Warenwirtschaft Software Vergleich 2026: Die besten Systeme

Warenwirtschaft Software im Vergleich 2026: Finde das beste System für Händler. Erfahre, warum KI-Integration heute über deinen Erfolg entscheidet.

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Lasse Lung
CEO & Co-Founder bei Qualimero
2. Februar 202618 Min. Lesezeit

Das Ende der passiven Lagerhaltung beginnt jetzt

Stell dir vor, dein Lager könnte sprechen. Nicht nur, um zu sagen: Regal 4B ist leer, sondern um einem Kunden im Webshop zu flüstern: Dieses Mountainbike in Blau ist zwar ausverkauft, aber das Modell in Rot ist technisch identisch, sofort lieferbar und passt sogar besser zu deiner Körpergröße.

Bis heute war Warenwirtschaft Software vor allem eines: ein gigantischer Taschenrechner. Sie diente dazu, Bestände zu erfassen, Rechnungen zu schreiben und sicherzustellen, dass die Buchhaltung stimmt. Das ist wichtig, aber es ist Verwaltung. In einer Zeit, in der Kunden Echtzeit-Antworten erwarten und Märkte volatil sind, reicht Verwaltung nicht mehr aus.

Wir schreiben das Jahr 2026. Die Anforderungen an Händler haben sich drastisch gewandelt. Während die meisten Warenwirtschaftssysteme (WWS) noch immer stur Daten in Tabellen verwalten, beginnt eine neue Ära: Die Evolution von der reinen Storage (Lagerung) hin zum Sales (Verkauf). Mit KI-gestütztem Kundenservice können Händler heute ihre Warenwirtschaftsdaten in echte Verkaufsgespräche verwandeln.

In diesem umfassenden Warenwirtschaft Software Vergleich analysieren wir nicht nur die aktuellen Top-Player auf dem deutschen Markt wie JTL, weclapp oder Xentral. Wir decken auch die entscheidende Lücke auf, die fast alle Vergleiche ignorieren: Die Fähigkeit deines Systems, als Datenbasis für KI-gestützte Kundenberatung zu dienen.

Dieser Artikel ist dein Leitfaden, um nicht nur eine Software zu finden, die deine Pakete zählt, sondern eine Lösung, die dir hilft, sie zu verkaufen.

Was ist eine Warenwirtschaft Software? Definition & Abgrenzung

Bevor wir in den Vergleich einsteigen, müssen wir die Begrifflichkeiten klären. Oft werden Begriffe wie ERP und WWS synonym verwendet, doch für deine Strategie ist der Unterschied entscheidend.

Warenwirtschaftssystem (WWS) vs. ERP – Der wichtige Unterschied

Ein Warenwirtschaftssystem konzentriert sich auf den physischen Fluss der Waren. Es beantwortet die grundlegenden Fragen deines Handelsgeschäfts:

  • Was habe ich eingekauft?
  • Was liegt im Lager?
  • Was wurde verkauft?
  • Wann muss ich nachbestellen?

Ein ERP (Enterprise Resource Planning) geht weiter. Es umfasst das WWS, integriert aber zusätzlich Personalwesen (HR), Finanzbuchhaltung (FiBu), Controlling und oft auch CRM (Customer Relationship Management).

Cloud vs. On-Premise: Die Glaubensfrage der WWS-Welt

Auch 2026 bleibt diese Unterscheidung relevant, wenngleich der Trend eindeutig ist. Die Entscheidung beeinflusst maßgeblich, wie gut du dein System später mit KI-Tools verbinden kannst.

Cloud (SaaS): Die Software läuft auf den Servern des Anbieters (z.B. weclapp, Xentral). Der Vorteil liegt im Zugriff von überall, keiner Wartung und schnellen Updates – besonders wichtig für KI-Features. Der Nachteil: Laufende Abo-Kosten und extern gespeicherte Daten.

On-Premise: Die Software wird lokal installiert (z.B. klassische JTL-Wawi Installationen, wobei auch hier Hybrid-Lösungen zunehmen). Der Vorteil: Oft einmalige Lizenzkosten und volle Datenkontrolle. Der Nachteil: Eigene IT-Infrastruktur nötig, Updates oft mühsam und schwieriger an moderne KI-Tools anzubinden.

Top 5 Warenwirtschaftssysteme im Vergleich 2026

Basierend auf aktueller Marktrecherche und Nutzerbewertungen dominieren in Deutschland folgende Systeme. Wir bewerten diese nicht nur nach ihren klassischen Funktionen, sondern werfen einen kritischen Blick auf ihre Consultation Capabilities – also ihre Fähigkeit, Daten für moderne Beratung bereitzustellen.

Die große Vergleichstabelle 2026

SoftwareTypZielgruppeStärke (Logistik)KI-Potenzial
JTL-WawiOn-Premise/HybridE-Commerce & VersandhandelExtrem starkes Ökosystem, kostenloser EinstiegMittel: Erste KI-Features für Texte
XentralCloud (SaaS)Wachsende D2C-BrandsLean ERP, starke AutomatisierungHoch: AI Copilot integriert
weclappCloud (SaaS)KMU & DienstleisterAll-in-One mit CRM, benutzerfreundlichMittel: KI-Roadmap vorhanden
BillbeeCloud (SaaS)Kleine Händler & MultichannelKostengünstig, reine AuftragsabwicklungNiedrig: Fokus auf Abwicklung
Shopify SidekickPlattform-FeatureE-Commerce Pure PlayerIntegriert im Shop-SystemSehr Hoch: Echter KI-Assistent

JTL-Wawi: Der Platzhirsch im deutschen E-Commerce

JTL ist in Deutschland der Standard für viele Online-Händler. Die Software ist in der Basisversion kostenlos und modular erweiterbar, was sie besonders für den Einstieg attraktiv macht.

Logistik-Power: Mit JTL-WMS bietet es eine Lagerverwaltung, die auch chaotische Lagerhaltung perfekt beherrscht. Das Ökosystem aus Plugins und Schnittstellen ist unübertroffen.

KI-Status: JTL hat erkannt, dass KI wichtig ist. Laut JTL-Software erlauben neue Features die Generierung von Artikelbeschreibungen via ChatGPT und automatische Übersetzungen. Das Unternehmen arbeitet aktiv an weiteren KI-Integrationen.

Das Problem: Es bleibt ein Tool zur Verwaltung. Die Daten sind oft tief in SQL-Datenbanken vergraben. Eine Echtzeit-Interaktion mit dem Endkunden über diese Daten erfordert komplexe Middleware – hier können jedoch KI-Produktberatungslösungen als Brücke dienen.

Xentral: Der Liebling moderner D2C-Brands

Xentral hat sich als schlankes ERP für moderne Brands etabliert. Es verbindet Lager, Produktion und Buchhaltung in der Cloud und spricht besonders die Höhle der Löwen-Generation an.

Logistik-Power: Starke Schnittstellen zu Fulfillment-Dienstleistern und Shops wie Shopify oder Amazon. Die Benutzeroberfläche ist modern und intuitiv.

KI-Status: Mit dem Xentral AI Copilot können Nutzer Fragen an ihre Daten stellen (z.B. Welche Produkte haben die höchste Retourenquote?). Das ist ein großer Schritt Richtung Active Data, fokussiert sich aber aktuell noch auf interne Analysen, nicht auf externe Kundenberatung.

weclapp: Das Allround-Talent für KMU

weclapp punktet durch eine extrem aufgeräumte Oberfläche und die tiefe Integration von CRM und Warenwirtschaft. Die All-in-One-Philosophie macht es besonders für Teams attraktiv.

Logistik-Power: Solide Lagerverwaltung, aber oft weniger granular als JTL bei extrem komplexen Logistik-Szenarien.

KI-Status: Laut weclapp integriert das System KI vor allem zur Automatisierung von Routineaufgaben wie Belegzuordnung. Die Roadmap zeigt Bestrebungen, KI tiefer zu verankern, aber aktuell ist es primär ein Effizienz-Tool für Mitarbeiter.

Billbee: Die günstige Multichannel-Lösung

Laut Softwareabc24 eignet sich Billbee perfekt für kleine Händler, die auf mehreren Kanälen verkaufen und keine schwere ERP-Lösung benötigen.

Logistik-Power: Fokus liegt klar auf der Auftragsabwicklung. Bestellungen aus Amazon, eBay und dem eigenen Shop werden zentral verwaltet.

KI-Status: Niedrig. Der Fokus liegt rein auf Abwicklung, weniger auf tiefer Datenhaltung für KI-Anwendungen.

Shopify Sidekick: Der Blick in die Zukunft

Auch wenn Shopify primär ein Shopsystem ist, nutzen viele kleine Händler die internen WWS-Funktionen. Der echte Gamechanger ist jedoch der KI-Assistent.

KI-Status: Laut Sidekick AI und GetMesa ist Shopify Sidekick das Paradebeispiel für die neue Generation. Der Assistent kennt nicht nur den Lagerbestand, sondern versteht den Kontext (Warum verkauft sich Produkt X schlecht?). Er kann Aktionen ausführen, statt nur Daten anzuzeigen. Hier verschwimmt die Grenze zwischen Software und Mitarbeiter.

Vergleich klassische Warenwirtschaft versus KI-integrierte Lösung

Der neue Standard: WWS meets AI als Wettbewerbsvorteil

Die oben genannten Systeme sind gut darin, dir zu sagen, dass du noch 5 rote Fahrräder hast. Aber keines von ihnen hilft dir aktiv dabei, dem Kunden zu erklären, warum er dieses Fahrrad kaufen sollte, wenn er nachts um 23 Uhr in deinem Shop surft.

Hier liegt die Content Gap der meisten Vergleiche: Sie betrachten WWS als Backend-Tool. Wir betrachten es als Wissensdatenbank für den Verkauf. Ein Beispiel dafür ist die KI-Mitarbeiterin Flora, die Produktdaten nutzt, um Kunden in Echtzeit zu beraten.

Von Static Data zu Active Data – Die Revolution

Die meisten Händler nutzen ihre Warenwirtschaft als Datenfriedhof. Artikelnummern, EANs, Gewichte und Bestände liegen dort passiv und warten darauf, abgerufen zu werden.

Das alte Modell (Passive Daten): Ein Kunde fragt im Chat: Passt der Sattel auf das Bike? Der Support-Mitarbeiter muss ins WWS schauen, die Specs prüfen, vielleicht ins Lager laufen. Das dauert Minuten – in denen der Kunde längst zur Konkurrenz gewechselt ist.

Das neue Modell (Active Data): Eine KI-Schicht (AI Agent) liegt über deiner Warenwirtschaft. Sie liest die technischen Daten (Sattelstütze Durchmesser 27,2mm) und den Bestand (Sofort verfügbar) in Echtzeit aus und kommuniziert direkt mit dem Kunden.

Die Evolution der Warenwirtschaft
1
Phase 1: Die Liste (1990-2005)

Excel-Tabellen und DOS-Systeme. Funktion: Speichern. Frage: Was habe ich?

2
Phase 2: Der Verwalter (2005-2023)

Cloud WWS und ERP-Systeme. Funktion: Automatisieren & Verknüpfen. Frage: Wann nachbestellen?

3
Phase 3: Der Berater (ab 2025)

AI-Integrated WWS. Funktion: Beraten & Verkaufen. Frage: Welches Produkt löst das Kundenproblem jetzt?

Szenario: Der Unterschied in der Praxis

Situation: Ein Kunde sucht ein Geschenk für seine Frau, die gerne wandert, aber Knieprobleme hat. Wie unterscheiden sich die Ansätze?

Erkenntnis: Die Warenwirtschaft ist hier nicht mehr nur Lagerverwaltung, sondern das Gehirn des Verkäufers. Die KI-Produktberatung beim Rasendoktor zeigt eindrucksvoll, wie dieser Ansatz in der Praxis funktioniert und Conversion-Raten steigert.

KI-Agent nutzt Warenwirtschaftsdaten für intelligente Kundenberatung

Kaufkriterien 2026: Worauf du bei der Auswahl achten musst

Wenn du 2026 eine Warenwirtschaft Software auswählst, darfst du nicht mehr nur nach Lieferscheindruck und DATEV-Export fragen. Diese Funktionen sind Table Stakes – Grundvoraussetzungen. Um zukunftsfähig zu bleiben, brauchst du neue Kriterien.

Die Klassiker – Diese Funktionen müssen gegeben sein

  1. Schnittstellen (Connectors): Anbindung an Marktplätze (Amazon, eBay, Kaufland) und Shopsysteme (Shopify, Shopware, WooCommerce)
  2. Automatisierung: Workflows (z.B. Wenn Auftrag bezahlt -> Drucke Lieferschein -> Sende Mail)
  3. Rechtssicherheit: GoBD-Konformität, TSE für Kassen, korrekte Steuersatz-Berechnung (OSS-Verfahren)

Die neuen Kriterien – Der AI-Readiness Check

Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Stelle dem Anbieter diese kritischen Fragen:

1. Die Product Knowledge Engine

Kann die Software unstrukturierte Daten speichern? Ein klassisches WWS hat Felder für Länge, Breite, Höhe. Ein modernes System muss auch Anwendungszweck, Stil oder Kompatibilität so speichern können, dass eine KI sie versteht.

Testfrage an den Anbieter: Kann ich Freitext-Attribute anlegen, die per API auslesbar sind?

2. API-First Architektur

Eine geschlossene Datenbank ist 2026 tödlich. Damit ein AI-Agent (wie in unserem Szenario oben) funktionieren kann, muss er millisekundenschnell auf Bestände zugreifen können.

Warnsignal: Wenn der Anbieter sagt Wir haben einen CSV-Export, der jede Nacht läuft, renne weg. Du brauchst REST- oder GraphQL-APIs für Echtzeit-Abfragen.

3. Active Inventory Intelligence

Kann das System proaktiv warnen? Nicht nur Bestand niedrig, sondern Bestand niedrig UND Nachfrage steigt gerade wegen Wetterumschwung.

Laut Nul Global und Relevance AI docken Systeme wie Prediko oder Relevance AI an WWS an, um genau diese Vorhersagen zu treffen. Dein WWS muss offen für solche Plugins sein.

WWS-Markt 2026: Die wichtigsten Kennzahlen
73%
Cloud-Adoption

der deutschen Händler setzen auf Cloud-WWS

2.5x
API-Nutzung

mehr API-Calls als noch 2023

45%
KI-Integration

planen KI-Features in den nächsten 12 Monaten

89%
Multichannel

verkaufen über mehr als einen Kanal

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Für wen eignet sich welche Lösung? Der Entscheidungsguide

Nicht jeder braucht den AI-Ferrari. Hier eine Einordnung nach Geschäftsmodell, damit du die richtige Entscheidung für dein Unternehmen triffst:

1. Der E-Commerce Starter und Side-Hustler

Profil: Shopify-Store, Dropshipping oder kleines Eigenlager mit weniger als 50 Bestellungen pro Tag.

Empfehlung: Nutze die Bordmittel (Shopify Inventory) oder Billbee. Du brauchst kein externes, teures WWS.

AI-Strategie: Nutze Tools wie Shopify Sidekick. Die Integration ist bereits vorhanden und du kannst sofort loslegen.

2. Der wachsende D2C-Brand (Direct-to-Consumer)

Profil: Eigenes Produkt, starkes Marketing, 100-500 Bestellungen pro Tag. Du baust eine Marke auf.

Empfehlung: Xentral oder weclapp. Du brauchst saubere Prozesse, aber Flexibilität für schnelles Wachstum.

AI-Strategie: Xentral bietet mit dem Copilot gute Ansätze. Nutze die API, um einen Custom-GPT für deinen Kundensupport anzubinden, der auf die Produktdaten zugreift. Die KI-Mitarbeiterin Kira zeigt, wie das in der Praxis aussehen kann.

3. Der klassische Multi-Channel Händler

Profil: Verkauft auf Amazon, eBay, im eigenen Shop und vielleicht im Ladenlokal. Hohes Volumen, kleine Margen.

Empfehlung: JTL-Wawi. Die Kostenstruktur ist unschlagbar, die Logistik-Prozesse sind extrem robust.

AI-Strategie: Hier ist Vorsicht geboten. JTL ist mächtig, aber technisch oft starr. Du benötigst Middleware oder spezialisierte Partner, um moderne AI-Agenten an die JTL-Datenbank anzubinden. Aber: JTL arbeitet aktiv an eigenen AI-Features.

Entscheidungsmatrix für verschiedene Händlertypen und WWS-Lösungen

Die Feature-Matrix: Wo liegt die echte Lücke?

Um die Unterschiede zwischen den Systemen greifbar zu machen, haben wir eine Feature-Matrix erstellt. Sie zeigt deutlich: Während alle Anbieter bei den Basis-Features punkten, klafft bei der KI-Kundenberatung eine massive Lücke.

FeatureJTL-WawiXentralweclappBillbeeMit KI-Layer
Basis-Inventar
Multi-Channel
Buchhaltung/DATEV⚠️
Automatisierung⚠️
Interne KI-Analysen⚠️⚠️
AI-Produktberatung
Echtzeit-Kundenberatung

Die Tabelle verdeutlicht: Selbst die modernsten WWS-Systeme fokussieren sich auf interne Prozesse. Die Schnittstelle zum Endkunden – dort, wo der Verkauf passiert – bleibt unbesetzt. Genau hier setzen Lösungen für automatisierte Beratung an.

Praktische Implementierung: So verbindest du WWS und KI

Die Theorie ist klar, aber wie setzt du das praktisch um? Hier ist der Fahrplan für die Integration einer KI-Beratungsschicht über deinem bestehenden WWS:

Schritt 1: Datenqualität prüfen und verbessern

Bevor du KI anbindest, muss deine Datenbasis stimmen. Prüfe deine Produktdaten auf Vollständigkeit: Sind alle relevanten Attribute gepflegt? Hat jedes Produkt eine vernünftige Beschreibung? Sind technische Spezifikationen korrekt?

Schritt 2: API-Zugang einrichten

Stelle sicher, dass dein WWS eine moderne API bietet. Du brauchst mindestens Lesezugriff auf Produktdaten, Bestände und Preise in Echtzeit. Die meisten modernen Systeme bieten REST-APIs, dokumentiert in ihren Entwicklerportalen.

Schritt 3: KI-Layer auswählen und integrieren

Wähle eine KI-Lösung, die sich auf E-Commerce-Beratung spezialisiert hat. Diese sollte in der Lage sein, deine Produktdaten zu verstehen, Kundenanfragen zu interpretieren und passende Empfehlungen zu geben. Ein gutes Beispiel ist KI Paul, der genau diese Brücke zwischen Produktdaten und Kundenberatung schlägt.

Schritt 4: Training und Optimierung

Die KI muss deine Produkte verstehen. Das bedeutet: Trainiere sie mit typischen Kundenanfragen, definiere Entscheidungskriterien und optimiere kontinuierlich basierend auf echten Gesprächen.

Retourenreduktion durch bessere Beratung

Ein oft übersehener Vorteil der KI-Integration: Sie reduziert Retouren signifikant. Wenn Kunden vor dem Kauf richtig beraten werden, kaufen sie seltener das falsche Produkt.

Das klassische Problem: Ein Kunde bestellt drei Größen eines Schuhs, probiert zu Hause an und schickt zwei zurück. Das kostet dich Versand, Handling und oft auch Wertminderung.

Die KI-Lösung: Der AI-Agent fragt proaktiv nach Fußlänge, Verwendungszweck und Passform-Präferenzen. Er kennt aus den WWS-Daten die Größentabellen und kann konkret empfehlen: Bei deiner Fußlänge von 27cm empfehle ich Größe 43. Das Modell fällt normal aus. Die Automatisierung im Kundenservice zeigt, wie dieser Ansatz die Retourenquote um bis zu 25% senken kann.

Zukunftsausblick: Was kommt nach 2026?

Die Evolution der Warenwirtschaft ist noch lange nicht abgeschlossen. Hier sind die Trends, die du auf dem Radar haben solltest:

Predictive Commerce

KI wird nicht nur auf Anfragen reagieren, sondern proaktiv handeln. Dein System erkennt, dass ein Stammkunde alle 6 Wochen Druckerpatronen bestellt – und schickt ihm automatisch eine Erinnerung, bevor er danach suchen muss.

Voice Commerce Integration

Die Grenzen zwischen Chat, Sprache und Warenwirtschaft verschwimmen. Dein Kunde fragt Alexa: Ist meine Bestellung schon unterwegs? – und die Antwort kommt direkt aus deinem WWS, angereichert mit Kontext.

Autonome Nachbestellung

KI-Agenten werden nicht nur verkaufen, sondern auch einkaufen. Basierend auf Absatzprognosen und Lieferantenkonditionen bestellt das System automatisch nach – mit menschlicher Freigabe nur bei Ausnahmen.

Zukunftsvision der intelligenten Warenwirtschaft mit KI-Integration

Fazit: Die Zukunft gehört den Consulting Systems

Der Markt für Warenwirtschaft Software ist gesättigt mit soliden Lösungen für die Verwaltung. JTL, Xentral und weclapp machen ihren Job gut. Wenn du nur jemanden suchst, der deine Bestände zählt, greife zu einem dieser Marktführer.

Doch wenn du im Jahr 2026 und darüber hinaus wettbewerbsfähig bleiben willst, musst du umdenken. Der Preiskampf im E-Commerce wird härter. Du kannst oft nicht der Billigste sein. Du musst derjenige sein, der am besten berät.

Die Kern-Erkenntnis: Eine moderne Warenwirtschaft ist nicht mehr das Backend, das man im Keller versteckt. Sie ist die Single Source of Truth für deine KI-Verkaufsagenten.

Unsere Handlungsempfehlung in vier Schritten

  1. Wähle ein WWS, das deine Logistik beherrscht (Basis)
  2. Prüfe, ob es eine moderne API hat (Zukunftssicherheit)
  3. Beginne, deine Produktdaten im WWS so zu pflegen, dass eine KI sie lesen kann (Qualität)
  4. Ergänze dein WWS mit einer AI-Consultation-Layer – einer Lösung, die deine Daten nimmt und sie in Verkaufsgespräche verwandelt

Verwaltung war gestern. Heute ist Beratung. Und deine Warenwirtschaft liefert den Stoff dafür. Die Leadqualifizierung mit KI zeigt, wie Unternehmen bereits heute diese Transformation erfolgreich umsetzen.

FAQ: Häufige Fragen zur Warenwirtschaft 2026

Für den Einstieg eignen sich Billbee (sehr günstig, starker Fokus auf Multi-Channel) oder weclapp (wenn mehr ERP-Funktionen wie CRM benötigt werden). Wer technisch affin ist und kostenlos starten will, greift zu JTL-Wawi. Die Wahl hängt stark von deinem Verkaufsvolumen und den genutzten Kanälen ab.

In den meisten Fällen: Nein. Cloud-Lösungen (SaaS) wie Xentral oder weclapp sind sicherer, flexibler und besser für die Anbindung von KI-Tools geeignet. On-Premise lohnt sich fast nur noch für sehr große Lager mit spezieller Hardware-Anbindung oder bei extremen Datenschutz-Anforderungen – wobei auch Cloud-Anbieter hier aufgeholt haben.

Aktuell in drei Bereichen: Content (Erstellung von Produkttexten und Übersetzungen, z.B. in JTL), Analytics (Analyse von Daten durch natürliche Sprache, z.B. Xentral Copilot) und Consultation (der neue Trend: Nutzung der Bestandsdaten für Chatbots und Shopping-Assistenten, die Kunden live beraten).

Die Kosten variieren stark je nach Komplexität. Einfache Chatbot-Integrationen starten bei wenigen hundert Euro monatlich. Vollwertige AI-Consultation-Layer mit tiefer WWS-Anbindung liegen typischerweise zwischen 500 und 2.000 Euro monatlich – amortisieren sich aber oft schnell durch höhere Conversion-Rates und weniger Retouren.

Ja, das ist sogar der empfohlene Weg. Du musst nicht dein komplettes System ersetzen. Eine moderne KI-Lösung dockt via API an dein bestehendes WWS an und nutzt die vorhandenen Produktdaten. So kombinierst du die Stabilität deines bewährten Systems mit den Vorteilen moderner KI-Beratung.

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