Rechnungsprogramm Vergleich 2025: Der smarte Weg zur Software

Rechnungsprogramm 2025: Vergleich der besten Tools für Kleinunternehmer & Freelancer. E-Rechnung, KI-Automatisierung & GoBD-Konformität erklärt.

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Lasse Lung
CEO & Co-Founder bei Qualimero
2. Februar 202618 Min. Lesezeit

Warum Excel ab 2025 keine Option mehr ist

Hand aufs Herz: Wie viel Zeit verbringst du jeden Monat damit, Rechnungen zu formatieren, Belege zu sortieren oder Zahlungseingänge auf deinem Bankkonto zu prüfen? Wenn du immer noch Word oder Excel für deine Rechnungen nutzt, verschwendest du nicht nur wertvolle Zeit, sondern bewegst dich ab 2025 auf extrem dünnem Eis.

Die Landschaft der Rechnungssoftware hat sich in den letzten Jahren radikal gewandelt. Es geht nicht mehr nur darum, ein PDF zu erstellen, auf dem Rechnung steht. Es geht um Compliance (GoBD), die neue E-Rechnungspflicht und vor allem um Automatisierung durch Künstliche Intelligenz (KI). Laut Sage sind diese Veränderungen nicht optional – sie betreffen jedes Unternehmen in Deutschland.

Das Problem: Wer bei Google nach Rechnungsprogramm sucht, wird von einer Flut an Top 10-Listen erschlagen. Diese Listen vergleichen oft Äpfel mit Birnen – reine Rechnungstools mit komplexen Buchhaltungssuiten. Ähnlich wie die KI-Produktberatung bei Rasendoktor einen personalisierten Ansatz für Gartenprodukte bietet, brauchst du auch bei der Softwarewahl eine individuelle Beratung statt generischer Empfehlungen.

Dieser Artikel ist anders. Wir listen nicht einfach Tools auf. Wir agieren als dein digitaler Berater. Wir analysieren den Markt basierend auf deinem Geschäftsmodell, integrieren die neuesten Erkenntnisse zur KI-Automatisierung und klären ein für alle Mal, was die E-Rechnung 2025 für deinen Workflow bedeutet.

Der große Umbruch: E-Rechnung 2025 & die Rolle der KI

Bevor wir uns die Tools ansehen, müssen wir über den Elefanten im Raum sprechen: Die gesetzlichen Änderungen ab 2025 und die technologische Revolution durch AI. Diese beiden Faktoren verändern die Spielregeln grundlegend – und zwar für jeden, vom Solo-Selbstständigen bis zum mittelständischen Unternehmen.

Die E-Rechnungspflicht: Was du jetzt wissen musst

Ab dem 1. Januar 2025 tritt in Deutschland die Pflicht zum Empfang von E-Rechnungen im B2B-Bereich in Kraft. Das Wachstumschancengesetz hat hier klare Fakten geschaffen, wie die IHK bestätigt. Für dich als Unternehmer bedeutet das konkret: Handlungsbedarf – und zwar jetzt.

Was ist eine E-Rechnung?

Ein einfaches PDF per E-Mail reicht nicht mehr aus. Eine E-Rechnung muss in einem strukturierten Datenformat (XML) vorliegen, das der europäischen Norm EN 16931 entspricht. Gängige Formate sind XRechnung und ZUGFeRD (ein Hybrid aus PDF und XML). Laut Kleeberg entspricht das strukturierte Format den strengen deutschen Anforderungen. Auch die WKO bestätigt diese Standards für den deutschsprachigen Raum.

Die Empfangspflicht ab 01.01.2025

Jedes Unternehmen, vom Freelancer bis zur GmbH, muss technisch in der Lage sein, diese Formate zu empfangen und korrekt zu verarbeiten. Wer das ignoriert, riskiert den Vorsteuerabzug. Das bestätigen Steuerexperten wie Czarah Steuerberaterin und ETL Steuerrecht. Ein falscher Umgang mit E-Rechnungen kann also richtig teuer werden.

Die Ausstellungspflicht mit Übergangsfristen

Während der Empfang sofort Pflicht ist, gibt es für das Versenden Übergangsfristen. Bis Ende 2026 dürfen B2B-Umsätze noch als Papier- oder PDF-Rechnung ausgeführt werden. Ab 2027/2028 wird die Luft dünner, abhängig vom Jahresumsatz. FastBill hat diese Übergangsfristen detailliert aufgeschlüsselt.

E-Rechnungspflicht: Die wichtigsten Fristen im Überblick
1
01.01.2025: Empfangspflicht

Alle B2B-Unternehmen müssen E-Rechnungen (XRechnung/ZUGFeRD) empfangen und GoBD-konform archivieren können

2
Bis 31.12.2026: Übergangsfrist

Papier- und PDF-Rechnungen dürfen noch versendet werden – mit Zustimmung des Empfängers

3
Ab 01.01.2027: Verschärfung

Unternehmen über 800.000€ Jahresumsatz müssen E-Rechnungen versenden

4
Ab 01.01.2028: Vollständige Pflicht

Alle B2B-Rechnungen müssen als E-Rechnung im strukturierten Format ausgestellt werden

Die AI-Revolution: Mehr als nur Texterkennung

Während der Gesetzgeber die Digitalisierung erzwingt, ermöglicht die Technologie neue Freiheiten. Rechnungssoftware ist heute oft der erste Schritt in die KI-Welt für Kleinunternehmer. Was früher Science-Fiction war, ist heute Standard in modernen Tools.

Intelligente Belegerfassung

Tools wie Sevdesk oder Lexware Office nutzen OCR und KI, um Belege nicht nur zu scannen, sondern den Inhalt (Händler, Datum, Betrag, Steuer) zu verstehen und den Buchungskonten zuzuordnen. Laut Lexware spart das durchschnittlich 70% der manuellen Erfassungszeit. Die KI lernt dabei mit jedem Beleg dazu und wird immer präziser in der Zuordnung.

Liquiditätsvorschau und Cashflow-Prognosen

Durch die Anbindung an Bankkonten und die Analyse offener Posten können Tools vorhersagen, wie viel Geld du nächsten Monat zur Verfügung haben wirst. Sevdesk bietet solche Funktionen direkt integriert, während spezialisierte Tools wie Agicap noch tiefere Analysen ermöglichen.

Automatisierter Bankabgleich

Die Software erkennt, dass die Zahlung von Müller GmbH über 119,00 € genau zur Rechnung Nr. 2025-001 passt und markiert diese automatisch als bezahlt. Laut Lexware reduziert das die Zeit für die Kontenabstimmung um bis zu 80%.

KI-gestützte Automatisierung in moderner Rechnungssoftware mit Bankabgleich und Belegerfassung
KI-Automatisierung in der Buchhaltung: Die Zahlen sprechen für sich
70%
Zeitersparnis bei Belegerfassung

Durch KI-gestützte OCR und automatische Kontierung

80%
Weniger manuelle Kontenabstimmung

Dank automatischem Bankabgleich

5-10h
Gesparte Stunden pro Monat

Bei durchschnittlichem Belegvolumen eines Kleinunternehmers

95%
Erkennungsgenauigkeit

Bei modernen KI-Belegscannern nach Trainingsphase

Top 5 Rechnungsprogramme im direkten Vergleich

Hier siehst du die Marktführer im direkten Vergleich. Wir bewerten nicht nur den Preis, sondern den Smart-Faktor – also das Automatisierungspotenzial, das dir echte Zeit spart. Diese Übersicht basiert auf aktuellen Tests und Nutzerbewertungen von Plattformen wie Trusted.de.

SoftwarePreis (Start/Monat)ZielgruppeE-RechnungAI & AutomatisierungBesonderheit
Sevdeskab ca. 9,90 €Kleinunternehmer, Gründer✅ ZUGFeRD/XRechnung⭐⭐⭐ Starke BelegerkennungIntuitive UX, DATEV-Schnittstelle
Lexware Officeab ca. 6,90 €Selbstständige, kleine Teams✅ GoBD konform⭐⭐⭐ Bank-Abgleich, LohnAll-in-One inkl. Lohnbuchhaltung
FastBillab ca. 9,00 €Freelancer, Tech-Savvy✅ Ja⭐⭐ Fokus auf ProzesseStarke Hintergrund-Automatisierung
Easybillab ca. 10,00 €E-Commerce, Online-Händler✅ Ja⭐⭐ Schnittstellen-FokusPerfekt für Amazon/Shopify
ZervantKostenlos (Basis)Kleinstunternehmer⚠️ Eingeschränkt⭐ Basis-FunktionenEinfachster Einstieg, wenig Automation

Preise können je nach Aktionen und Zahlungsweise (monatlich/jährlich) variieren. Stand der Recherche: 2025. Hinweis zu Lexware: Preisanpassungen zum Juli 2025 angekündigt laut [Lex-Blog](https://vertexaisearch.cloud.google.com/grounding-api-redirect/AUZIYQET432Z-p7IYiChVNhQaO79oaeljKySOYOfx5DRBjoJTARrZ2UN1xq-iiRKwOWnNYK-i5t7BnEbznHtfDgVfure7_cNJr189HemL-1UzpyyerzJFIbOOjhvDtgzAxUDGReJ4Z5XTK08J6XZ3tjaU5pANVT7n7I_Gde_8s5-JyM=).

Deep Dive: Die besten Tools nach Anwendertyp

Ein bestes Programm gibt es nicht pauschal. Es gibt nur das beste Programm für deinen Anwendungsfall. Wir haben die Tools in drei Kategorien unterteilt, um dir die Entscheidung zu erleichtern. Dieser Ansatz ist ähnlich wie bei intelligenter Produktberatung: Die richtige Empfehlung hängt von deiner spezifischen Situation ab.

Kategorie 1: Für Kleinunternehmer & Gründer

Wer gerade gründet oder die Kleinunternehmerregelung nutzt, braucht vor allem eines: Einfachheit und Sicherheit. Du willst kein Buchhaltungsexperte werden, sondern korrekte Rechnungen schreiben und dich auf dein Kerngeschäft konzentrieren. Ein rechnungsprogramm kleinunternehmer muss daher intuitiv sein und gleichzeitig alle rechtlichen Anforderungen erfüllen.

Sevdesk: Der Gründer-Favorit

Sevdesk hat sich als der Standard für moderne Gründer etabliert. Die Oberfläche ist aufgeräumt und verzichtet auf Behördendeutsch. Laut Für-Gründer.de ist es eines der meistempfohlenen Tools für Gründer in Deutschland.

  • Warum es passt: Es deckt die E-Rechnungspflicht vollständig ab und bietet eine hervorragende App zum Scannen von Belegen unterwegs
  • Kleinunternehmer-Modus: Spezifische Einstellungen, um die Umsatzsteuer auf Rechnungen korrekt auszuweisen (bzw. wegzulassen gemäß § 19 UStG)
  • AI-Faktor: Die automatische Zuordnung von Belegen zu Banktransaktionen spart enorm viel Zeit – laut Sevdesk bis zu 70%
  • Kosten: Startet oft mit Rabattaktionen günstig, bietet aber Skalierbarkeit, wenn das Business wächst

Auch Expert-Line bestätigt die Stärken von Sevdesk im Bereich Benutzerfreundlichkeit und Automatisierung.

Lexware Office: Der All-in-One-Allrounder

Der große Konkurrent zu Sevdesk. Lexware Office (ehemals lexoffice) punktet besonders, wenn die Buchhaltung etwas ernster wird oder ein Steuerberater direkt zugreifen soll.

  • Warum es passt: Die Integration ins Online-Banking ist marktführend. Wenn du viele kleine Ausgaben hast, ist die automatisierte Verbuchung hier Gold wert
  • USP Lohnbuchhaltung: Es bietet integrierte Lohnabrechnung – ein entscheidender Vorteil, falls du den ersten Mitarbeiter einstellst. Das bestätigt auch Lexware selbst
  • Wichtiger Hinweis: Achte auf die Preisanpassungen im Jahr 2025. Sichere dir ggf. Jahreslizenzen vor den Stichtagen

Kategorie 2: Für Freelancer & Dienstleister

Freelancer verkaufen Zeit. Jede Minute in der Buchhaltung ist unbezahlte Arbeitszeit. Hier sind Zeiterfassung und Projektzuordnung entscheidend. Das richtige rechnung schreiben programm sollte daher nahtlos mit deinem Projektmanagement harmonieren.

FastBill: Für die digitale Bohème

FastBill richtet sich stark an die digitale Bohème und Agenturen. Laut Digital-Affin ist es besonders bei technikaffinen Nutzern beliebt.

  • Warum es passt: Es ist weniger buchhalterisch und mehr prozessorientiert. Du kannst Projekte anlegen, Zeiten erfassen und diese mit einem Klick in Rechnungen umwandeln
  • AI & Automation: FastBill bietet starke Features zur Hintergrundverarbeitung von Belegen (GetMyInvoices Integration oft möglich) und bereitet die Daten so auf, dass der Steuerberater kaum noch Rückfragen hat. FastBill hat diese Funktionen detailliert dokumentiert
  • Besonderheit: Sehr gute API für diejenigen, die technisch versiert sind und eigene Workflows bauen wollen – wie FastBill selbst erklärt

Kategorie 3: Für E-Commerce & Online-Händler

Wer physische Produkte verkauft, hat andere Sorgen: Lieferscheine, Retouren und hunderte Rechnungen pro Monat. Hier zählt Masse, nicht Klasse – und die richtige Rechnungssoftware muss mit deinen Shop-Systemen sprechen können.

Easybill: Der E-Commerce-Spezialist

Easybill ist der unangefochtene Spezialist für Online-Händler. Laut Shine ist es die erste Wahl für Amazon- und eBay-Verkäufer in Deutschland.

  • Warum es passt: Die Software importiert Bestellungen aus Amazon, eBay, Shopify oder WooCommerce automatisch und erstellt die Rechnungen dazu
  • Automatisierung: Hier geht es nicht um KI-Chatbots, sondern um harte Prozess-Automatisierung. Wenn ein Kunde auf Amazon kauft, erhält er automatisch die Rechnung und (wenn gewünscht) den Lieferschein, ohne dass du einen Finger rühren musst
  • Skalierbarkeit: Easybill wächst mit deinem Business – von 10 bis 10.000 Rechnungen pro Monat
KI-Automatisierung für dein Business entdecken

Genau wie das richtige Rechnungsprogramm Zeit spart, automatisiert unsere KI deine Kundenberatung. Entdecke, wie du repetitive Anfragen automatisierst und dich auf dein Kerngeschäft konzentrieren kannst.

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Entscheidungshilfe: Dein Consultation-Framework

Statt blind einer Empfehlung zu folgen, nutze diese Entscheidungsmatrix. Beantworte die Fragen, um deine Software zu finden. Dieser Ansatz ist inspiriert von der Leadqualifizierung mit KI, wo gezielte Fragen zur perfekten Lösung führen.

Entscheidungsbaum zur Auswahl des richtigen Rechnungsprogramms basierend auf Geschäftsmodell

Schritt 1: Dein Geschäftsmodell analysieren

Die erste und wichtigste Frage: Was verkaufst du eigentlich? Diese Grundsatzentscheidung bestimmt maßgeblich, welche Features du wirklich brauchst.

  • Verkaufst du Dienstleistungen/Zeit? → Schaue dir FastBill oder Sevdesk an. Fokus auf Zeiterfassung und mobile App für unterwegs
  • Verkaufst du physische oder digitale Waren?Easybill ist wahrscheinlich deine beste Wahl wegen der Shop-Schnittstellen
  • Verkaufst du beides (Hybrid)?Lexware Office bietet die flexibelste Kombination aus Projekten und Artikelverwaltung

Schritt 2: Die Steuerberater-Frage

Die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater ist ein unterschätzter Faktor. Eine reibungslose Schnittstelle spart nicht nur Zeit, sondern auch bares Geld beim Jahresabschluss.

  • Nutzt dein Steuerberater DATEV?Lexware Office und Sevdesk bieten die besten DATEV-Datenserviceschnittstellen. Das spart dem Berater Zeit und dir Kosten für den Jahresabschluss, wie Für-Gründer.de bestätigt
  • Kein DATEV / Du machst vieles selbst? → Ein Tool mit integrierter EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung) wie WISO MeinBüro oder die großen Cloud-Tools ist Pflicht

Schritt 3: Budget & Rechnungsvolumen

Ehrlichkeit bei der Selbsteinschätzung zahlt sich aus. Überdimensionierte Software ist genauso problematisch wie unterdimensionierte.

  • Schreibst du weniger als 5 Rechnungen im Monat? → Ein kostenloses Tool wie Zervant (Free Tier) oder Qonto (wenn du dort dein Konto hast) kann reichen. Aber Vorsicht bei der E-Rechnung
  • Mehr als 5 Rechnungen pro Monat? → Investiere die ca. 10–15 €. Die Zeitersparnis durch Automatisierung holt die Kosten im ersten Monat wieder rein
Der Entscheidungsbaum: Finde dein perfektes Rechnungsprogramm
1
Frage 1: Dienstleistung oder Waren?

Dienstleistungen → FastBill/Sevdesk | Waren → Easybill | Beides → Lexware Office

2
Frage 2: Steuerberater mit DATEV?

Ja → Sevdesk oder Lexware Office für nahtlosen Export | Nein → Freie Wahl

3
Frage 3: Rechnungsvolumen pro Monat?

Unter 5 → Zervant Free kann reichen | Über 5 → Paid-Version empfohlen

4
Frage 4: E-Commerce mit Shop-System?

Amazon/eBay/Shopify → Easybill ist Pflicht | Kein Shop → Andere Tools flexibler

Kostenlos vs. Paid: Was bekommst du wirklich?

Kostenlos ist im Internet das stärkste Zauberwort. Doch bei Rechnungssoftware kann Geiz teuer werden. Wenn du nach einem rechnungsprogramm kostenlos suchst, solltest du die Fallstricke kennen. Lassen uns analysieren, wann kostenlose Tools sinnvoll sind und wann sie gefährlich werden.

Die drei Gefahren von kostenloser Software

Gefahr 1: E-Rechnung & GoBD-Compliance

Viele kostenlose Tools (oder alte Excel-Vorlagen) sind nicht GoBD-zertifiziert. Das bedeutet, sie protokollieren Änderungen an Rechnungen nicht revisionssicher. Bei einer Betriebsprüfung kann das Finanzamt deine Buchführung verwerfen und Umsätze schätzen – das wird teuer. Hamburger Software hat die GoBD-Anforderungen detailliert aufgeschlüsselt.

Gefahr 2: Eingeschränkte E-Rechnungsformate

Wie unsere Recherche zeigt, bietet z.B. der kostenlose Plan von Zervant oft nur PDF-Rechnungen, aber keine validen XRechnungen/ZUGFeRD für den B2B-Verkehr, die ab 2025 Pflicht sind. Zervant kommuniziert diese Einschränkungen auf ihrer Website.

Gefahr 3: Fehlender Support & Updates

Gesetze ändern sich (siehe Wachstumschancengesetz). Kostenpflichtige SaaS-Anbieter (Software as a Service) spielen Updates automatisch ein. Bei Freeware bist du oft auf dich allein gestellt – und das kann bei Gesetzesänderungen fatal sein.

Unsere Empfehlung: Nutze die kostenlosen Testphasen der Premium-Tools (meist 14–30 Tage). Wenn du merkst, dass du durch die Automatisierung auch nur eine Stunde pro Monat sparst, hat sich die Gebühr von ~10 € bereits amortisiert. Auch Experte.de empfiehlt diesen Testansatz.

Vergleich zwischen kostenloser und bezahlter Rechnungssoftware mit Feature-Unterschieden

Praktische Tipps zur Einführung: So gelingt das Onboarding

Du hast dich für ein Rechnungsprogramm entschieden? Herzlichen Glückwunsch! Jetzt kommt der wichtige Teil: die Einrichtung. Mit diesen bewährten Tipps gelingt der Start reibungslos – und du vermeidest typische Anfängerfehler.

Tipp 1: Nummernkreise professionell definieren

Starte nicht bei Rechnung Nr. 1. Das wirkt auf Kunden klein und unprofessionell. Nutze ein Format wie JAHR-MONAT-NR (z.B. 2025-01-001). Alle guten Tools lassen dich dies einstellen. So wissen Kunden nicht, ob sie dein erster oder hundertster Kunde sind – und du wirkst etablierter.

Tipp 2: Textbausteine für Effizienz nutzen

Hinterlege Standardtexte für E-Mail-Versand, Zahlungserinnerungen und Fußzeilen (AGB, Kleinunternehmer-Hinweis). So musst du nicht jedes Mal neu formulieren. Ein guter Standardtext für Zahlungserinnerungen kann den Unterschied zwischen pünktlicher Zahlung und langem Warten machen.

Tipp 3: Bankanbindung sofort aktivieren

Der größte Hebel für Effizienz ist die Verknüpfung mit dem Geschäftskonto. Nur so funktioniert der automatische Zahlungsabgleich. Ohne Bankanbindung nutzt du vielleicht 30% des Automatisierungspotenzials deiner Software – mit Bankanbindung 90%. Ähnlich wie bei der KI-Mitarbeiterin Flora, die Prozesse automatisiert, macht auch hier die richtige Einrichtung den Unterschied.

Tipp 4: Steuerberater direkt einladen

Gib deinem Steuerberater direkt einen Zugang. Er kann oft bei der Ersteinrichtung (Kontenrahmen) helfen und Fehler vermeiden. Außerdem kann er später direkt auf die Daten zugreifen – das spart Zeit und Geld bei der Jahresabschlusserstellung.

Dein Onboarding-Fahrplan in 4 Schritten
1
Tag 1: Grundeinrichtung

Logo hochladen, Firmendaten eintragen, Nummernkreis definieren (z.B. 2025-01-001)

2
Tag 2: Bankanbindung

Geschäftskonto verknüpfen, Automatisierungsregeln für wiederkehrende Zahlungen einrichten

3
Tag 3: Textbausteine

Standardtexte für E-Mails, Mahnungen und AGB-Fußzeilen hinterlegen

4
Tag 4: Steuerberater-Zugang

Berater einladen, DATEV-Export testen, Kontenrahmen prüfen lassen

Fazit: Die beste Software ist die, die du nicht bemerkst

Die Suche nach dem perfekten Rechnungsprogramm im Jahr 2025 ist keine Frage des Preises, sondern der Prozess-Sicherheit. Die Einführung der E-Rechnungspflicht zwingt Unternehmen zum Handeln, bietet aber auch die Chance, verstaubte Papierprozesse endlich abzuschaffen.

Die wahre Kunst liegt darin, eine Software zu finden, die so nahtlos in deinen Workflow integriert ist, dass du sie kaum bemerkst. Sie erledigt die lästige Arbeit im Hintergrund – Belege scannen, Zahlungen abgleichen, Mahnungen versenden – während du dich auf dein eigentliches Business konzentrierst. Genau wie eine KI-Mitarbeiterin skalierte Prozesse für andere Unternehmen, kann die richtige Rechnungssoftware deine Buchhaltung revolutionieren.

Unsere finalen Empfehlungen nach Zielgruppe

  • Für Kleinunternehmer und Gründer sind Sevdesk oder Lexware Office die sichersten Allrounder. Sie nehmen dir die Angst vor dem Finanzamt und wachsen mit deinem Business mit. Die E-Rechnungsfähigkeit ist integriert, die GoBD-Konformität garantiert
  • Für Freelancer und Dienstleister bietet FastBill den besten Workflow zwischen Zeiterfassung und Abrechnung. Projekte werden zu Rechnungen – mit minimalem Aufwand
  • Für Online-Händler und E-Commerce führt kaum ein Weg an Easybill vorbei. Die Shop-Integrationen und Massenverarbeitung sind unerreicht

Übrigens: Wenn du siehst, wie viel Zeit du durch automatisierte Rechnungsstellung sparst, wirst du auch andere Prozesse automatisieren wollen. Viele Unternehmen haben bereits mit Social-Media-Anfragen automatisiert angefangen und damit ähnliche Zeitersparnisse erzielt. Und wenn du die Kosten pro Lead reduzieren möchtest, lohnt sich auch ein Blick auf KI-gestützte Kundenakquise.

FAQ: Häufige Fragen zu Rechnungsprogrammen

Theoretisch ja, aber praktisch kaum noch umsetzbar. Excel erfüllt standardmäßig nicht die GoBD-Anforderungen (Unveränderbarkeit) und kann keine validen E-Rechnungs-Formate (XML) erstellen, die im B2B-Bereich Pflicht werden. Bei einer Betriebsprüfung riskierst du die Verwerfung deiner Buchführung und eine Umsatzschätzung durch das Finanzamt. Das Risiko ist schlicht zu hoch.

Zervant bietet einen soliden kostenlosen Einstieg mit bis zu 5 Rechnungen pro Monat. Auch Sevdesk und Lexware Office bieten oft sehr günstige Einstiegstarife oder lange Testphasen von 14-30 Tagen. Achte unbedingt darauf, dass der E-Rechnungsempfang gewährleistet ist – sonst stehst du ab 2025 vor Problemen. Laut Sevdesk gibt es auch spezielle Angebote für Gründer.

Ab dem 01.01.2025 musst du E-Rechnungen im B2B-Bereich empfangen können – das ist für alle Unternehmen Pflicht. Eine Pflicht zum Schreiben von E-Rechnungen besteht für Kleinunternehmer (§ 19 UStG) vorerst nicht zwingend, da es Ausnahmen gibt. Allerdings ist es sehr ratsam, dich darauf vorzubereiten, da viele Geschäftspartner dies fordern werden. Außerdem signalisiert es Professionalität.

KI (Künstliche Intelligenz) hilft primär bei drei Aufgaben: Erstens bei der Belegerfassung (OCR), indem sie Rechnungsdaten automatisch ausliest und vorkontiert – das spart bis zu 70% der manuellen Erfassungszeit. Zweitens bei der Liquiditätsplanung, indem sie aus offenen Posten und historischen Daten Cashflow-Prognosen erstellt. Drittens beim automatischen Abgleich von offenen Rechnungen mit Bankeingängen – die Software erkennt Muster und ordnet Zahlungen selbstständig zu.

Für Freelancer und Dienstleister empfehlen wir FastBill, da es speziell auf projektorientiertes Arbeiten ausgelegt ist. Du kannst Projekte anlegen, Zeiten erfassen und diese direkt in Rechnungen umwandeln. Die Oberfläche ist weniger buchhalterisch und mehr workflow-orientiert. Alternativ ist Sevdesk eine gute Wahl, wenn du Wert auf eine besonders intuitive mobile App legst – praktisch, wenn du oft unterwegs arbeitest.

Automatisiere mehr als nur Rechnungen

Du siehst, wie viel Zeit die richtige Software spart? Stell dir vor, was passiert, wenn du auch deine Kundenberatung automatisierst. Unsere KI-Lösung beantwortet Kundenanfragen rund um die Uhr – genau wie ein gutes Rechnungsprogramm im Hintergrund arbeitet. Entdecke, wie auch [KI-Agenten Speaker](/news/qualimero-update-2026-konferenz-speaker) auf Konferenzen über diese Möglichkeiten sprechen.

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