkt.

Meine Einschätzung nach mehreren Kundenprojekten: WMS lohnt sich ab 20 bis 30 Paketen pro Tag. Unter diesem Volumen reicht die Standard-Kommissionierung im ERP-Modul. POS macht nur Sinn mit eigenem Ladengeschäft.

Pickware WMS Barcodescanner mit Lagerbestandsdaten in Shopware
WMS verbindet mobile Scanner im Lager mit der Shopware-Datenbank in Echtzeit.

Pickware Kosten und Preise

Pickware ERP kostet zwischen 99 und 1.069 EUR monatlich, abhängig vom gewählten Paket und Bestellvolumen. WMS liegt bei 199 EUR pro Lizenz, POS bei 89 EUR pro Kasse. Alle Module bieten eine kostenlose 30-Tage-Testphase, Stand April 2026.

Pickware Preisübersicht (Stand April 2026)
ModulPreis/MonatZielgruppe
ERP Starterab 99 EURShops mit geringem Bestellvolumen
ERP Professionalab 299 EURWachsende Shops, inkl. Telefon-Support
ERP Enterpriseab 1.069 EURHigh-Volume-Händler, Priority-Support
WMS199 EUR/LizenzLager- und Versandteams
POS89 EUR/KasseStationärer Einzelhandel

Seit Februar 2026 gilt für WMS-Neukunden der aktualisierte Preis von 199 EUR pro Lizenz (Shopware Store). Bestandskunden behalten ihren alten Tarif. Dazu kommen einmalige Hardware-Kosten: Scanner-Hüllen für iOS-Geräte, iPads für POS, Bondrucker. Rechne mit 500 bis 1.500 EUR pro Arbeitsplatz.

Lohnt sich das? Laut Shopware Store erreichen die meisten Händler den ROI innerhalb von 2 bis 3 Monaten durch Zeitersparnis und weniger Kommissionierungsfehler. Mein Einwand: Für Shops unter 50 Bestellungen pro Monat ist selbst das ERP-Starter-Paket grenzwertig. Da reicht oft die Shopware-eigene Bestandsverwaltung ohne Plugin.

Pickware einrichten

Die Einrichtung läuft über den Shopware Store: Plugin kaufen, installieren, Pickware-Account anlegen und Lagerstrukturen definieren. Die Grundkonfiguration dauert je nach Sortimentsgröße ein bis vier Stunden.

  1. Pickware ERP im Shopware Store kaufen und als Plugin installieren
  2. Pickware-Account erstellen und mit deinem Shopware-6-Shop verknüpfen
  3. Lager anlegen, Lagerplätze definieren (relevant für WMS-Nutzer)
  4. Bestände importieren oder manuell erfassen, Mindestbestände und Reorder-Points konfigurieren

Typische Stolperfalle: Unvollständige Produktdaten blockieren den Import. Wer keine sauberen EAN-Codes und Lieferanten-IDs pflegt, wird bei der WMS-Einrichtung Probleme bekommen. In unseren Projekten sehen wir das bei jedem dritten Setup. Nervt, ist aber mit einer sauberen Datenvorbereitung vermeidbar.

Migrierst du von einem externen ERP, plane 2 bis 3 Tage für den Datenabgleich ein. Die Migration von Shopware 5 auf 6 inklusive Pickware dokumentiert das Pickware Helpcenter Schritt für Schritt. Für die Shopware ERP Anbindung im Allgemeinen haben wir einen eigenen Guide mit Vergleich der Anbindungsmodelle erstellt.

Pickware Alternativen

Die wichtigsten Pickware-Alternativen für Shopware sind JTL-Wawi, Xentral und Lexware. Jede Lösung hat eigene Stärken bei Preis, Funktionsumfang und Integrationstiefe.

Pickware vs. JTL vs. Xentral: Kurzvergleich
KriteriumPickwareJTL-WawiXentral
IntegrationNativ in ShopwareÜber ConnectorÜber API
Einstiegspreis99 EUR/MonatKostenlos (Basis)ab 99 EUR/Monat
StärkeKein SchnittstellenrisikoMultichannel (Amazon, eBay)Breiter Funktionsumfang mit CRM
SchwächeNur Shopware und ShopifyConnector-Wartung bei UpdatesKomplexere Einrichtung

Wann Pickware nicht passt: Wenn du primär über Amazon und eBay verkaufst und den eigenen Shop nebenbei betreibst, fehlt Pickware die Multichannel-Tiefe. JTL ist dort stärker. Brauchst du ein All-in-One-ERP mit CRM und Buchhaltung, bietet Xentral eben mehr. Den ausführlichen Vergleich mit Testdaten findest du in unserem Pickware vs JTL vs Xentral Guide.

Pickware und KI-Beratung kombinieren

Pickware optimiert die Logistik hinter deinem Shop, aber die Conversion passiert im Kundenkontakt. KI-Mitarbeiter ergänzen Pickware, indem sie Bestandsdaten in Echtzeit nutzen, um Kunden das passende Produkt zu empfehlen.

Die Shopware Händlerumfrage 2026 mit 360 befragten Händlern belegt den Trend klar: "44 Prozent investieren gezielt in Künstliche Intelligenz, 47 Prozent planen Investitionen in Digitalisierung und IT." ERP-Daten allein sind ja wertlos, wenn sie nicht für die Kundeninteraktion genutzt werden.

Konkretes Beispiel: Rasendoktor, ein Online-Fachhändler für professionelle Rasenpflege, setzt einen KI-Mitarbeiter für die Produktberatung ein. 16x ROI, 100% Automatisierung der Webchat-Anfragen. Der KI-Mitarbeiter greift auf Produktdaten und Verfügbarkeiten zu, empfiehlt nur lieferbare Artikel und berät zu Anwendungsszenarien. Für Pickware-Nutzer heißt das: Dein Bestand ist in Echtzeit korrekt, also kann eine KI darauf aufbauend verlässliche Empfehlungen geben.

KI-Beratung ergänzt Pickware-Logistik
44%
KI-Investitionen geplant

der Shopware-Händler laut Händlerumfrage 2026

16x
ROI

KI-Produktberatung bei Rasendoktor

+35%
Warenkorbwert

durch KI-gestützte Produktempfehlungen

100%
Automatisierung

der Webchat-Anfragen bei Rasendoktor

Wie KI-Produktberatung konkret funktioniert und was sie für die Conversion bringt, zeigen wir auf unserer Übersichtsseite.

KI-Produktberatung nutzt Echtzeit-Bestandsdaten aus Pickware für Empfehlungen
KI-Mitarbeiter nutzen Pickware-Bestandsdaten für verlässliche Produktempfehlungen in Echtzeit.

Häufige Fragen zu Shopware Pickware

Pickware ERP startet bei 99 EUR/Monat (Starter). WMS kostet 199 EUR pro Lizenz, POS 89 EUR pro Kasse, Stand April 2026. Alle Module bieten eine kostenlose 30-Tage-Testphase.

Ja, Pickware ist speziell für Shopware 6 entwickelt und als Preferred Technology Partner direkt in die Plattformentwicklung eingebunden. Die Migration von Shopware 5 auf 6 dokumentiert das Pickware Helpcenter Schritt für Schritt.

ERP verwaltet Bestände, Einkauf und Retouren im Shopware-Admin. WMS ergänzt das um mobile Kommissionierung mit Barcodescannern im Lager. ERP ist die Basis, WMS die Lager-Erweiterung für Teams mit höherem Versandvolumen.

Technisch möglich, praktisch nicht empfehlenswert. Der Parallelbetrieb führt zu Datenkonflikten bei Beständen und doppelter Wartung. Die Entscheidung lautet: Pickware nativ oder JTL über Connector.

Mehr Umsatz aus deinem Shopware-Bestand

Pickware sorgt für korrekte Bestände. Ein KI-Mitarbeiter macht daraus Verkäufe. Unsere Kunden steigern den Warenkorbwert um bis zu 35%.

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Über den Autor
Kevin Lücke
Kevin Lücke
CTO & Co-Founder · Qualimero

Kevin ist CTO und Mitgründer von Qualimero. Als KI-Architekt mit über 15 Jahren Erfahrung als CTO und CPO in der Tech-Branche entwirft er die KI-Systeme, die bei Qualimeros Kunden täglich zehntausende Kundeninteraktionen automatisieren — zuverlässig, sicher und skalierbar.

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