Excel-Chaos oder Wachstum: Der Wendepunkt für Kleinunternehmen
Hast du das Gefühl, dein Unternehmen wird mehr von Excel-Tabellen geführt als von dir selbst? Du bist nicht allein. Für die meisten Gründer und Kleinunternehmer beginnt die Reise genau dort: Ein Flickenteppich aus Spreadsheets, isolierten Rechnungs-Tools und einem E-Mail-Postfach, das aus allen Nähten platzt. Doch irgendwann kommt der Punkt, an dem dieses kreative Chaos nicht mehr charmant ist, sondern das Wachstum bremst. Bestellungen gehen verloren, Lagerbestände stimmen nicht, und wichtige Entscheidungen werden aus dem Bauch heraus getroffen, weil verlässliche Daten fehlen.
Hier kommt normalerweise das ERP-System (Enterprise Resource Planning) ins Spiel. Doch der Begriff allein löst bei vielen Kleinunternehmern Fluchtreflexe aus: Zu teuer, zu komplex, zu starr – ein Monster, das eher Konzerne wie VW oder Siemens bändigt als ein agiles Startup mit 10 Mitarbeitern.
Doch das Blatt hat sich gewendet. Wir schreiben das Jahr 2025/2026, und der Markt für Unternehmenssoftware durchläuft gerade die größte Revolution seit der Erfindung der Cloud. Es geht nicht mehr nur darum, Daten zu speichern. Die neue Generation von ERP-Lösungen für kleine Unternehmen will mehr sein: Nicht nur ein digitales Archiv, sondern ein aktiver Partner, der mitdenkt. Ähnlich wie ein KI-gestützter Kundenservice deine Kundenkommunikation revolutioniert, kann ein intelligentes ERP deine gesamten Geschäftsprozesse auf ein neues Level heben.
In diesem umfassenden Guide erfährst du nicht nur, welche ERP-Systeme für kleine Unternehmen aktuell den Markt dominieren und was sie kosten. Wir decken auch auf, warum die bloße Verwaltung von Ressourcen nicht mehr ausreicht und wie Künstliche Intelligenz (KI) gerade dabei ist, die Rolle des ERP vom Buchhalter zum Unternehmensberater zu wandeln.
Was ist ein ERP-System? Die moderne Definition für 2025
Bevor wir in die Tiefen der Anbieter und Features eintauchen, müssen wir das Fundament klären. Die klassische Definition ist trocken: Ein ERP-System (Enterprise Resource Planning) ist eine Softwarelösung, die alle Kernprozesse eines Unternehmens – von Einkauf und Lagerhaltung über Vertrieb und Buchhaltung bis hin zum Personalwesen – in einer einzigen Datenbank bündelt.
Das Ziel war bisher immer Zentralisierung. Statt fünf verschiedene Insel-Lösungen zu haben, die nicht miteinander sprechen, gibt es eine Single Source of Truth (eine einzige Quelle der Wahrheit). Laut IT-Matchmaker ist Cloud-ERP mittlerweile der unbestrittene Standard für kleine und mittlere Unternehmen.
Der Paradigmenwechsel: Vom Aktenschrank zum Gehirn
Für kleine Unternehmen und Startups greift diese Definition heute zu kurz. Ein modernes ERP für Kleinunternehmen ist nicht mehr nur ein digitaler Aktenschrank, in den du Daten hineinwirfst und hoffst, sie irgendwann wiederzufinden. Stell dir das System eher als das zentrale Nervensystem oder das Gehirn deiner Firma vor.
Daten sind isoliert in verschiedenen Tabellen. Nur eine Person versteht das System. Fehleranfällig und nicht skalierbar.
Daten sind zentralisiert. Du fragst das System und erhältst Antworten. Passiver Datencontainer ohne eigene Intelligenz.
Daten werden aktiv. Das System meldet sich proaktiv, gibt Empfehlungen und übernimmt eigenständig Workflows.
Der Unterschied zwischen ERP 1.0 und ERP 2.0 ist gigantisch. Bei einem klassischen System fragst du: Wie viele blaue T-Shirts haben wir noch? – und das System antwortet: 5 Stück. Bei einem KI-gestützten System meldet sich das System von selbst: Wir haben nur noch 5 blaue T-Shirts. Da am Freitag eine Marketing-Kampagne startet und die Lieferzeit 3 Tage beträgt, habe ich bereits einen Nachbestellungs-Entwurf erstellt. Soll ich ihn absenden?
Während klassische Systeme passiv warten, agieren moderne, intelligente Systeme proaktiv. Für kleine Teams, die oft keine eigene Abteilung für Datenanalyse haben, ist dieser Wandel überlebenswichtig. Eine KI Produktberatung funktioniert nach dem gleichen Prinzip: Sie wartet nicht auf Fragen, sondern berät aktiv.
Wann lohnt sich ein ERP für Kleinunternehmen? Die Checkliste
Viele Gründer fragen sich: Bin ich nicht noch zu klein für ein ERP? Die Antwort lautet fast immer: Wenn du dir diese Frage stellst, bist du wahrscheinlich schon zu spät dran. Der ideale Zeitpunkt für die Einführung ist bevor das Chaos die Überhand gewinnt.
Hier ist eine Checkliste. Wenn du mehr als zwei dieser Punkte mit Ja beantwortest, ist es Zeit für ein ERP für kleine Firmen:
- Der Excel-Tod: Deine Excel-Listen sind so komplex geworden, dass nur noch eine Person im Unternehmen sie versteht. Wenn diese Person krank wird, steht der Betrieb still.
- Daten-Silos: Du musst Kundendaten im CRM, im Rechnungsprogramm und im Versandtool separat eingeben – und machst dabei Tippfehler.
- Blindflug im Lager: Du verkaufst Produkte, die physisch gar nicht mehr im Lager sind, oder findest Ware, von der du dachtest, sie sei ausverkauft.
- Reaktionszeit: Ein Kunde fragt nach dem Status einer Bestellung, und du musst dich durch drei verschiedene Systeme klicken, um eine Antwort zu geben.
- Finanz-Blindheit: Du weißt erst am Ende des Monats (oder Quartals), wie viel Gewinn du wirklich gemacht hast.
- Wachstumsschmerz: Du willst skalieren (z.B. auf einen neuen Marktplatz wie Amazon expandieren), aber deine manuellen Prozesse erlauben keine Erhöhung des Auftragsvolumens.
Warum ERP Startup eine eigene Kategorie ist
Startups haben andere Bedürfnisse als der klassische Mittelstand. Sie brauchen keine Software, die auf 20 Jahre ausgelegt ist und Millionen kostet. Ein ERP Startup muss drei zentrale Anforderungen erfüllen:
- Skalierbarkeit: Das System muss mitwachsen – von 10 auf 1000 Aufträge am Tag ohne kompletten Systemwechsel.
- Speed: Die Implementierung darf keine 6 Monate dauern. Startups brauchen schnelle Erfolge.
- Offenheit: API-Schnittstellen zu Shopify, Amazon, PayPal und weiteren Plattformen sind absolute Pflicht.
Die besten ERP-Systeme für kleine Unternehmen 2025
Der deutsche Markt für ERP-Software ist dicht besiedelt. Um dir die Orientierung zu erleichtern, haben wir die relevantesten Anbieter für kleine Unternehmen und Startups analysiert. Wir konzentrieren uns hier auf Cloud-Lösungen, da On-Premise-Installationen (lokale Server) für kleine Unternehmen meist unwirtschaftlich sind.
Weclapp: Der Allrounder für Dienstleister und Handel
Weclapp gehört zu den beliebtesten Cloud-ERP-Lösungen in Deutschland und wurde mehrfach ausgezeichnet. Der Fokus liegt sehr stark bei Dienstleistern wie Agenturen und Beratern sowie im E-Commerce.
Funktionen: CRM, Warenwirtschaft, Projektmanagement und Buchhaltungsvorbereitung sind nahtlos integriert. Die Lösung punktet besonders durch eine intuitive Benutzeroberfläche, schnelle Einrichtung und deutschen Serverstandort für DSGVO-Konformität.
Preise laut [Weclapp](https://vertexaisearch.cloud.google.com/grounding-api-redirect/AUZIYQGWuCH-7HrgFJX9F85PzBffqWExw6OsTJMdymgmopFdck9KjGXFhmyGNxwMMMSwYB2ZBDrCEbpyE6jgr7En3RfD2T5XHFkp75tV_nx0XSJ7fAzJ2WHQmCM=): Das Starter-Paket beginnt ab ca. 39€ pro Nutzer/Monat bei jährlicher Zahlung. Umfangreichere Pakete wie ERP Handel liegen bei ca. 99€ bis 149€ pro Nutzer/Monat. Zusätzliche Module wie Vertragsmanagement oder Helpdesk kosten jeweils ca. 55€/Monat extra.
Nachteile: Bei sehr komplexen Fertigungsprozessen stößt Weclapp manchmal an Grenzen. Laut OMR Reviews könnte das Reporting noch tiefergehender sein.
Xentral: Der Spezialist für E-Commerce und Startups
Xentral hat sich durch Investoren wie Frank Thelen und Sequoia stark als The Next Gen ERP positioniert und zielt massiv auf E-Commerce-Startups ab. Der Fokus liegt auf Online-Händlern, D2C-Brands und FBA-Sellern (Fulfillment by Amazon).
Funktionen: Extrem starke Schnittstellen zu Shops (Shopify, Shopware) und Marktplätzen. Automatisierung von Versand und Logistik steht im Mittelpunkt. Der Lean ERP-Ansatz bedeutet, dass das System sehr gut mitwächst, wenn ein Startup von der Garage zum Logistikzentrum skaliert.
Preise laut [Xentral](https://vertexaisearch.cloud.google.com/grounding-api-redirect/AUZIYQFUvsxhCCzIMQjEeRV_1k13zieVo63L0rE8uurp8bxc-1h_3wTPIhbvn8YCZw2Qk4AfuuPYpRJZSP9OBms1I6uAVM2VVoNIsaHkry-OuIzyW837): Starter ab 349€/Monat (beinhaltet 500 Aufträge/Monat und unlimitierte Nutzer), Business ab 649€/Monat für mehr Automatisierung, Pro ab 849€/Monat.
Nachteile: Der Einstiegspreis ist für Kleinstunternehmer (Solo-Selbstständige) oft zu hoch. Der Fokus liegt klar auf Handel, weniger auf Dienstleistung.
Odoo: Der modulare Baukasten (Open Source)
Odoo verfolgt einen anderen Ansatz. Es ist eine Suite aus hunderten von Apps, die nahtlos integriert sind. Der Fokus liegt auf Bastlern, Tech-affinen Startups und Unternehmen, die absolute Flexibilität brauchen.
Funktionen: Von der Website über ERP bis hin zu Marketing-Automation ist alles möglich. Laut Datenpol startet eine einzelne App (z.B. nur Buchhaltung) kostenlos. Alle Apps zusammen kosten ca. 19,90€ pro Nutzer/Monat im Standard-Paket.
Vorteile: Unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis bei den Lizenzen. Extrem breiter Funktionsumfang für günstiges ERP.
Nachteile: Die versteckten Kosten liegen in der Einrichtung. Laut Prefortune ist der Support oft nur auf Englisch/Französisch optimal, auch wenn es deutsche Partner gibt.
Haufe X360: Der Mittelstands-Profi
Eine 360-Grad-Lösung, die sich an den klassischen Mittelstand richtet, aber auch für wachsende kleine Firmen interessant ist. Der Fokus liegt auf soliden kaufmännischen Prozessen und Finanzbuchhaltung.
Vorteile: Starke Marke im Hintergrund (Haufe), sehr verlässlich, gute DATEV-Anbindung. Laut Haufe-X360 ist die Software besonders für KMU konzipiert, die Wert auf deutsche Compliance legen.
Nachteile: Tendenziell etwas komplexer und teurer in der Einführung als die jungen Wilden wie Weclapp oder Xentral.
| Anbieter | Fokus | Startpreis/Monat | Ideal für |
|---|---|---|---|
| Weclapp | Dienstleister, Handel | Ab 39€/Nutzer | Agenturen, Berater, Online-Shops |
| Xentral | E-Commerce, D2C | Ab 349€ (unlimitierte Nutzer) | Schnell wachsende Online-Händler |
| Odoo | Flexibilität, Open Source | Ab 0€ (eine App) | Tech-affine Startups, Bastler |
| Haufe X360 | Mittelstand, Compliance | Individuell | Traditionelle KMU mit DATEV-Anbindung |
Der Missing Link: Warum Datenbanken keine Beratung ersetzen
Jetzt kommen wir zum entscheidenden Punkt, den die meisten Vergleiche ignorieren. Wenn du dir die oben genannten Systeme ansiehst (Xentral, Weclapp, Odoo), dann sind das exzellente Verwaltungswerkzeuge. Sie bringen Ordnung ins Chaos. Sie sorgen dafür, dass Rechnungen geschrieben und Pakete versendet werden.
Aber: Sie sind im Kern passiv. Es sind Datenbanken. Die wirklich spannende Frage ist: Wer trifft die Entscheidungen auf Basis dieser Daten?
Das Problem der dummen Daten
Ein klassisches ERP zeigt dir Daten an. Die Interpretation dieser Daten liegt zu 100% bei dir. Das ERP sagt: Umsatz Produkt A ist um 10% gesunken. Das ERP sagt nicht: Umsatz Produkt A sinkt, weil ein Wettbewerber den Preis gesenkt hat. Du solltest eine Rabattaktion starten oder das Bundle XY anbieten.
Für kleine Unternehmen, die oft keinen Vertriebsleiter oder Data Scientist haben, ist das ein massives Problem. Du hast zwar alle Daten, weißt aber oft nicht, welche Entscheidung die richtige ist. Genau hier setzen moderne KI-Lösungen an – ähnlich wie eine KI Leadgenerierung, die nicht nur Daten sammelt, sondern aktiv qualifizierte Leads identifiziert.
Die Lösung: Consultative AI – Beratende Künstliche Intelligenz
Hier entsteht gerade eine riesige Marktlücke, die neue KI-gestützte ERP-Lösungen oder Add-ons füllen. Wir bewegen uns weg von der reinen Resource Planning hin zur Decision Optimization.
Aktuelle Trends für 2025/2026 zeigen laut Borncity den Aufstieg von Autonomous AI Agents. Diese KI-Agenten agieren nicht nur als Chatbot, sondern übernehmen komplexe Workflows.
Konkretes Beispiel laut [Cloud Consultings](https://vertexaisearch.cloud.google.com/grounding-api-redirect/AUZIYQFr7Ggz-9RQaSAR5uWzgVHV_EQl9P0xYl-h_iKszUdZKbCCO1edQbhodEI5HMUIdMDq9Sv8N9IsAXQMWrQfwoAOmT078KjXV3HFQWXRbHc6wa8F3-v6fF0a8vZ_9j-8v2OF7ng=): Ein KI-Agent im ERP bemerkt, dass eine Lieferung Rohstoffe verspätet ist. Er berechnet automatisch, welche Kundenaufträge gefährdet sind, und schlägt proaktiv eine E-Mail an die betroffenen Kunden vor – oder sucht sogar nach alternativen Lieferanten.
Dein Vorteil: Du kaufst nicht mehr nur Software, die deine Arbeit verwaltet, sondern Software, die deine Arbeit verbessert. Das ist der Unterschied zwischen einem digitalen Lageristen und einem digitalen Mitgründer. Ein gutes Beispiel dafür ist die KI Mitarbeiterin Flora, die genau diese beratende Rolle für Produktempfehlungen übernimmt.
Du fragst, das System antwortet. Keine proaktiven Empfehlungen.
Das System analysiert Muster und gibt eigenständig Handlungsempfehlungen.
Durch automatisierte Entscheidungsunterstützung bei operativen Prozessen.
Das Jahr der autonomen KI-Agenten, die komplette Workflows übernehmen.
Entdecke, wie KI-gestützte Assistenten deine Geschäftsprozesse nicht nur verwalten, sondern aktiv optimieren können – von der Produktberatung bis zur Leadgenerierung.
Jetzt KI-Mitarbeiter testenGünstiges ERP vs. billiges ERP: Die Kostenfalle vermeiden
Wenn du nach günstiges ERP oder ERP für KMU Kosten suchst, findest du oft Lockangebote. Doch Vorsicht: Der Lizenzpreis ist nur die Spitze des Eisbergs. Viele Unternehmen unterschätzen die Gesamtkosten massiv.
Die wahre Kostenstruktur: Total Cost of Ownership
| Kostenart | Beschreibung | Typische Kosten (Kleinunternehmen) |
|---|---|---|
| Lizenzkosten | Monatliche Gebühr für die Nutzung (SaaS) | 20€ - 150€ pro Nutzer/Monat |
| Implementierung | Einrichtung, Datenimport, Prozess-Setup | 10% - 15% der Gesamtkosten, oft 5.000€ - 30.000€ |
| Schulung | Mitarbeiter müssen das System verstehen | 500€ - 2.000€ pro Tag oder Zeitverlust |
| Anpassung | Wenn der Standard nicht reicht (Customizing) | Teuerster Faktor! Bei Open Source oft Hauptkostentreiber |
| Wartung & Support | Updates, Hotline | Bei Cloud inkludiert, On-Premise ca. 18% jährlich |
Praxisbeispiel laut [Xentral](https://vertexaisearch.cloud.google.com/grounding-api-redirect/AUZIYQEMKY2Su3LWkCNrukTwsZ-B14-3r59_c-T_yaZ4Op8bYn-ylaEgHB9NtEgXkMKbtAfHsCUrUarzNgC3ji5_9e8XQXgRkFD0aClAqvXv2mN7C3H_JIqVt_0RqN7LCD-mcvxRaQ==): Ein kleiner Online-Händler führt Xentral ein. Die Lizenzkosten (Starter) betragen ca. 4.200€ pro Jahr. Die Einrichtung mit Partner kostet einmalig ca. 5.000€ bis 10.000€ für sauberes Setup (Shop-Anbindung, DATEV, Schulung). Fazit: Das erste Jahr kostet eher 15.000€ als 4.000€.
Tipp: Ein etwas teureres System, das sich intuitiv bedienen lässt und weniger Schulung braucht (wie Weclapp oder moderne KI-Tools), ist am Ende oft günstiger als ein billiges Open-Source-System, das wochenlange Konfiguration erfordert. Die Kosten pro Lead zeigen eindrücklich, wie wichtig die Gesamtbetrachtung bei Softwareinvestitionen ist.
Anleitung: So wählst du das richtige System in 3 Schritten
Lass dich nicht von Feature-Listen blenden. Geh strategisch vor und fokussiere dich auf das Wesentliche.
Schritt 1: Status Quo und Schmerzpunkte analysieren
Schreib nicht auf, was du willst (z.B. KI-Features), sondern was weh tut. Diese Pain-Analyse definiert deine Must-Have-Anforderungen:
- Wir brauchen 4 Stunden pro Woche für Rechnungen.
- Wir haben 5% Retouren wegen falscher Artikel.
- Wir wissen nicht, welche Produkte Ladenhüter sind.
- Kundenfragen zum Bestellstatus kosten uns täglich 2 Stunden.
Schritt 2: Der Tech-Check – Cloud ist Pflicht
Für kleine Unternehmen im Jahr 2025 gibt es eigentlich keine Diskussion mehr: Cloud ERP (SaaS) ist der Standard. Die Vorteile liegen auf der Hand:
- Keine eigenen Server nötig – keine IT-Abteilung erforderlich
- Updates kommen automatisch – immer auf dem neuesten Stand
- Zugriff von überall (Home Office, Geschäftsreise)
- Skalierbarkeit – Nutzer einfach dazubuchen
On-Premise lohnt sich fast nur noch für sehr spezielle Industriebetriebe mit extremen Datenschutzanforderungen oder schlechter Internetanbindung.
Schritt 3: Der Intelligenz-Check – Consultant vs. Database
Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Frag den Anbieter (oder teste es selbst):
- Warnt mich das System bevor ein Fehler passiert?
- Hilft mir das System, mehr zu verkaufen, oder verwaltet es nur den Mangel?
- Wie viel manuellen Input braucht das System?
Wenn du ein System findest, das dir operative Entscheidungen abnimmt (z.B. durch KI-gestützte Bestellvorschläge oder automatisierte Kundenkommunikation), hast du einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Konkurrenten, die ihre ERPs nur als Datengrab nutzen. Die KI Mitarbeiterin Kira zeigt beispielhaft, wie eine solche proaktive Unterstützung in der Praxis aussieht.
Praxisbeispiele: KI-gestützte Unternehmensoptimierung
Während klassische ERP-Systeme bei der Datenverwaltung enden, gehen moderne KI-Lösungen deutlich weiter. Einige Unternehmen setzen bereits erfolgreich auf intelligente Assistenten, die nicht nur Daten verwalten, sondern aktiv bei Entscheidungen unterstützen.
Ein gutes Beispiel ist die KI Chat Beratung, die Kundenanfragen nicht nur beantwortet, sondern proaktiv passende Produkte empfiehlt. Oder der KI Mitarbeiter ROI, der zeigt, wie sich die Investition in intelligente Automatisierung schnell amortisiert.
Auch im Bereich Social Media Support zeigt sich: KI-gestützte Systeme können komplexe Kundeninteraktionen übernehmen und dabei kontinuierlich dazulernen. Für den Einstieg empfiehlt sich ein kostenloses Erstgespräch vereinbaren, um die individuellen Möglichkeiten zu evaluieren.
Fazit: Die Zukunft gehört den intelligenten Systemen
Der Markt für ERP für kleine Unternehmen ist im Umbruch. Die Zeiten, in denen du dich zwischen unbezahlbar (SAP) und unbrauchbar (Bastel-Lösungen) entscheiden musstest, sind vorbei. Tools wie Weclapp, Xentral oder Odoo haben professionelle Warenwirtschaft demokratisiert.
Doch der nächste Schritt steht bereits vor der Tür. 2026 wird das Jahr, in dem KI-Agenten und beratende Systeme den Unterschied machen. Die Frage ist nicht mehr nur Welches ERP?, sondern Wie intelligent soll mein System sein?
Unsere Empfehlungen für dich
- Starte jetzt: Warte nicht, bis Excel zusammenbricht. Je früher du systematisierst, desto weniger kostet die Umstellung.
- Denke in Prozessen, nicht in Features: Ein schlechter Prozess wird durch ein ERP nur zu einem schnelleren schlechten Prozess.
- Suche den Partner, nicht nur das Tool: Ein ERP, das dir hilft, bessere Produktentscheidungen zu treffen, ist mehr wert als eines, das nur 10€ im Monat weniger kostet.
Investiere in ein System, das nicht nur deine Vergangenheit verwaltet, sondern deine Zukunft aktiv mitgestaltet. Wer heute noch zögert, einen KI Mitarbeiter einstellen zu evaluieren, riskiert morgen den Anschluss an die Konkurrenz zu verlieren.
FAQ: Häufige Fragen zu ERP für Kleinunternehmen
Rechne für solide Cloud-Lösungen mit monatlichen Lizenzkosten zwischen 30€ und 100€ pro Nutzer. Für die einmalige Einrichtung und Schulung solltest du bei professionellen Systemen (wie Xentral oder Weclapp) zusätzlich ein Budget von 2.000€ bis 10.000€ einplanen, je nach Komplexität deiner Prozesse. Im ersten Jahr liegen die Gesamtkosten daher oft bei 10.000€ bis 20.000€.
Ja, es gibt Open-Source-Lösungen wie Odoo Community oder ERPNext, die lizenzkostenfrei sind. Allerdings erfordern diese technisches Know-how für Hosting, Wartung und Einrichtung. Für Unternehmen ohne IT-Abteilung sind die versteckten Kosten (Zeitaufwand, externe Berater) oft höher als bei einer bezahlten Cloud-Lösung.
Das kommt auf das Geschäftsmodell an. Für E-Commerce-Startups ist Xentral aufgrund der Schnittstellen oft führend. Für Dienstleister und Agenturen ist Weclapp sehr stark. Wer maximale Flexibilität und Low-Cost sucht, greift oft zu Odoo. Entscheidend ist die Passung zu deinen Prozessen.
Wenn du nur Zeit gegen Geld tauschst (z.B. als Freelancer), reicht oft ein einfaches Rechnungstool wie SevDesk oder Lexoffice. Sobald du aber Waren einkaufst, lagerst und versendest, lohnt sich ein kleines ERP fast immer, um den Überblick über Bestände und Margen zu behalten.
Ein CRM (Customer Relationship Management) fokussiert sich auf Kundenbeziehungen: Kontaktdaten, Verkaufschancen, Kommunikationshistorie. Ein ERP umfasst alle Unternehmensprozesse inklusive Lagerhaltung, Einkauf, Buchhaltung und oft auch CRM-Funktionen. Moderne ERPs für KMU integrieren beides.
Entdecke, wie KI-gestützte Mitarbeiter deine Geschäftsprozesse revolutionieren können – von der Produktberatung über Leadgenerierung bis zum Kundenservice.
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