ERP-Einführung: Kompletter Leitfaden mit KI-Change-Management

ERP-Einführung erfolgreich meistern: 6 Phasen, Kosten & wie KI dein Change Management revolutioniert. Jetzt Scheiterquote von 70% vermeiden!

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Lasse Lung
CEO & Co-Founder bei Qualimero
2. Februar 202618 Min. Lesezeit

Einleitung: Warum die ERP-Einführung eine Operation am offenen Herzen ist

Die Einführung eines Enterprise Resource Planning (ERP) Systems wird oft mit einer Operation am offenen Herzen eines Unternehmens verglichen. Es ist weit mehr als nur die Installation einer neuen Software; es ist ein fundamentaler Eingriff in die DNA der Organisation. Wenn sie gelingt, führt eine ERP-Einführung zu effizienteren Prozessen, Datentransparenz und Skalierbarkeit. Wenn sie scheitert, drohen massive finanzielle Verluste und operative Stillstände – wie das Beispiel Lidl zeigt, wo ein SAP-Projekt nach 7 Jahren und 500 Millionen Euro Kosten abgebrochen wurde.

Doch warum scheitern auch im Jahr 2026 noch so viele dieser Projekte? Die Antwort liegt oft in veralteten Methoden des ERP Change Managements und starren Schulungskonzepten, die an der Realität der menschlichen Lernkurve vorbeigehen. Laut Gartner verfehlen zwischen 55% und 75% aller ERP-Projekte ihre ursprünglichen Ziele.

Dieser Leitfaden führt dich nicht nur durch die klassischen ERP-Einführung Phasen, sondern zeigt auch auf, wie moderne Technologien – insbesondere Künstliche Intelligenz (AI) – die Art und Weise revolutionieren, wie Unternehmen ihre Mitarbeitenden durch diesen Wandel begleiten. Ähnlich wie eine KI-Produktberatung Kunden rund um die Uhr unterstützt, kann KI auch interne Teams bei der Einführung neuer Systeme begleiten.

ERP-Projekte: Die alarmierende Realität in Zahlen
55-75%
Scheiterquote

der ERP-Projekte verfehlen ihre ursprünglichen Ziele

70%
Vergessenes Wissen

des Schulungsinhalts vergessen Mitarbeiter binnen 24 Stunden

500 Mio. €
Lidl SAP-Desaster

Verlust durch abgebrochenes ERP-Projekt nach 7 Jahren

18-36
Monate Dauer

bei komplexen Konzernstrukturen für die vollständige ERP-Implementation

Was ist eine ERP-Einführung? Definition und Tragweite

Eine ERP-Einführung (oder ERP-Implementierung) bezeichnet den gesamten Prozess der Integration einer Enterprise-Resource-Planning-Software in ein Unternehmen. Ziel ist es, isolierte Dateninseln (Silos) abzuschaffen und alle geschäftskritischen Prozesse – von der Beschaffung über die Produktion bis hin zum Vertrieb und der Buchhaltung – in einem zentralen System zu vereinen. Wie xentral.com betont, handelt es sich dabei um einen tiefgreifenden Transformationsprozess.

Es ist entscheidend zu verstehen, dass es sich hierbei primär um ein Organisationsprojekt und erst sekundär um ein IT-Projekt handelt. Die Software ist lediglich das Werkzeug; der eigentliche Wandel findet in den Arbeitsweisen und Köpfen der Mitarbeitenden statt. Genau hier liegt der Schlüssel zum Verständnis, warum so viele ERP-Projekte scheitern: Es wird zu viel Aufmerksamkeit auf die Technik und zu wenig auf die Menschen gerichtet.

Cloud vs. On-Premise: Der erste strategische Scheideweg

Bevor der eigentliche Prozess beginnt, steht oft die grundlegende Entscheidung der Bereitstellungsform. Diese Wahl hat weitreichende Auswirkungen auf Budget, Flexibilität und langfristige Wartungsaufwände. Laut Haufe X360 gewinnt Cloud ERP dabei zunehmend an Bedeutung.

  • Cloud ERP: Die Software wird als Service (SaaS) gemietet. Vorteile sind geringere Einstiegskosten, schnelle Skalierbarkeit und automatische Updates durch den Anbieter. Ideal für wachsende Unternehmen, die Flexibilität schätzen.
  • On-Premise ERP: Die Software wird gekauft und auf eigenen Servern betrieben. Dies bietet maximale Kontrolle und Datensouveränität, erfordert aber hohe Anfangsinvestitionen (CapEx) und eigene IT-Ressourcen für Wartung und Sicherheit.

Wie alphaplan.de hervorhebt, sollte diese Entscheidung nicht nur von technischen Aspekten, sondern auch von strategischen Geschäftszielen abhängen. Viele mittelständische Unternehmen entscheiden sich heute für Hybrid-Modelle, die das Beste aus beiden Welten kombinieren.

Ablauf einer ERP-Einführung: Die 6 klassischen Phasen

Obwohl agile Methoden (wie Scrum) immer häufiger Einzug halten, folgt der grobe Rahmen eines ERP-Projekts meist einem bewährten Phasenmodell. Der Erfolg liegt jedoch im Detail jeder einzelnen Phase – und in der Fähigkeit, flexibel auf unvorhergesehene Herausforderungen zu reagieren.

Die 6 Phasen der ERP-Einführung im Überblick
1
Phase 1: Vorbereitung

SMART-Ziele definieren, Projektteam aufstellen, Lastenheft erstellen

2
Phase 2: Auswahl

Anbieter screenen, Workshops durchführen, Pflichtenheft erarbeiten

3
Phase 3: Konzeption

Fit-Gap-Analyse, Prozess-Redesign, Blueprint erstellen

4
Phase 4: Implementierung

Systemeinrichtung, Datenmigration, Customizing

5
Phase 5: Schulung & Testing

User Acceptance Testing, Endanwender-Training, KI-Support einrichten

6
Phase 6: Go-Live

Rollout, Hypercare-Phase, kontinuierlicher Support

Phase 1: Vorbereitung und Zielsetzung (Project Setup)

Der häufigste Fehler passiert, bevor das ERP-Projekt überhaupt offiziell startet: unklare Ziele. Ohne eine präzise Zieldefinition fehlt dem gesamten Projekt die Orientierung, und Erfolg oder Misserfolg lassen sich am Ende nicht objektiv bewerten.

  • SMART-Ziele definieren: Was genau soll verbessert werden? Beispiel: Reduzierung der Lagerbestände um 20% innerhalb von 12 Monaten oder Verkürzung der Auftragsbearbeitungszeit um 30%.
  • Projektteam aufstellen: Ein ERP-Projekt darf kein reines IT-Projekt sein. Es benötigt Key-User aus allen Fachabteilungen – vom Lager über den Vertrieb bis zur Buchhaltung.
  • Lastenheft erstellen: Hier definiert das Unternehmen was es braucht. Es ist die Wunschliste des Kunden und beschreibt den Ist-Zustand sowie die Soll-Prozesse detailliert.

Wie abas-erp.com hervorhebt, ist ein detailliertes Lastenheft die Versicherung gegen spätere Enttäuschungen. Es definiert genau, was du erwartest, und ohne ein solches Dokument kann der Anbieter später nicht haftbar gemacht werden, wenn Funktionen fehlen.

Phase 2: Auswahl und Systemanalyse (Selection)

Basierend auf dem Lastenheft werden potenzielle Anbieter systematisch gescreent und bewertet. Diese Phase erfordert Sorgfalt, da die Wahl des richtigen Systems die nächsten 10-15 Jahre deines Unternehmens prägen wird.

  • Longlist & Shortlist: Reduziere die Anbieter auf 3-5 Kandidaten, die deine Kernanforderungen erfüllen.
  • Workshops & Demos: Lass dir keine Standard-Demos zeigen, sondern fordere die Abbildung deiner spezifischen kritischen Prozesse (Use Cases) – nur so erkennst du, ob das System wirklich passt.
  • Pflichtenheft: Der gewählte Anbieter erstellt nun das Pflichtenheft. Es ist die Antwort auf das Lastenheft und beschreibt technisch detailliert, wie die Anforderungen umgesetzt werden.

Laut erpplanner.com solltest du bei der Anbieterauswahl auch die langfristige Roadmap des Herstellers berücksichtigen – ein System, das heute perfekt passt, muss auch in 5 Jahren noch zeitgemäß sein.

Phase 3: Konzeption und Design (Blueprinting)

In dieser Phase wird der Bauplan des Systems erstellt. Hier entscheidet sich, wie gut das neue ERP zu deinen tatsächlichen Arbeitsabläufen passt – und wie viel aufwändiges Customizing später nötig wird.

  • Fit-Gap-Analyse: Wo passt der Standard der Software zu den Prozessen, und wo klaffen Lücken (Gaps)?
  • Prozess-Redesign: Ein goldener Grundsatz lautet: Passe die Prozesse an die Software an, nicht umgekehrt. Jede Individualprogrammierung (Customizing) erhöht die Komplexität und erschwert spätere Updates.
Visualisierung der Fit-Gap-Analyse bei der ERP-Konzeption

Phase 4: Implementierung und Datenmigration

Die technische Realisierung beginnt. Diese Phase ist oft zeitaufwändiger als erwartet, besonders wenn die Datenqualität der Altsysteme zu wünschen übrig lässt. Laut werkbank-digital.de unterschätzen die meisten Unternehmen den Aufwand der Datenmigration erheblich.

  • Systemeinrichtung: Konfiguration der Module gemäß Pflichtenheft. Hier werden Stammdaten angelegt, Benutzerrechte definiert und Schnittstellen eingerichtet.
  • Datenmigration: Garbage in, garbage out – schlechte Datenqualität aus Altsystemen kann das neue ERP sofort unbrauchbar machen. Daten müssen bereinigt, dedupliziert und in das richtige Format gebracht werden.

Investiere frühzeitig in Data-Mining-Tools oder KI-Skripte, die Duplikate in deinen Stammdaten erkennen, bevor diese in das neue System migriert werden. Ein neues ERP mit alten, schlechten Daten ist nur ein schnellerer Weg, falsche Entscheidungen zu treffen.

Phase 5: Schulung und Testing (User Acceptance)

Hier entscheidet sich oft Sieg oder Niederlage des gesamten ERP-Projekts. Diese Phase wird systematisch unterschätzt – sowohl zeitlich als auch in ihrer strategischen Bedeutung für den späteren Erfolg.

  • User Acceptance Testing (UAT): Key-User testen das System auf Herz und Nieren anhand realer Geschäftsszenarien.
  • Endanwender-Schulung: Traditionell finden hier tagelange Blockschulungen statt – doch genau hier liegt das Problem.

Die Ebbinghaus'sche Vergessenskurve zeigt ein fundamentales Problem auf: Laut wagonslearning.com und learningguild.com vergessen Menschen ohne Wiederholung ca. 50% des Gelernten nach einer Stunde und bis zu 70% nach 24 Stunden.

Die Folge: Zum Go-Live wissen die Anwender nicht mehr, wie sie buchen sollen. Hier setzen moderne KI-Lösungen an – vergleichbar mit einem KI-gestützten Kundenservice, der rund um die Uhr verfügbar ist und kontextbezogene Hilfe bietet.

Phase 6: Go-Live und Support (ERP-Rollout)

Der Tag X ist gekommen. Das Altsystem wird abgeschaltet (oder in den Lesemodus versetzt) und das neue ERP übernimmt. Dieser Moment markiert nicht das Ende des Projekts, sondern den Beginn der kritischsten Phase.

  • Hypercare-Phase: Intensive Betreuung in den ersten Wochen mit erhöhter Berater- und IT-Support-Präsenz.
  • Das *Tal der Tränen* (Valley of Despair): Nach dem Go-Live sinkt die Produktivität fast immer zunächst ab, da die Mitarbeitenden mit dem neuen System kämpfen.

Wie graymatterblog.com und l10perform.com dokumentieren, ist dieses Produktivitätstal ein universelles Phänomen bei ERP-Einführungen. Das Ziel muss sein, dieses Tal so flach und kurz wie möglich zu halten – und hier kann KI einen entscheidenden Unterschied machen.

Valley of Despair Kurve bei ERP-Einführung mit und ohne KI-Support

Warum 70% aller ERP-Projekte scheitern

Die Statistiken sind alarmierend und konstant. Gartner und andere Analysten beziffern die Quote der Projekte, die ihre Ziele verfehlen (Zeit, Budget oder Funktion), auf 55% bis 75%. Auch randgroup.com bestätigt diese besorgniserregenden Zahlen.

Die häufigsten Gründe für das Scheitern

  1. Widerstand der Mitarbeitenden (Change Management): Menschen sind Gewohnheitstiere. Wenn der Mehrwert nicht kommuniziert wird, entsteht Angst und Blockadehaltung. Laut gestionce.com ist dieser Faktor der Hauptgrund für gescheiterte Implementierungen.
  2. Unklare Anforderungen: Wie open-next.de betont: Wenn das Lastenheft schwammig ist, wird das Ergebnis enttäuschen.
  3. Mangelndes Management-Commitment: Wenn die Geschäftsführung das Projekt nur an die IT delegiert und nicht aktiv vorlebt, fehlt die Autorität bei Konflikten. erp.de unterstreicht die Wichtigkeit der Führungsebene.
  4. Unterschätzung der Datenmigration: Datenbereinigung dauert oft 3-4 mal länger als geplant und verschlingt wertvolle Projektressourcen.

Der Faktor Mensch: ERP Change Management neu gedacht

Die meisten Ratgeber empfehlen mehr Kommunikation. Doch E-Mails und Townhall-Meetings reichen nicht aus. Das Hauptproblem ist die Unsicherheit im Moment des Tuns. Wenn ein Lagermitarbeiter vor der neuen Maske steht und nicht weiß, was er klicken soll, entsteht Frust. Er schaut nicht in das 200-seitige PDF-Handbuch. Er fragt den Kollegen (der es vielleicht auch falsch weiß) oder entwickelt Workarounds am System vorbei.

Laut cobus-concept.de ist dieser Stille-Post-Effekt einer der unterschätzten Risikofaktoren: Informationen werden von Person zu Person weitergegeben und dabei verfälscht, bis am Ende Chaos herrscht.

Erfolgsfaktoren: Moderne Tools statt alter Methoden

Um die Erfolgsquote bei der ERP-Implementation zu erhöhen, müssen Unternehmen moderne Technologien nutzen, die das menschliche Element unterstützen. Die beste Software nützt nichts, wenn die Mitarbeitenden sie nicht bedienen können oder wollen.

KI-Driven Project Support: Der Gamechanger im ERP-Rollout

Stell dir vor, du könntest den Flaschenhals Mensch im Support eliminieren. Moderne ERP-Einführungen nutzen KI-gestützte Assistenten, die das Wissen des gesamten Projekts jederzeit verfügbar machen – ähnlich wie die KI-Mitarbeiterin Theresa es für die Kundenberatung tut.

Intelligenter Dialog statt statischer FAQs

Eine KI, die mit dem kompletten Blueprint, den Prozessbeschreibungen und dem Schulungsmaterial trainiert wurde, kann Fragen in natürlicher Sprache beantworten. Ein Praxisbeispiel: Ein Mitarbeiter fragt im Chat: Wie lege ich einen Retourenauftrag für Kunde X an? Die KI liefert sofort die Schritt-für-Schritt-Anleitung, spezifisch für die konfigurierte Rolle des Mitarbeiters.

Dieses Konzept funktioniert branchenübergreifend – vom KI-Mitarbeiter bei Gartenfreunde, der komplexe Produktfragen beantwortet, bis zur KI-Mitarbeiterin Flora, die Kunden durch umfangreiche Sortimente führt.

Demokratisierung von Wissen im ERP-Projekt

Anstatt auf teure Beraterstunden zu warten, erhalten alle Projektbeteiligten rund um die Uhr konsistente Antworten. Das verhindert den Stille-Post-Effekt, bei dem Informationen verfälscht werden. Jeder – vom Lagerarbeiter bis zum C-Level – bekommt exakt die gleichen, korrekten Informationen.

Onboarding 2.0: Lernen im Moment des Bedarfs

Da das Wissen on demand verfügbar ist, muss nicht alles auf Vorrat gelernt (und wieder vergessen) werden. Dies wirkt der Vergessenskurve direkt entgegen. Die KI-Assistentin Sophie zeigt beispielhaft, wie intelligente Assistenten komplexe Informationen verständlich aufbereiten können.

MerkmalTraditioneller AnsatzKI-gestützter Ansatz
WissensquellePDF-Handbücher, Intranet, Key-UserInteraktiver KI-Assistent
VerfügbarkeitBürozeiten (abhängig von Personen)24/7 Sofort-Antwort
LernkurveSteil (alles auf einmal lernen)Flach (Lernen im Moment des Bedarfs)
AktualitätDokumente veralten schnellKI greift auf Live-Datenbasis zu
Frust-FaktorHoch (Warten auf Antworten)Niedrig (sofortige Lösung)
KonsistenzVariiert je nach Ansprechpartner100% einheitliche Antworten
SkalierbarkeitBegrenzt durch PersonalUnbegrenzt skalierbar
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Saubere Daten als Fundament jeder ERP-Einführung

Investiere frühzeitig in Data-Mining-Tools oder KI-Skripte, die Duplikate in deinen Stammdaten erkennen, bevor diese in das neue System migriert werden. Ein neues ERP mit alten, schlechten Daten ist nur ein schnellerer Weg, falsche Entscheidungen zu treffen. Die KI-Leadgenerierung zeigt, wie intelligente Systeme Daten effektiv analysieren und aufbereiten können.

Agiles Projektmanagement für den ERP-Rollout

Statt eines starren Wasserfall-Modells (alles wird erst am Ende sichtbar), setzen erfolgreiche ERP-Projekte auf hybride Modelle. Die KI-Produktberatung beim Rasendoktor demonstriert, wie iteratives Vorgehen und kontinuierliches Feedback zu besseren Ergebnissen führen.

  • Sprints: Implementiere und teste in kurzen Zyklen (z.B. 2-4 Wochen). So werden Fehler früh erkannt und können günstig korrigiert werden.
  • Frühes Feedback: Lass Key-User schon während der Implementierung mit Prototypen arbeiten, nicht erst beim UAT. Das erhöht die Akzeptanz und identifiziert Probleme rechtzeitig.

Kosten und Dauer einer ERP-Implementierung

Eine pauschale Aussage ist unseriös, aber Benchmarks helfen bei der Orientierung. Wie ultraconsultants.com betont, hängen sowohl Dauer als auch Budget stark von der Komplexität und Unternehmensgröße ab.

Wie lange dauert eine ERP-Einführung?

Die Dauer hängt massiv von der Unternehmensgröße und Komplexität ab. Hier die typischen Zeitrahmen basierend auf Erfahrungswerten von xledger.com:

  • Kleine Unternehmen (KMU): 3 bis 9 Monate bei überschaubarer Komplexität und Cloud-Lösung.
  • Mittelstand: 6 bis 18 Monate, abhängig von der Anzahl der Standorte und Integrationen.
  • Großkonzerne: 18 bis 36+ Monate (Warnbeispiel: Lidl brach ein SAP-Projekt nach 7 Jahren und 500 Mio. Euro Kosten ab).

Was kostet eine ERP-Einführung?

Die Kosten setzen sich aus Lizenzen, Dienstleistung (Implementierung) und interner Zeit zusammen. Die Angaben basieren auf Marktanalysen von xentral.com und YouTube-Experteninterviews:

  • Faustformel: Die Dienstleistungskosten (Beratung, Customizing) betragen oft das 2- bis 3-fache der Lizenzkosten.
  • Cloud ERP: ca. 50€ bis 250€ pro User/Monat. Vorteil: Geringe Initialkosten, Kosten sind Betriebsausgaben (OpEx).
  • On-Premise: Hohe Einmalzahlung (z.B. 50.000€ - 200.000€ für Mittelstand) + jährliche Wartung (ca. 18-22% des Lizenzwertes). Hardware-Ersatz und IT-Personal müssen zusätzlich einkalkuliert werden (Hidden Costs).
Kostenvergleich Cloud ERP vs On-Premise ERP über 5 Jahre

Checkliste: Bist du bereit für die ERP-Einführung?

Bevor du den Startschuss für dein ERP-Projekt gibst, prüfe diese kritischen Punkte. Eine gründliche Vorbereitung kann über Erfolg oder Misserfolg entscheiden.

  • Strategie: Sind die Ziele SMART definiert und mit der Geschäftsstrategie abgestimmt?
  • Team: Hast du einen dedizierten Projektleiter und Key-User, die für das Projekt teilweise vom Tagesgeschäft freigestellt sind?
  • Prozesse: Hast du deine Ist-Prozesse dokumentiert und Optimierungspotenziale identifiziert?
  • Daten: Hast du mit der Bereinigung der Stammdaten begonnen?
  • Budget: Hast du einen Puffer von ca. 20% für Unvorhergesehenes eingeplant?
  • Change Management: Hast du einen Plan, wie du die Belegschaft mitnimmst? (Tipp: Denke über KI-Support nach)
  • Management: Steht die Geschäftsführung sichtbar hinter dem Projekt?
  • KI-Support: Hast du moderne Support-Tools evaluiert, die Mitarbeitende 24/7 unterstützen können?

Fazit: Die Zukunft der ERP-Einführung ist hybrid

Die Einführung eines ERP-Systems bleibt auch 2026 eine der größten Herausforderungen für Unternehmen. Die Technologie der Software selbst ist heute selten das Problem – Cloud-Lösungen sind reif, sicher und leistungsfähig. Das bestätigen auch Analysen von agolution.com.

Die wahre Hürde bleibt der Mensch und seine natürliche Resistenz gegen Veränderung sowie die kognitive Grenze, neues Wissen unter Druck aufzunehmen. Hier liegt die große Chance der künstlichen Intelligenz. Sie ersetzt nicht den menschlichen Berater bei der strategischen Prozessplanung, aber sie ist das fehlende Puzzleteil im ERP Change Management und User Support.

Indem du deinen Mitarbeitenden einen intelligenten, immer verfügbaren Assistenten an die Seite stellst, nimmst du der Veränderung den Schrecken. Du flachst die Vergessenskurve ab und verkürzt den Weg durch das Tal der Tränen nach dem Go-Live drastisch. Die KI-Assistentin Leyla demonstriert eindrucksvoll, wie ein solcher Assistent funktionieren kann.

Erfolgreiche ERP-Projekte der Zukunft kombinieren exzellente Software, empathische Führung und intelligente KI-Support-Tools. Die Unternehmen, die diese drei Elemente zusammenbringen, werden nicht nur ihre ERP-Einführung erfolgreich meistern, sondern auch einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil erzielen.

Häufig gestellte Fragen zur ERP-Einführung

Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) solltest du mit 6 bis 12 Monaten rechnen. Bei komplexen Konzernstrukturen kann das Projekt 18 bis 36 Monate dauern. Cloud-basierte Lösungen lassen sich tendenziell schneller implementieren als On-Premise-Systeme.

Die größten Risiken sind mangelnde Datenqualität, fehlendes Change Management (Widerstand der Mitarbeiter), unklare Zieldefinitionen und eine Ausweitung des Projektumfangs (Scope Creep) während der Laufzeit. Zusätzlich unterschätzen viele Unternehmen den Aufwand für Schulung und kontinuierlichen Support.

Das Lastenheft ist deine Versicherung. Es definiert genau, was du erwartest. Ohne detailliertes Lastenheft kann der Anbieter nicht haftbar gemacht werden, wenn Funktionen fehlen oder Prozesse nicht wie gewünscht laufen. Es bildet die Grundlage für alle weiteren Projektphasen.

KI-gestützte Assistenten können den Support während und nach der Einführung revolutionieren. Sie beantworten Mitarbeiterfragen 24/7, bieten kontextbezogene Hilfe im Moment des Bedarfs und reduzieren so die Vergessenskurve und den Frust-Faktor erheblich. Das verkürzt das Tal der Tränen nach dem Go-Live signifikant.

Es gibt keine pauschale Antwort. Cloud ERP bietet niedrigere Einstiegskosten, schnellere Updates und bessere Skalierbarkeit. On-Premise bietet maximale Kontrolle und Datensouveränität. Viele Unternehmen wählen heute Hybrid-Modelle. Entscheidend sind deine spezifischen Anforderungen an Sicherheit, Budget und Flexibilität.

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