Executive Summary: Die Compliance-Wende 2025
Das Thema Shopify rechtssicher ist für Händler im DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) ein Dauerbrenner, doch 2025 ändern sich die Spielregeln grundlegend. Während die meisten Händler noch damit beschäftigt sind, ihr Shopify Impressum und die Cookie-Banner zu optimieren, rollt eine neue Welle an Regularien auf den E-Commerce zu.
Die Analyse der aktuellen Rechtslage zeigt deutlich: Es reicht nicht mehr, nur statische Rechtstexte zu pflegen. Zwei massive Veränderungen prägen das Jahr 2025 und darüber hinaus:
- Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG): Ab Juni 2025 müssen viele Online-Shops laut bfsg-gesetz.de für Menschen mit Behinderungen uneingeschränkt nutzbar sein.
- Der EU AI Act: Wer Chatbots, dynamische Produktberatung oder KI-generierte Inhalte nutzt, muss laut casoon.de neue Transparenzpflichten erfüllen.
Dieser Guide führt dich nicht nur durch die klassischen Pflichten (Impressum, Shopify AGB, Button-Lösung), sondern macht deinen Shop fit für die Ära des Modern Commerce – inklusive KI-Compliance und Barrierefreiheit. Dabei berücksichtigen wir auch die neuesten Entwicklungen im Bereich KI im E-Commerce, die für rechtssichere Shops unverzichtbar geworden sind.
Warum 2025 das Jahr der Compliance-Wende ist
Shopify Abmahnungen sind die größte Angst deutscher Online-Händler. Ein falsches Wort im Impressum oder ein fehlender Link zur OS-Plattform konnten in der Vergangenheit bereits teuer werden. Doch 2025 verschiebt sich der Fokus dramatisch. Es reicht nicht mehr, nur ein Impressum zu haben.
Wer Automatisierung, KI-Tools (wie ChatGPT-Wrapper für den Kundensupport) oder dynamische Preisgestaltungen nutzt, braucht neue Sicherheitsnetze. Die Technologie entwickelt sich schneller als viele Händler ihre AGB anpassen können. Gleichzeitig zieht der Gesetzgeber mit dem EU AI Act und dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz die Zügel an.
Dieser Artikel ist dein Fahrplan. Wir decken die Basics ab, damit du für das Haupt-Keyword Shopify rechtssicher optimal aufgestellt bist, pivotieren dann aber schnell zu den Themen, die deine Konkurrenz noch gar nicht auf dem Schirm hat: Wie betreibe ich einen KI-Chatbot, ohne abgemahnt zu werden? Die Antwort darauf findest du insbesondere im Kontext der aktiven Produktberatung, die moderne Shops heute einsetzen.
Impressum, AGB, Datenschutz, Widerruf – das Fundament jedes rechtssicheren Shops
Double Opt-in, Steueranzeige, Grundpreise, Button-Beschriftung, Consent Mode v2
Transparenzpflichten, Audit Logs, Conversational Consent, BFSG-Konformität
Die Basis: Pflichttexte & Einstellungen
Bevor wir uns den komplexen KI-Themen widmen, müssen wir das Fundament gießen. Ohne diese Heilige Dreifaltigkeit der Rechtstexte ist jeder deutsche Shopify-Store angreifbar. Diese Grundlagen sind unverzichtbar, wenn du deinen Shopify Shop rechtssicher betreiben willst.
Die vier unverzichtbaren Rechtstexte
Jeder Shop in Deutschland benötigt zwingend eigene Seiten für diese vier essentiellen Dokumente:
- Shopify Impressum: Anbieterkennzeichnung nach § 5 TMG mit vollständigen Kontaktdaten, Handelsregisternummer und USt-IdNr.
- Datenschutzerklärung: Nach Shopify DSGVO-Vorgaben (inkl. genauer Auflistung aller Tracking-Tools, Cookies und Drittanbieter).
- Allgemeine Geschäftsbedingungen (Shopify AGB): Das vollständige Regelwerk deines Shops für Vertragsabschlüsse.
- Widerrufsbelehrung: Inklusive Muster-Widerrufsformular gemäß den gesetzlichen Anforderungen.
Technische Umsetzung im Shopify Backend
Shopify macht es dir hier relativ einfach, aber du musst wissen, wo du klicken musst. Die korrekte Einrichtung ist entscheidend, um eine Shopify Abmahnung zu vermeiden:
- Gehe im Admin-Bereich zu Einstellungen > Richtlinien.
- Füge dort deine Texte in die entsprechenden Felder ein. Pro-Tipp: Nutze keine PDFs. Der Text muss direkt auf der HTML-Seite lesbar und durchsuchbar sein.
- Verlinke diese Seiten prominent im Footer (Fußzeile) und im Checkout.
- Überprüfe regelmäßig, ob alle Links funktionieren und die Texte aktuell sind.
Checkboxen im Checkout korrekt einrichten
In Deutschland ist es üblich und oft notwendig, dass Kunden die AGB und die Widerrufsbelehrung vor dem Kauf aktiv zur Kenntnis nehmen. Diese Einstellung ist für die Shopify DSGVO Konformität besonders wichtig:
- Gehe zu Einstellungen > Checkout.
- Aktiviere unter Bestellabwicklung die Option: Bestätigungsschritt erforderlich.
- Stelle sicher, dass die Checkbox-Texte korrekt auf die Rechtstexte verlinken.
Die Button-Lösung: Der klassische Abmahn-Klassiker
Ein Thema, das seit über einem Jahrzehnt relevant ist und dennoch 2025 immer noch falsch gemacht wird, ist die Beschriftung des Kaufen-Buttons. Diese scheinbar kleine Einstellung hat schon unzählige Shopify Abmahnungen verursacht.
Das Problem: Warum 'Kaufen' nicht ausreicht
Nach § 312j BGB muss der Verbraucher ausdrücklich bestätigen, dass er sich zu einer Zahlung verpflichtet. Eine Beschriftung wie Anmelden, Weiter oder nur Bestellen ist laut it-recht-kanzlei.de nicht zulässig und führt dazu, dass kein wirksamer Vertrag zustande kommt.
Selbst das Wort Kaufen wird von einigen Gerichten als kritisch oder zumindest risikobehaftet angesehen, da es nicht eindeutig genug auf die Zahlungspflicht hinweist, obwohl es im allgemeinen Sprachgebrauch klar scheint. Laut ihkhub-koblenz.de ist die explizite Formulierung daher immer vorzuziehen.
Die Lösung: Zahlungspflichtig bestellen
Um deinen Shopify Shop rechtssicher zu gestalten, musst du den Text des finalen Buttons im Checkout ändern. Die sicherste Formulierung in Deutschland lautet:
Schritt-für-Schritt: Button-Text in Shopify ändern
- Gehe zu Vertriebskanäle > Online Store > Themes.
- Klicke auf die drei Punkte `...` neben deinem aktuellen Theme und wähle Standardinhalte des Themes bearbeiten (Edit default theme content).
- Suche in der Suchleiste nach Checkout & System.
- Filtere oder suche direkt nach Pay now button label oder Kaufen.
- Ändere den Text in Zahlungspflichtig bestellen.
- Speichere die Änderungen ab.

Preise, Steuern & Omnibus-Richtlinie
Die korrekte Preisauszeichnung ist ein Minenfeld für jeden Shop-Betreiber. Hier greift die Preisangabenverordnung (PAngV) und seit kurzem die Omnibus-Richtlinie, die Streichpreise reguliert. Fehler in diesem Bereich führen häufig zu einer Shopify Abmahnung.
Mehrwertsteuer und Versandkosten korrekt anzeigen
In Deutschland muss beim Preis immer stehen: inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten. Diese Information muss für den Kunden klar ersichtlich sein, bevor er ein Produkt in den Warenkorb legt.
- Shopify-Einstellung: Aktiviere unter Einstellungen > Steuern und Zollgebühre die Checkbox Alle Preise inkl. Steuern anzeigen.
- Stelle sicher, dass dein Theme den Hinweis inkl. MwSt. und den Link zu den Versandkosten direkt unter oder neben dem Produktpreis anzeigt.
- Dies erfordert oft eine kleine Anpassung im Theme-Code oder den Spracheinstellungen.
Grundpreise (Base Price) richtig angeben
Verkaufst du Kaffee, Shampoo oder Stoffe? Dann musst du den Grundpreis (Preis pro 1kg, 100g, 1 Liter etc.) angeben. Seit Mai 2022 (Omnibus) müssen Grundpreise laut hochhardt.de in der Regel auf 1 Kilogramm oder 1 Liter bezogen sein, es sei denn, die Nennfüllmenge beträgt weniger als 250g/ml.
In Shopify nutzt du dafür die native Funktion Grundpreis im Produkt-Backend. Fülle die Felder für Einheit und Referenzeinheit korrekt aus. Laut etailer.de ist die korrekte Grundpreisangabe eine der häufigsten Abmahnfallen.
Streichpreise und die 30-Tage-Regel
Wenn du mit Rabatten wirbst (z.B. Statt 50€ nur 30€), musst du aufpassen. Die Omnibus-Richtlinie schreibt laut haendlerbund.de vor, dass der gestrichene Preis der niedrigste Preis der letzten 30 Tage vor der Preisermäßigung sein muss.
- Das Risiko: Du darfst den Preis nicht kurz vor dem Black Friday künstlich anheben, um dann einen riesigen Rabatt zu suggerieren.
- Die Praxis: Dokumentiere deine Preisänderungen sorgfältig. Apps, die automatische Rabatte anzeigen, müssen so konfiguriert sein, dass sie diese 30-Tage-Regel berücksichtigen.
- Die Konsequenz: Ein Verstoß hiergegen ist laut ecommerce-berater.eu ein gefundenes Fressen für Wettbewerbsverbände.
DSGVO & Cookies: Consent Mode v2 ist Pflicht
Das Thema Shopify DSGVO geht weit über das bloße Vorhandensein einer Datenschutzerklärung hinaus. 2024/2025 steht alles im Zeichen des Google Consent Mode v2. Diese Anforderungen gelten gleichermaßen für alle Shop-Systeme – auch wenn du dich zwischen verschiedenen Plattformen entscheidest, wie unser Vergleich KI definiert Entscheidung neu zeigt.
Warum der alte Cookie-Banner nicht mehr reicht
Früher reichte es, Cookies zu blockieren, bis der Nutzer OK klickt. Heute verlangen große Werbeplattformen wie Google, dass der Consent-Status (Zustimmungsstatus) technisch sauber übermittelt wird. Seit März 2024 ist der Google Consent Mode v2 laut customerlabs.com für alle Händler verpflichtend, die Google Ads im EWR (Europäischer Wirtschaftsraum) schalten und Zielgruppen (Remarketing) nutzen wollen.
| Ohne Consent Mode v2 | Mit Consent Mode v2 |
|---|---|
| Google Ads kann keine Conversions mehr sauber messen | Consent-Status wird technisch sauber an Google übermittelt |
| Remarketing-Listen füllen sich nicht mehr | Bei Ablehnung nutzt Google KI-Modellierung für Datenlücken |
| Massive Verluste bei der Werbeeffizienz | Datenschutzkonform bei voller Werbefunktionalität |
| Risiko von DSGVO-Verstößen | Compliance mit EU-Datenschutzrecht gewährleistet |
Mit Consent Mode v2 sendet dein Cookie-Banner Signale an Google (Nutzer hat zugestimmt oder Nutzer hat abgelehnt). Bei Ablehnung nutzt Google laut secureprivacy.ai KI-Modellierung, um verlorene Datenlücken zu schließen, ohne die Privatsphäre zu verletzen.
Umsetzung der DSGVO-Konformität in Shopify
Nutze eine zertifizierte Consent Management Platform (CMP), die den Consent Mode v2 unterstützt. Beliebte Apps für die Shopify DSGVO Konformität sind:
- Consentmo (ehemals GDPR/CCPA Compliance Manager) – laut consentmo.com eine der meistgenutzten Lösungen.
- Pandectes – bietet laut pandectes.io umfassende DSGVO-Tools.
- Usercentrics – oft über Agenturen integriert, enterprise-fähig.
Für Shops, die auch Newsletter-Marketing betreiben, ist die Einrichtung DSGVO-konformer Newsletter ein weiterer wichtiger Compliance-Baustein. Auch hier gelten strenge Anforderungen an Einwilligung und Dokumentation.
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG): Juni 2025
Hier kommt der Elefant im Raum, den viele Händler noch ignorieren. Ab dem 28. Juni 2025 tritt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) laut eshop-guide.de in Kraft. Dies ist neben der DSGVO die nächste große Compliance-Hürde für Shopify rechtssicher.
Wen betrifft das BFSG?
Das Gesetz gilt für Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr, die sich an Verbraucher (B2C) richten. Das schließt Online-Shops laut ihk.de explizit ein.
Die konkreten BFSG-Anforderungen
Dein Shop muss nach WCAG 2.1 Level AA Standards zugänglich sein. Laut pictibe.de bedeutet das konkret:
- Tastaturnavigation: Der gesamte Checkout muss ohne Maus bedienbar sein.
- Kontraste: Textfarben müssen sich deutlich vom Hintergrund abheben (mindestens 4,5:1 für normalen Text).
- Alt-Texte: Alle Produktbilder benötigen beschreibende Alternativtexte für Screenreader.
- Verständlichkeit: Fehlermeldungen im Formular (z.B. E-Mail fehlt) müssen klar und deutlich sein.
- Fokus-Indikatoren: Interaktive Elemente müssen bei Tastaturnavigation sichtbar hervorgehoben werden.
Handlungsempfehlung: Teste dein Theme jetzt schon mit Tools wie Google Lighthouse oder WAVE, um Probleme zu identifizieren. Viele moderne Shopify 2.0 Themes sind bereits gut vorbereitet, aber individuelle Anpassungen (Custom Code) zerstören oft die Barrierefreiheit.
Ab diesem Datum müssen betroffene Shops barrierefrei sein
Kleinstunternehmen unter 10 Beschäftigten sind ausgenommen
Maximaler Jahresumsatz für die Kleinstunternehmer-Ausnahme
Der technische Standard für barrierefreie Websites
Rechtssicherheit bei KI & Produktberatung 2025
Dies ist der Abschnitt, der deinen Shop von der Masse abhebt. Während andere noch Cookies sortieren, integrierst du KI – aber rechtssicher. Der EU AI Act (KI-Verordnung) bringt ab 2025 neue Pflichten für Händler, die für eine DSGVO-konforme Produktberatung unerlässlich sind. Dies ist dein Blue Ocean – ein Bereich, den deine Konkurrenz noch vollständig ignoriert.
Der EU AI Act für Shop-Betreiber: Transparenzpflicht
Ab August 2026 (für manche Systeme früher) greifen laut haerting.de die Transparenzpflichten für KI-Systeme, die mit Menschen interagieren (Art. 50 AI Act). Diese Regelungen sind Teil des umfassenden EU AI Act, der die KI-Nutzung in Europa grundlegend reguliert.
Das Szenario: Du nutzt einen Chatbot (z.B. Shopify Inbox mit KI-Features oder einen GPT-Wrapper), der Kundenfragen beantwortet. Die Pflicht: Der Nutzer muss laut veribot.de wissen, dass er mit einer KI spricht. Es darf nicht der Eindruck entstehen, am anderen Ende säße ein Mensch.
Beratungshaftung: Wenn die KI halluziniert
Was passiert, wenn dein KI-Bot einem Kunden verspricht: Ja, dieses Handy ist zu 100% wasserdicht bis 50 Meter, obwohl es das nicht ist? Der Kunde kauft, das Handy geht kaputt. Du als Händler haftest. Genau hier zeigt sich der Unterschied zwischen KI-Strategien für Kundenservice und unkontrollierten ChatGPT-Wrappern.
KI-Halluzinationen (falsche Fakten) sind laut technology-academy.group ein reales Risiko. Du kannst dich laut haerting.de nicht darauf berufen, dass die KI das gesagt hat. Nach BGB musst du dir das Verhalten deiner Gehilfen (auch digitaler Art) zurechnen lassen.
Schutzmaßnahmen gegen KI-Haftungsrisiken
- Audit Logs: Nutze KI-Tools, die jeden Chatverlauf speichern und durchsuchbar machen. So kannst du im Streitfall nachvollziehen, was versprochen wurde.
- Human-in-the-Loop: Lass kritische Entscheidungen (z.B. Kulanz, teure Produktempfehlungen) nicht vollautomatisch durchlaufen, sondern an einen Menschen übergeben.
- Disclaimer in AGB: Nimm (nach anwaltlicher Prüfung) Klauseln auf, die darauf hinweisen, dass automatisierte Produktberatungen unverbindlich sind und die Produktbeschreibung auf der Detailseite maßgeblich ist.
- Kontrollierte Wissensbasis: Verwende KI-Systeme, die nur auf deine geprüften Produktdaten zugreifen, nicht auf das gesamte Internet.

| Merkmal | Standard Chatbot | Rechtssicherer KI-Berater |
|---|---|---|
| Daten-Hosting | US-Server (DSGVO-Risiko) | EU-Server (DSGVO-konform) |
| Halluzinations-Risiko | Hoch (unkontrolliert) | Kontrolliert (eigene Wissensbasis) |
| Audit Log | Keine Dokumentation | Vollständige Gesprächsprotokolle |
| Transparenz | Unklar ob KI | Klar als KI gekennzeichnet |
| Haftungsschutz | Nicht vorhanden | Durch Dokumentation abgesichert |
Datenverarbeitung im Chat: Conversational Consent
Viele Händler machen den Fehler, Kundendaten aus dem Chat einfach in ChatGPT (OpenAI USA) zu kopieren. Das ist laut sbs-legal.de ein massiver DSGVO-Verstoß, wenn keine Einwilligung vorliegt und kein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) besteht. Für professionelle Lösungen schau dir die Angebote im Bereich Conversational AI im DACH-Markt an.
Best Practice *Conversational Consent*: Hole die Einwilligung zur Datenverarbeitung im Chat ein, bevor die KI personenbezogene Daten verarbeitet. Dies ist ein Konzept, das über den klassischen Cookie-Banner hinausgeht:
- Bot: 'Um dir meine beste Empfehlung zu geben, muss ich deine Hauttyp-Daten analysieren. Ist das okay für dich?'
- Kunde: 'Ja.'
- Ergebnis: Dokumentierte Einwilligung, rechtssichere Verarbeitung, Vertrauensaufbau.
Dies schafft Vertrauen und rechtliche Sicherheit jenseits des bloßen Cookie-Banners. Eine KI Produktberatung, die diese Standards erfüllt, ist nicht nur rechtssicher, sondern überzeugt auch anspruchsvolle Kunden.
Unsere KI-Lösung wurde mit Privacy by Design entwickelt – EU-Hosting, vollständige Audit Logs und transparente Kennzeichnung sind bereits eingebaut. Teste jetzt, wie du deine Conversion steigerst, ohne Compliance-Risiken einzugehen.
Kostenlos testenHäufige Abmahnfallen und wie du sie vermeidest
Neben den großen Themen gibt es Dauerbrenner, die 2025 immer noch Geld kosten und regelmäßig zu einer Shopify Abmahnung führen. Diese klassischen Fehler solltest du unbedingt vermeiden:
Google Fonts lokal einbinden
Lade Google Fonts niemals direkt von den Google-Servern. Das überträgt die IP-Adresse des Besuchers in die USA ohne Einwilligung – ein klarer DSGVO-Verstoß, der bereits zu Abmahnwellen geführt hat.
Lösung: Lade die Schriftarten herunter und binde sie lokal in dein Shopify-Theme ein (Assets-Ordner) oder nutze Apps, die das automatisch tun. Viele moderne Shopify-Themes bieten diese Option bereits in den Einstellungen an.
Newsletter Double-Opt-In (DOI)
In Deutschland darfst du keine Newsletter versenden, ohne dass der Empfänger seine E-Mail-Adresse bestätigt hat (Klick auf Bestätigungslink). Das Double-Opt-In-Verfahren ist Pflicht.
Shopify-Einstellung: Aktiviere unter Einstellungen > Benachrichtigungen die Option Kunden müssen ihr Abonnement bestätigen. Für fortgeschrittene AI-Strategien für Kundenbindung ist ein sauberes Newsletter-Setup die Grundlage.
Fehlende Kennzeichnung von KI-generierten Bildern
Wenn du Produktbilder komplett durch KI generierst (z.B. Midjourney, DALL-E), solltest du dies transparent machen, um Vorwürfe der Irreführung (UWG) zu vermeiden, insbesondere wenn das Produkt in der Realität anders aussieht. Diese neue Abmahnfalle wird ab 2025 immer relevanter.
- Lifestyle-Bilder: Wenn KI-generierte Szenen gezeigt werden, ist eine Kennzeichnung empfehlenswert.
- Produktdarstellungen: Bei reinen Produktfotos, die per KI erstellt wurden, ist Transparenz besonders wichtig.
- Mockups: Auch virtuelle Produktvorstellungen sollten als solche erkennbar sein.
Weitere klassische Abmahnfallen im Überblick
| Abmahnfalle | Problem | Lösung |
|---|---|---|
| Fehlende OS-Plattform | Link zur EU-Streitbeilegung fehlt | Link im Footer und Impressum ergänzen |
| Falsches Widerrufsrecht | 14-Tage-Frist falsch berechnet | Aktuelle Rechtstexte vom Anbieter nutzen |
| Fehlende Versandkosten-Info | Versandkosten nicht vor Warenkorb sichtbar | Info unter jedem Produktpreis anzeigen |
| Unlautere Werbung | Irreführende Rabattaktionen | 30-Tage-Regel für Streichpreise beachten |
| Datenschutz-Fehler | Tracking ohne Consent | CMP mit Consent Mode v2 implementieren |

Checkliste: Ist dein Shop bereit für die Zukunft?
Nutze diese umfassende Tabelle, um deinen Status Quo zu prüfen. Ein Shopify rechtssicher zu machen erfordert die Beachtung aller Punkte – sowohl der klassischen Anforderungen als auch der neuen KI-bezogenen Pflichten.
| Bereich | Prüfung | Status |
|---|---|---|
| Basis: Rechtstexte | Impressum, AGB, Datenschutz, Widerruf sind aktuell & anwaltlich geprüft? | ⬜ |
| Checkout | Button heißt 'Zahlungspflichtig bestellen'? | ⬜ |
| Preise (PAngV) | Grundpreise (1kg/1l) korrekt angegeben? | ⬜ |
| Preise (Omnibus) | Streichpreise beachten die 30-Tage-Regel? | ⬜ |
| Tracking (DSGVO) | Consent Mode v2 ist aktiv implementiert? | ⬜ |
| Tracking (Cookies) | Cookie-Banner blockiert alles vor Zustimmung? | ⬜ |
| Fonts | Google Fonts lokal eingebunden (nicht von Google-Servern)? | ⬜ |
| Newsletter | Double-Opt-In ist aktiviert? | ⬜ |
| Barrierefreiheit | Tastaturnavigation im gesamten Shop möglich? | ⬜ |
| Barrierefreiheit | Alt-Texte für alle Produktbilder gepflegt? | ⬜ |
| KI: Transparenz | Chatbot ist als KI gekennzeichnet? | ⬜ |
| KI: Daten | Chat-Daten werden DSGVO-konform verarbeitet (EU-Server)? | ⬜ |
| KI: Haftung | Audit Logs für Chatverläufe aktiviert? | ⬜ |
| KI: AGB | Disclaimer für automatisierte Beratung in AGB aufgenommen? | ⬜ |
Diese Checkliste solltest du regelmäßig durchgehen – idealerweise quartalsweise oder bei jeder größeren Änderung an deinem Shop. Für Shops, die KI-Beratung im E-Commerce einsetzen, sind die KI-spezifischen Punkte besonders relevant.
Fazit: Compliance als Wettbewerbsvorteil
Shopify rechtssicher zu betreiben, ist 2025 keine einmalige Aufgabe mehr, sondern ein fortlaufender Prozess. Die Zeiten, in denen man einmalig Texte vom Anwalt kopierte und dann fünf Jahre Ruhe hatte, sind endgültig vorbei.
Der EU AI Act und das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz zwingen Händler dazu, ihren Shop nicht nur juristisch, sondern auch technisch sauber zu halten. Wer jetzt handelt – insbesondere bei der Kennzeichnung von KI-Bots und der Barrierefreiheit – schützt sich nicht nur vor Abmahnungen, sondern baut Vertrauen bei einer immer kritischeren Kundschaft auf.
Unser Tipp: Sieh Compliance nicht als Bremse, sondern als Qualitätsmerkmal und echten Wettbewerbsvorteil. Ein Shop, der transparent kommuniziert (Ich bin ein KI-Bot), barrierefrei zugänglich ist und Daten respektiert, konvertiert langfristig besser als die Wild West-Konkurrenz. Rechtssicherheit ist kein Kostenfaktor – es ist ein Investment in nachhaltiges Wachstum.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Shopify kann DSGVO-konform betrieben werden, erfordert aber aktive Maßnahmen deinerseits. Du musst ein aktuelles Data Processing Agreement (DPA) mit Shopify haben, auf die Standardvertragsklauseln (SCC) für US-Datentransfers in deiner Datenschutzerklärung hinweisen, und einen Consent Mode v2-fähigen Cookie-Banner implementieren. Ohne diese Schritte ist ein Shopify-Shop nicht DSGVO-konform.
Ja, nach dem EU AI Act (Art. 50) müssen KI-Systeme, die mit Menschen interagieren, als solche gekennzeichnet sein. Die vollen Transparenzpflichten greifen ab August 2026. Es ist jedoch ratsam, bereits jetzt eine klare Kennzeichnung vorzunehmen – sowohl aus rechtlichen Gründen als auch für das Kundenvertrauen. Ein einfacher Disclaimer wie 'Ich bin ein automatisierter KI-Assistent' am Chat-Anfang reicht aus.
Für einen rechtssicheren Shopify-Shop in Deutschland benötigst du zwingend vier Rechtstexte: 1) Impressum (nach § 5 TMG), 2) Datenschutzerklärung (nach DSGVO), 3) Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB), und 4) Widerrufsbelehrung inkl. Muster-Widerrufsformular. Diese Texte müssen aktuell, anwaltlich geprüft und prominent im Footer sowie Checkout verlinkt sein.
Das BFSG gilt ab 28. Juni 2025 für B2C-Online-Shops. Du bist nur ausgenommen, wenn du ein Kleinstunternehmen bist – das bedeutet: weniger als 10 Beschäftigte UND maximal 2 Millionen Euro Jahresumsatz. Überschreitest du eine dieser Grenzen, musst du deinen Shop nach WCAG 2.1 Level AA barrierefrei gestalten. Auch als kleines Unternehmen ist Barrierefreiheit empfehlenswert, da sie SEO und Conversion verbessert.
Gegen KI-Halluzinationen (falsche Fakten durch den Chatbot) kannst du dich durch mehrere Maßnahmen absichern: 1) Nutze KI-Systeme mit vollständigen Audit Logs aller Gespräche, 2) Implementiere Human-in-the-Loop für kritische Empfehlungen, 3) Nimm nach anwaltlicher Prüfung Disclaimer in deine AGB auf, die darauf hinweisen, dass automatisierte Beratungen unverbindlich sind, und 4) Nutze KI-Lösungen, die nur auf deine geprüften Produktdaten zugreifen.
Rechtssicherheit ist kein einmaliges Projekt. Unsere KI-Lösung hat Privacy by Design bereits eingebaut – mit EU-Hosting, transparenter Kennzeichnung und vollständigen Audit Logs. Starte jetzt deine kostenlose Testphase und erlebe, wie moderne Compliance aussieht.
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