Shopware Angebot erstellen: Der komplette Guide für B2B & B2C 2025

Shopware Angebot erstellen leicht gemacht: Plugins, B2B Suite & KI-Automatisierung im Vergleich. Der ultimative Guide für höhere Conversions 2025.

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Kevin Lücke
Co-Founder bei Qualimero
17. Dezember 202518 Min. Lesezeit

Das fehlende Puzzleteil in Shopware 6

Wer von Shopware 5 auf Shopware 6 migriert oder neu im E-Commerce startet, steht oft vor einer überraschenden Hürde: Wo ist der Button Angebot erstellen? Während Shopware 6 als eines der flexibelsten und modernsten E-Commerce-Systeme am Markt gilt, fehlt in der Standard-Version (Community Edition und Rise Plan) eine native Funktion, um aus einem Warenkorb ein formelles, individuelles PDF-Angebot zu generieren. Laut Shopware ist diese Funktionalität den höheren Lizenzplänen vorbehalten.

Für reine B2C-Shops, die T-Shirts oder Kaffeetassen verkaufen, ist das kein Problem. Doch für B2B-Händler, Anbieter komplexer technischer Güter oder Shops mit hohen Warenkorbwerten ist das Angebot (Quote) der wichtigste Schritt vor dem Kaufabschluss. Kunden in diesem Segment klicken nicht einfach auf Kaufen – sie benötigen Budgetfreigaben, verhandeln Mengenrabatte oder brauchen eine formelle Preisbestätigung für ihre Einkaufsabteilung. Gerade im KI im E-Commerce Kontext zeigt sich, wie wichtig nahtlose Prozesse geworden sind.

Fehlt diese Funktion, improvisieren Händler oft mit Word-Vorlagen oder manuellen E-Mails. Das Ergebnis: Fehleranfälligkeit, Zeitverlust und – am schlimmsten – Warenkorbabbrüche, weil der Kunde nicht warten will. Die Auswirkungen auf den Umsatz können erheblich sein, besonders wenn deine Konkurrenz schneller reagiert.

Dieser Guide ist die umfassendste Ressource im deutschsprachigen Web zum Thema Shopware Angebot erstellen. Wir beleuchten nicht nur, welche technischen Knöpfe du drücken musst, sondern analysieren die strategische Bedeutung des Angebotsprozesses für deinen Umsatz im Jahr 2025.

Die drei Wege zum Ziel

  1. Der Enterprise-Weg: Native Funktionen der Shopware B2B Suite für Großunternehmen
  2. Der Standard-Weg: Die Nutzung von Plugins für KMU und Mittelstand
  3. Der innovative Weg: KI-gestützte Angebotsautomatisierung für Innovationsführer
Der Angebotsprozess in Zahlen
80%
Shopware-Händler

nutzen Plugins statt nativer B2B-Funktionen

4-24h
Durchschnittliche Wartezeit

bei manueller Angebotsbearbeitung

67%
B2B-Kunden

erwarten Angebote innerhalb von 24 Stunden

35%
Höhere Conversion

durch proaktive KI-Beratung im Angebotsprozess

Option 1: Native Funktionen der Shopware B2B Components

Viele Händler suchen verzweifelt im Backend nach der Angebotsfunktion, weil sie davon ausgehen, dass ein Enterprise-Grade-System dies standardmäßig kann. Die Antwort ist: Ja, Shopware kann das – aber es ist eine Frage der Lizenzierung. Das Verständnis der verschiedenen Optionen ist entscheidend, um die richtige Entscheidung für dein Unternehmen zu treffen.

Für wen ist diese Option geeignet?

Diese Option steht exklusiv Nutzern der Pläne Shopware Evolve und Shopware Beyond zur Verfügung. Nutzer der Community Edition oder des Rise Plans haben keinen Zugriff auf diese nativen Features. Die offizielle Shopware-Dokumentation bestätigt diese Einschränkung eindeutig.

Das Quote Management der B2B Suite im Detail

Shopware fasst diese Funktionen unter den sogenannten B2B Components zusammen. Ein zentraler Bestandteil davon ist das Quote Management (Angebotsmanagement). Wie Shopware dokumentiert, ermöglicht es einen vollständigen B2B-Workflow direkt im System.

Der native Angebotsprozess in Shopware B2B Suite
1
Anfrage durch den Kunden

Ein eingeloggter B2B-Kunde füllt seinen Warenkorb und wählt *Angebot anfordern* statt zur Kasse zu gehen. Wunschpreis und Kommentare können hinterlegt werden.

2
Händler-Cockpit

Im Shopware Admin-Bereich erscheint die Anfrage in einer speziellen Übersicht. Der Vertriebsmitarbeiter kann den Warenkorb vollständig einsehen.

3
Verhandlungsphase

Der Händler passt Preise an (absolut oder prozentual), fügt Positionen hinzu oder entfernt sie und kommentiert das Angebot.

4
Ping-Pong-Kommunikation

Das Angebot wird an den Kunden gesendet, der es im Mein Konto-Bereich sieht. Er kann annehmen oder mit einer Gegenforderung ablehnen.

5
Kaufabschluss

Nach Einigung wandelt der Kunde das Angebot per Klick in eine verbindliche Bestellung um.

Dieser Prozess ist laut Shopware Dokumentation tief in die Shopware-Architektur integriert und bietet einen nahtlosen Ablauf zwischen Händler und Geschäftskunde. Wenn du bereits über die Shopware API Automatisierung nachdenkst, ist dies die Basis für erweiterte Integrationen.

Vor- und Nachteile der nativen B2B Suite

VorteileNachteile
Nahtlose Integration: Keine Drittanbieter-Plugins nötig, Updates sind sicherHohe Kosten: Nur in den teureren Evolve/Beyond Plänen enthalten
B2B-Fokus: Perfekt abgestimmt auf Firmenstrukturen mit Rollen & RechtenOverkill: Für kleinere Shops oft zu mächtig und komplex
Flow Builder Support: Volle Integration in Automatisierungen wie Slack-BenachrichtigungenWenig Flexibilität: Der Prozess ist starr vorgegeben und schwer anpassbar ohne Entwicklung

Option 2: Plugins für den Angebotsprozess

Für geschätzt 80% der Shopware-Händler (Community Edition und Rise) ist der Weg über den Shopware Store die Realität. Da der Core diese Funktion nicht bietet, hat sich ein lebhaftes Ökosystem an Erweiterungen gebildet. Die Plugin-Lösung ist dabei oft der beste Kompromiss zwischen Funktionalität und Kosten.

Marktführer und verfügbare Lösungen

Die Suche nach Angebot erstellen im Store liefert diverse Ergebnisse. Besonders hervorzuheben sind Lösungen wie das Plugin Individuelles Angebot von PremSoft oder ähnliche Erweiterungen von Agenturen wie Pickware (im ERP-Kontext). Laut dem Shopware Store sind diese Erweiterungen mit verschiedenen Shopware-Versionen kompatibel.

Shopware Plugin für Angebotserstellung im Backend

Deep-Dive: So funktioniert das Plugin Individuelles Angebot

Dieses Plugin ist quasi der Industriestandard für kleinere bis mittlere Shops geworden. Es simuliert die Funktionalität der großen B2B-Suite für einen Bruchteil des Preises. Wie PremSoft in der Dokumentation beschreibt, ist die Einrichtung unkompliziert.

Der typische Plugin-Workflow

  1. Warenkorb-Übernahme: Der Kunde legt Artikel in den Warenkorb wie gewohnt.
  2. Button-Logik: Ab einem definierten Warenkorbwert (z.B. 500 €) erscheint ein Button Angebot anfordern neben dem Zur Kasse-Button. Die Shopware Store Beschreibung erklärt die Konfigurationsmöglichkeiten.
  3. Anfrage absenden: Der Kunde klickt, ein Modal öffnet sich für Bemerkungen, und die Anfrage wird abgesendet.
  4. Backend-Bearbeitung: Im Admin-Menü entsteht ein neuer Punkt Angebote. Der Händler öffnet die Anfrage, sieht die Positionen und kann individuelle Preise eintragen.
  5. PDF-Generierung und Versand: Ein professionelles PDF wird generiert und per E-Mail an den Kunden versendet. Laut Shopware sind die Dokumentenvorlagen dabei anpassbar.
  6. Bestellung abschließen: Der Kunde klickt im PDF oder in der Mail auf einen Link, landet wieder im Shop mit den reduzierten Preisen und schließt den Kauf ab.

Die Grenzen der Plugin-Lösung verstehen

Obwohl diese Plugins technisch funktionieren, bringen sie strategische Nachteile mit sich, die oft übersehen werden. Gerade wenn du dich mit Themen wie Retouren durch KI vermeiden beschäftigst, erkennst du schnell die Zusammenhänge zwischen Beratungsqualität und Kundenzufriedenheit.

  • Reaktivität: Du wartest darauf, dass der Kunde aktiv wird. Viele Kunden brechen jedoch ab, bevor sie überhaupt fragen, wenn ihnen der Preis zu hoch erscheint.
  • Manueller Aufwand: Jede Anfrage erfordert, dass sich ein Mitarbeiter einloggt, kalkuliert und ein PDF erstellt. Bei 50 Anfragen am Tag ist das ein Vollzeitjob.
  • Medienbrüche: Oft wird das PDF per Mail versendet, der Kunde ruft dann an, der Preis wird am Telefon geändert... die Datenkonsistenz leidet erheblich.
  • Kompatibilität: Bei jedem Shopware-Update (z.B. auf Version 6.7) musst du warten, bis der Plugin-Hersteller nachzieht. Die Plugin-Dokumentation weist auf mögliche Verzögerungen hin.

Warum Anfrage-Buttons Umsätze kosten

Hier verlassen wir die technische Ebene und blicken auf die Verkaufspsychologie. Die meisten Händler betrachten das Thema Shopware Angebot erstellen als rein administrativen Akt. Das ist ein strategischer Fehler, der dich bares Geld kostet.

Das Problem der Black Box

Wenn ein Kunde auf Angebot anfordern klickt, begibt er sich in eine Ungewissheit. Er fragt sich: Wann bekomme ich Antwort? Ist der Preis gut? Lohnt sich das Warten? Diese Unsicherheit ist Gift für deine Conversion-Rate.

In der Zeit, in der dein Vertriebsteam die Anfrage bearbeitet (im Schnitt 4 bis 24 Stunden), besucht der Kunde längst den Wettbewerber. Wenn dieser Wettbewerber Preise transparent anzeigt oder einen schnelleren Prozess hat, ist der Kunde weg. Die KI-Beratung im E-Commerce zeigt, wie wichtig Geschwindigkeit heute ist.

Vergleich traditioneller vs. KI-gestützter Angebotsprozess

Die Consultation Gap – die unterschätzte Beratungslücke

Die aktuellen Top-Suchergebnisse und Plugins behandeln Angebote als Endpunkt einer Suche: Der Kunde weiß, was er will, und will nur noch den Preis drücken. In der Realität brauchen B2B-Kunden aber oft Beratung, bevor sie ein Angebot anfordern.

Typische Fragen lauten: Passt Komponente A zu Maschine B? Brauche ich das Zubehör-Set? Welche Variante ist für mein Projekt optimal? Ein dummer Angebot anfordern-Button löst dieses Problem nicht. Er verschiebt die Beratung nur in einen langsamen E-Mail-Ping-Pong-Prozess. Der virtuelle Verkaufsberater KI bietet hier einen fundamentalen Paradigmenwechsel.

Die Zukunft: KI-gestützte Angebotsberatung

Hier liegt deine Chance, dich vom Wettbewerb abzuheben. Statt den Angebotsprozess nur zu verwalten (wie mit Plugins), kannst du ihn automatisieren und veredeln. Der Unterschied ist gewaltig – sowohl für deine Kunden als auch für dein Vertriebsteam.

Was ist KI-gestützte Angebotsberatung?

Stell dir vor, du kombinierst einen intelligenten Chatbot (basierend auf LLMs wie GPT-4) mit deinem Shopware-System. Anstatt dass der Kunde stumm Artikel in den Warenkorb legt und dann ein Formular ausfüllt, interagiert er mit einem KI-Verkaufsberater. Diese Shopware KI Produktberatung revolutioniert den gesamten Verkaufsprozess.

Der neue Workflow: Proaktiv statt Reaktiv

KI-gestützter Angebotsprozess
1
Bedarfsanalyse

Der Kunde kommt auf die Seite. Die KI fragt proaktiv: *Suchen Sie eine Lösung für ein Großraumbüro oder Home-Office?*

2
Intelligentes Produkt-Matching

Die KI schlägt passende Produkte vor und betreibt Cross-Selling in Echtzeit basierend auf den Kundenantworten.

3
Automatische Pre-Qualifizierung

Die KI erkennt: *Das ist ein Großauftrag über 50 Tische.* und kategorisiert den Lead entsprechend.

4
Instant-Angebot in Echtzeit

Anstatt *Wir melden uns* generiert die KI basierend auf vordefinierten Regeln sofort ein vorläufiges Angebot.

5
Nahtlose Daten-Übergabe

Die KI schreibt die fertigen Daten via API direkt als vorbereitetes Angebot in dein Shopware-Backend oder CRM.

Dieser Ansatz unterscheidet sich fundamental vom klassischen Shopware Chatbot Produktberatung Ansatz. Die KI ist nicht nur ein FAQ-Bot, sondern ein echter Verkaufsberater, der den gesamten Angebotsprozess automatisiert und beschleunigt.

Vergleich: KI-Lösung vs. Standard-Plugins

FeatureStandard PluginKI-Lösung
Geschwindigkeit4-24 Stunden (manuell)Sekunden (Echtzeit)
PersonalaufwandHoch (Jedes Angebot prüfen)Niedrig (Nur Ausnahmen prüfen)
BeratungKeine (nur Formular)Interaktiv (Produktberatung)
Conversion-RateMittel (Gefahr des Abspringens)Hoch (Sofortige Belohnung)
DatenqualitätKunde tippt oft Fehler einKI validiert Eingaben sofort
VerfügbarkeitGeschäftszeiten24/7 ohne Pause
SkalierbarkeitLinear (mehr Anfragen = mehr Personal)Exponentiell (eine KI für alle)

Die spezialisierte KI Produktberatung zeigt, dass Unternehmen mit KI-gestützten Lösungen durchschnittlich 35% höhere Conversion-Raten erzielen. Der Grund ist einfach: Kunden bekommen sofort Antworten statt auf E-Mails warten zu müssen.

Bereit für den nächsten Schritt im Angebotsprozess?

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Schritt-für-Schritt: Angebotsprozess optimieren

Egal ob du dich für Plugin, B2B Suite oder KI entscheidest – die Basis muss stimmen. Hier ist der universelle Guide zur Einrichtung deines Angebotsprozesses in Shopware 6. Diese Schritte bilden das Fundament für jede weitere Optimierung.

Schritt 1: Technische Voraussetzungen prüfen

Shopware Version: Stelle sicher, dass du mindestens Shopware 6.4, besser 6.6 nutzt. Viele Angebots-Plugins benötigen aktuelle Versionen für volle Kompatibilität. Die Plugin-Kompatibilitätsliste gibt Auskunft über unterstützte Versionen.

E-Mail-Vorlagen: Gehe zu Einstellungen > Flow Builder. Du musst eine dedizierte E-Mail-Vorlage für Angebot versendet erstellen. Standard-Mails wie Bestellbestätigung passen hier im Wording nicht. Eine professionelle E-Mail-Vorlage erhöht die Wahrnehmung deines Unternehmens erheblich.

Schritt 2: Dokumentenvorlagen anpassen für GoBD

Ein Angebot ist ein rechtliches Dokument. Diese Tatsache wird oft unterschätzt, hat aber erhebliche Konsequenzen. Die korrekte Dokumentengestaltung ist für deutsche Händler besonders wichtig.

  1. Gehe zu Einstellungen > Dokumente in deinem Shopware-Admin.
  2. Dupliziere die Vorlage Rechnung und benenne sie in Angebot um.
  3. Wichtig: Ändere den Titel im Dokument von Rechnung Nr. zu Angebot Nr..
  4. Füge rechtliche Hinweise hinzu (siehe Abschnitt Rechtssicherheit weiter unten).
  5. Laut Shopware Dokumentation kannst du auch Logo und Fußzeile individualisieren.

Schritt 3: Den Flow Builder effektiv nutzen

Der Flow Builder ist das Herzstück der Automatisierung in Shopware 6. Wie Rhiem-Intermedia erklärt, ermöglicht er komplexe Automatisierungen ohne Programmierung. Die Shopware Flow Builder Dokumentation bietet weitere Details.

  • Trigger wählen: Wähle Checkout / Angebot angefordert (je nach Plugin heißt das Event anders).
  • Action 1: Sende E-Mail an Vertriebsteam mit dem Betreff Neuer Lead!.
  • Action 2: Sende Eingangsbestätigung an Kunden mit voraussichtlicher Bearbeitungszeit.
  • Action 3 (Optional): Setze Status auf In Bearbeitung für besseres Tracking.

Die Kombination aus Flow Builder und KI-gestützter Produktberatung ermöglicht vollautomatisierte Workflows, die manuellen Aufwand auf ein Minimum reduzieren.

Schritt 4: Integration der gewählten Lösung

Bei Plugins: Installieren, aktivieren und im Verkaufskanal zuweisen. Teste unbedingt den Off-Canvas Warenkorb – oft vergessen Händler, den Button auch dort einzublenden. Die Plugin-Einrichtung erklärt alle Konfigurationsoptionen.

Bei KI-Lösungen: Hier wird meist über die Shopware API (Admin API) gearbeitet. Die KI benötigt Lesezugriff auf Produkte und Schreibzugriff auf den Warenkorb/Bestellungen. Die Integration erfolgt typischerweise über standardisierte REST-Schnittstellen.

Flow Builder Automatisierung für Shopware Angebotsprozess

Rechtssicherheit: GoBD und BGB beachten

In Deutschland ist das Thema Angebote streng reguliert. Ein Shopware Angebot erstellen ist mehr als nur ein PDF drucken. Die rechtlichen Anforderungen sind besonders im B2B-Bereich relevant und können bei Nichtbeachtung zu erheblichen Problemen führen.

Verbindlich vs. Freibleibend: Der entscheidende Unterschied

Nach § 145 BGB ist ein Antrag (Angebot) grundsätzlich bindend. Wenn du einem Kunden ein PDF mit einem Preis schickst und er Ja sagt, hast du einen Vertrag. Das erklärt Allrecht in einer rechtlichen Übersicht.

Tipp: Nutze Freizeichnungsklauseln wie Angebot freibleibend oder Solange der Vorrat reicht, wenn du dich absichern willst. Wie Teamleader erklärt, schützen diese Klauseln vor ungewollten Vertragsbindungen. Auch RA Kotz bietet hierzu weitere rechtliche Einordnungen.

Im Plugin: Stelle sicher, dass dieser Textbaustein fest in der PDF-Vorlage verankert ist. Ein vergessener Hinweis kann teuer werden.

GoBD und Unveränderbarkeit von Dokumenten

Sobald ein Angebot steuerrechtlich relevant wird (z.B. wenn es zur Basis einer Rechnung wird), greifen die GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff).

  • Das Dokument darf nachträglich nicht verändert werden – jede Änderung erfordert ein neues Dokument.
  • Shopware speichert generierte Dokumente im Dateisystem. Lösche diese niemals manuell!
  • Plugins wie Pickware ERP helfen hier, indem sie eine lückenlose Historie (Audit Trail) erzeugen. Wie Pickware dokumentiert, ist Revisionssicherheit dabei zentral.

Gültigkeitsdauer definieren

Definiere technisch ein Ablaufdatum für jedes Angebot. Im Plugin Individuelles Angebot kannst du ein Verfallsdatum (z.B. 14 Tage) setzen. Nach Ablauf sollte der Link im Kundenkonto deaktiviert werden, damit niemand Preise von 2023 einfordert. Wie Google Cloud in einer Analyse zeigt, ist die klare Kommunikation von Gültigkeitszeiträumen auch für das Kundenvertrauen wichtig.

Vergleichstabelle: Welche Lösung passt zu dir?

Um dir die Entscheidung zu erleichtern, haben wir die drei Ansätze direkt verglichen. Diese Übersicht hilft dir, basierend auf deiner Unternehmensgröße und deinen Anforderungen die richtige Wahl zu treffen. Auch die Shopware KI Service Produktberatung kann bei der Entscheidungsfindung helfen.

FeatureNative B2B SuitePlugin (z.B. PremSoft)KI-Automatisierung
ZielgruppeEnterprise / KonzerneKMU / MittelstandInnovationsführer
KostenHoch (Teil des Plans)Niedrig (ca. 20-30€/Monat)Mittel (Software + Setup)
Setup-ZeitWochen (Konfiguration)Minuten (Installation)Tage (Integration)
IndividualisierungMittel (Starr im Core)Hoch (Viele Settings)Sehr Hoch (Lernfähig)
Prozess-ArtManuell / VerwaltendManuell / VerwaltendAutomatisch / Verkaufend
User ExperienceNüchtern / FunktionalStandard ShopwareConversational / Modern
BeratungskomponenteKeine integriertKeine integriertVollständig integriert
24/7 VerfügbarkeitNeinNeinJa

Die Entscheidung hängt letztlich von deinen spezifischen Anforderungen ab. Ein KI-Produktfinder als Chatbot kann dabei eine sinnvolle Ergänzung sein, die den Angebotsprozess noch weiter optimiert.

Checkliste: Braucht dein Shop eine Angebotsfunktion?

Nicht jeder Shop benötigt einen ausgefeilten Angebotsprozess. Diese Checkliste hilft dir zu evaluieren, ob und welche Lösung für dein Geschäftsmodell sinnvoll ist. Der Bereich KI im Vertrieb bietet weitere Entscheidungshilfen.

  • ☐ Verkaufst du komplexe oder erklärungsbedürftige Produkte?
  • ☐ Liegt dein durchschnittlicher Warenkorbwert über 500€?
  • ☐ Verhandelst du regelmäßig individuelle Preise mit Kunden?
  • ☐ Ist dein B2B-Anteil größer als 30%?
  • ☐ Benötigen deine Kunden formelle Angebote für interne Genehmigungen?
  • ☐ Erhältst du mehr als 10 Angebotsanfragen pro Woche?
  • ☐ Klagt dein Vertriebsteam über hohen manuellen Aufwand?

Wenn du drei oder mehr Punkte mit Ja beantwortest, ist eine professionelle Angebotslösung für deinen Shop sinnvoll. Ab fünf positiven Antworten solltest du ernsthaft über KI-Automatisierung nachdenken.

Fazit: Von Verwaltung zu aktivem Verkauf

Das Thema Shopware Angebot erstellen ist 2025 kein reines Technik-Thema mehr. Es ist ein strategischer Hebel für mehr Umsatz. Wer seine Kunden warten lässt, verliert sie an die schnellere Konkurrenz. Die KI Kundenservice Grundlagen zeigen deutlich, dass Geschwindigkeit und Qualität heute Hand in Hand gehen müssen.

Der empfohlene Entwicklungspfad

  1. Starten: Nutze für den Anfang solide Plugins wie das von PremSoft, um überhaupt die Funktion anzubieten. Das ist besser als gar keine Lösung.
  2. Professionalisieren: Achte penibel auf GoBD-konforme Dokumente und saubere E-Mail-Vorlagen via Flow Builder. Rechtssicherheit ist keine Option, sondern Pflicht.
  3. Skalieren: Wenn dein Vertriebsteam überlastet ist, denke über KI-Lösungen nach, die die Vorqualifizierung und Angebotserstellung automatisieren.

Deine Umsetzungs-Checkliste

  • Bedarf prüfen: Wie viele Anfragen erhältst du pro Woche? (>10 lohnt Automatisierung)
  • Lösung wählen: Reicht ein Plugin oder brauchst du die B2B Suite oder KI?
  • Rechtstexte: Freibleibend-Klausel in die PDF-Vorlage eingefügt?
  • Flow Builder: E-Mail-Benachrichtigung an den Vertrieb eingerichtet?
  • Testen: Einmal den kompletten Prozess als Kunde durchspielen (Desktop & Mobile)
  • Messen: KPIs definieren (Bearbeitungszeit, Conversion-Rate, Kundenzufriedenheit)

Die reine Technik ist nur der erste Schritt. Die Integration intelligenter Beratung in den Angebotsprozess ist der Schlüssel zu höheren Warenkörben und zufriedeneren B2B-Kunden. Evaluiere deine Optionen noch heute – der Wettbewerb schläft nicht.

Häufig gestellte Fragen

Nein, die Community Edition und der Rise Plan haben keine integrierte Angebotsfunktion. Diese ist nur in den höheren Plänen (Evolve und Beyond) über die B2B Components verfügbar. Für die Standard-Editionen benötigst du ein Plugin aus dem Shopware Store oder eine externe Lösung.

Die Kosten für Angebots-Plugins variieren zwischen einmalig 100-300€ oder monatlich 20-30€ je nach Anbieter und Funktionsumfang. Im Vergleich zu den Kosten der Evolve/Beyond Pläne ist dies für KMU meist die wirtschaftlichere Lösung.

Die Integration einer KI-Lösung dauert typischerweise 3-7 Werktage. Dies umfasst die API-Anbindung, das Training der KI auf dein Produktsortiment und die Konfiguration der Geschäftsregeln für Preisgestaltung und Rabatte. Ein Plugin ist dagegen in Minuten installiert.

Die rechtliche Bindung hängt nicht davon ab, ob ein Mensch oder eine KI das Angebot erstellt hat. Entscheidend ist der Inhalt des Dokuments. Verwende immer Freizeichnungsklauseln wie Angebot freibleibend und definiere eine klare Gültigkeitsdauer, um dich abzusichern.

Ja, KI-Lösungen können ergänzend zu bestehenden Plugins eingesetzt werden. Die KI übernimmt dann die Vorqualifizierung und Beratung, während das Plugin die finale Dokumentenerstellung und den Backend-Workflow abwickelt. Diese Kombination bietet oft das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis.

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