Einleitung: Vom Warenautomaten zum digitalen Berater
Der E-Commerce steht 2025 an einem massiven Wendepunkt. Jahrelang lautete das Mantra: Traffic einkaufen, Produkte listen, Checkout optimieren. Doch die Spielregeln haben sich fundamental geändert. Kunden erwarten heute nicht mehr nur eine digitale Lagerliste, sondern eine echte Beratung – ähnlich wie im stationären Fachhandel, aber mit der Geschwindigkeit des Internets.
Wer heute nach einem Shopware Vergleich sucht, steht meist vor zwei komplexen Fragestellungen: Erstens die System-Entscheidung – ist Shopware 6 überhaupt das richtige System im Vergleich zu Giganten wie Shopify oder Magento? Und zweitens die Editions-Wahl – reicht die (ehemals) kostenlose Community Edition, oder zwingen die neuen Lizenzmodelle 2025 (Fair Usage Policy) zum Upgrade auf Rise, Evolve oder Beyond?
Dieser Artikel ist kein oberflächlicher Feature-Abgleich. Wir analysieren Shopware aus der Perspektive der Total Cost of Ownership (TCO), der Datensouveränität (ein kritischer Faktor für deutsche KMUs) und – das ist unser einzigartiger Fokus – der KI-Readiness. Denn das beste Shopsystem nützt nichts, wenn es im Zeitalter der künstlichen Intelligenz nur als dummes Backend fungiert, statt aktiv zu verkaufen. Wenn du die Shopware Preise 2025 im Detail verstehen möchtest, haben wir dazu einen separaten Guide erstellt.
Die Entscheidungshilfe: Quick Decision Matrix
Für Eilige: Diese Matrix fasst die strategische Positionierung der Systeme zusammen. Beachte besonders die Spalte KI-Beratungspotenzial, die oft in Standard-Vergleichen fehlt. Diese Dimension wird 2025 zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor, denn der Unterschied zwischen einem simplen Online-Shop und einem echten digitalen Verkäufer liegt genau hier.
| Kriterium | Shopware 6 (Self-Hosted/PaaS) | Shopify (SaaS) | Magento / Adobe Commerce |
|---|---|---|---|
| Zielgruppe | Ambitionierte KMUs, B2B, D2C-Brands mit Fokus auf Individualität | Startups, D2C-Brands mit Standard-Produkten, Dropshipping | Globale Konzerne mit riesigen IT-Abteilungen |
| Wartungsaufwand | Mittel (Updates nötig, aber automatisierbar via PaaS) | Niedrig (Full-Managed Hosting) | Sehr Hoch (Komplexe Architektur) |
| Datenschutz (DSGVO) | Exzellent (Serverstandort DE wählbar, volle Datenkontrolle) | Gut (aber US-Konzern, Datentransfer oft Diskussionsthema) | Gut (Self-Hosted), aber komplex abzusichern |
| B2B-Fokus | Stark (Native B2B Components, individuelle Preislisten) | Mittel (B2B nur in Plus gut, oft Apps nötig) | Stark (aber extrem teuer in der Umsetzung) |
| KI-Readiness (Backend) | Hoch (AI Copilot für Texte/Bilder nativ integriert) | Hoch (Shopify Magic/Sidekick) | Mittel (Sensei AI vorhanden, aber träge) |
| KI-Beratungspotenzial (Frontend) | Sehr Hoch (API-First erlaubt tiefe Integration externer Sales-KIs) | Mittel (Geschlossenes Ökosystem limitiert externe Daten-Nutzung) | Hoch (aber API oft langsam/komplex) |
| Kosten-Treiber | Initiales Setup & Entwicklung | Transaktionsgebühren & App-Abos (steigen mit Umsatz) | Lizenzkosten & Entwickler-Stundensätze |
Die Tabelle verdeutlicht einen wichtigen Punkt: Während Shopify bei der Benutzerfreundlichkeit punktet und Magento bei Enterprise-Features, bietet Shopware die beste Balance aus Flexibilität, Datenschutz und KI-Integrationsmöglichkeiten. Besonders für Unternehmen, die eine KI-gestützte Kaufberatung implementieren möchten, ist die offene Architektur von Shopware ein entscheidender Vorteil.
Shopware Editionen im Vergleich: Das neue Modell 2025
Die Zeiten, in denen man Shopware einfach kaufte, sind vorbei. Shopware hat sein Modell komplett auf Subskriptionen umgestellt. Besonders brisant im Jahr 2025 ist die Einführung der Fair Usage Policy für die Community Edition. Dieser Paradigmenwechsel betrifft tausende deutsche Online-Händler und erfordert eine grundlegende Neubewertung der Plattformstrategie.
Die Fair Usage Policy 2025: Ende der kostenlosen Skalierung?
Lange Zeit war die Community Edition (CE) der Geheimtipp: Kostenlos starten und unbegrenzt skalieren. Das hat sich grundlegend geändert. Laut Shopware gilt seit März 2025 eine Umsatzgrenze (GMV - Gross Merchandise Volume), die das Lizenzmodell für wachsende Unternehmen neu definiert.
Die Konsequenz dieser Regelung ist weitreichend: Wer heute mit Shopware startet, sollte von Anfang an die Migrationspfade zu den kommerziellen Editionen einplanen. Wie eazycode.de und themeware.design berichten, hat diese Änderung zu erheblicher Verunsicherung in der Community geführt. Für einen detaillierten Überblick über die verschiedenen Optionen empfehlen wir unseren Shopware Editionen Vergleich.

Detaillierter Shopware Editionen-Vergleich
Hier analysieren wir im Detail, was du für dein Geld bekommst und warum du es brauchst. Diese Entscheidung sollte nicht nur auf den monatlichen Kosten basieren, sondern auf dem tatsächlichen Geschäftswert, den jede Edition liefert.
Shopware Rise: Der B2C-Standard
Mit einem Preis ab ca. 600 € pro Monat richtet sich Shopware Rise an professionelle B2C-Shops, die aus der Bastel-Phase heraus sind. Laut tikal.de und erock-marketing.de bietet diese Edition das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für mittelständische Händler.
- Flow Builder & Rule Builder (Erweitert): In der CE sind diese Tools basisch. In Rise kannst du komplexe Automatisierungen bauen (z.B. Wenn Kunde aus Kategorie X kauft UND VIP-Status hat -> Sende Webhook an CRM). Mehr dazu in unserem Guide zur Shopware Workflow Automatisierung.
- Shopware AI Copilot: Zugriff auf die nativen KI-Features wie Textgenerierung, Bild-Keywords und Zusammenfassungen von Bewertungen. Laut atwix.com ist dies einer der größten Produktivitätsbooster für Content-Teams.
- Direkter Hersteller-Support: Reaktionszeit unter 8 Stunden, was im Ernstfall Gold wert ist. Ergänzend dazu lohnt sich ein Blick auf unseren Shopware 6 Support Guide.
Shopware Evolve: Der B2B-Gamechanger
Mit Preisen ab ca. 2.400 € pro Monat (umsatzabhängig) richtet sich Shopware Evolve an B2B-Unternehmen und stark wachsende Händler. Dies ist die Edition, die den deutschen Mittelstand im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig macht.
Das Killer-Feature sind die B2B Components. Früher gab es die B2B Suite (ein monolithisches Plugin). Heute gibt es laut into-commerce.de und der offiziellen Shopware Dokumentation modulare, API-first Components. Diese Architektur ermöglicht eine schrittweise Implementierung und nahtlose Integration mit bestehenden Systemen.
- Schnellbestellungen: B2B-Kunden können Artikelnummern direkt eingeben und große Bestellungen in Sekunden aufgeben
- Rechte- & Rollenmanagement: Detaillierte Kontrolle darüber, welcher Mitarbeiter beim Kunden was bestellen darf. Wie youtube.com in verschiedenen Tutorials zeigt, ist dies für Compliance-Anforderungen essentiell.
- Angebotswesen (Quote Management): Individuelle Angebote erstellen, verhandeln und in Bestellungen umwandeln
- Budget-Freigaben: Automatische Genehmigungsworkflows für Bestellungen über definierten Schwellenwerten
Shopware Beyond: Enterprise Power
Ab ca. 6.500 € pro Monat richtet sich Shopware Beyond an Marktführer und komplexe Konzerne. Diese Edition bietet Features, die für internationale Skalierung und komplexe Vertriebsstrukturen unerlässlich sind.
- Multi-Inventory: Verwaltung verschiedener Lagerstandorte direkt im Core (z.B. Lager USA vs. Lager DE). Für Unternehmen mit internationaler Logistik ist dies ein Game-Changer.
- Digital Sales Rooms (DSR): Ein interaktives Tool für Video-Beratung und Co-Browsing. Ein Vertriebler kann den Kunden live durch den Shop führen. Laut Shopware erhöht dies die Abschlussquote bei komplexen Produkten um durchschnittlich 35%.
- 24/7 Support: Maximale Sicherheit für High-Traffic-Events wie Black Friday oder Produkt-Launches
- Dedicated Success Manager: Persönlicher Ansprechpartner für strategische Beratung und Optimierung
Kostenloser Start bis 1 Mio. € GMV – ideal für Validierung und MVP
Ab 600 €/Monat – Flow Builder, AI Copilot und professioneller Support
Ab 2.400 €/Monat – Volle B2B Components und erweitertes API-Kontingent
Ab 6.500 €/Monat – Multi-Inventory, DSR und Enterprise-Features
Shopware vs. Die Marktführer: Der Systemvergleich
Wenn die Edition geklärt ist, bleibt die fundamentale Frage: Warum überhaupt Shopware und nicht die internationale Konkurrenz? Diese Entscheidung hat langfristige Auswirkungen auf Flexibilität, Kosten und Wachstumspotenzial. Einen detaillierten Vergleich findest du auch in unserem Artikel Shopware vs. Shopify.
Shopware vs. Shopify: Der Kampf der Philosophien
Dies ist der häufigste Vergleich in Deutschland, wie digitalsprung.de und eshop-guide.de in ihren Analysen zeigen. Die beiden Plattformen repräsentieren fundamental unterschiedliche Ansätze im E-Commerce.
Shopify – Das Sorglos-Paket: Der größte Vorteil ist die extrem schnelle Time-to-Market. Hosting ist inklusive, Updates laufen automatisch, und du kannst innerhalb von Tagen live gehen. Der Nachteil: Transaktionsgebühren. Wenn du Shopify Payments nicht nutzt, zahlst du laut qualimero.com und tante-e.com bis zu 2% Strafgebühr auf jeden Umsatz. Zudem liegen die Daten oft nicht exklusiv in Deutschland, was für strenge Compliance-Regeln (B2B/Pharma) ein Problem sein kann.
Shopware – Die Freiheits-Plattform: Der größte Vorteil ist die Datensouveränität. Du bestimmst, ob der Shop bei Hetzner, AWS Frankfurt oder Timme Hosting läuft. Keine Transaktionsgebühren an Shopware (außer Payment-Provider-Kosten). Der Nachteil: Höherer initialer Aufwand für Setup und Hosting-Management (außer in der Shopware Cloud).
Fazit: Wähle Shopify für Standard-Fashion/Lifestyle-Produkte mit schnellem Go-Live und geringem technischen Anspruch. Wähle Shopware für komplexe Produkte, B2B-Anforderungen und wenn du die volle Kontrolle über deine Kundendaten behalten willst. Besonders wenn du einen intelligenten KI Produktfinder integrieren möchtest, bietet Shopware die bessere Basis.
Shopware vs. Magento (Adobe Commerce)
Magento war einst der Platzhirsch, verliert aber laut qualimero.com in der DACH-Region massiv an Boden. Die Gründe dafür sind vielfältig und betreffen sowohl technische als auch wirtschaftliche Aspekte.
Magento ist heute ein Enterprise-Monster. Die Entwicklung ist extrem teuer, das System schwerfällig, und die technische Komplexität erfordert spezialisierte Entwickler. Es lohnt sich fast nur noch für globale Konzerne mit 50M€+ Umsatz und dedizierter IT-Abteilung.
Shopware gilt als das moderne Magento. Laut Shopware nutzt es aktuelle Technologien (Symfony, Vue.js), ist schneller in der Entwicklung und deutlich günstiger im Unterhalt (TCO). Für Unternehmen, die von Magento migrieren möchten, bietet Shopware einen klaren Upgrade-Pfad mit geringerer technischer Schuld.

Der Game Changer: KI & Produktberatung in Shopware
Hier liegt der größte Hebel, den die meisten Standard-Vergleiche komplett übersehen. Die meisten Artikel sprechen bei KI nur über Effizienz im Backend (Texte schreiben lassen). Das spart Geld, bringt aber keinen neuen Umsatz. Der wahre Wettbewerbsvorteil 2025 liegt in der Frontend-KI (Consultative Selling).
Status Quo: Shopware AI Copilot im Backend
Shopware hat mit dem AI Copilot solide Arbeit geleistet. Verfügbar ab der Rise Edition, bietet er laut atwix.com eine Reihe von Funktionen, die die Backend-Effizienz deutlich steigern:
- Content-Erstellung: Produktbeschreibungen auf Knopfdruck generieren – spart durchschnittlich 3-4 Stunden pro Woche
- Bild-Analyse: Automatische Keywords für SEO – verbessert die Auffindbarkeit in der Bildersuche
- Export-Assistent: CSV-Exporte per Chat-Befehl – reduziert manuelle Datenpflege um bis zu 60%
- Eigenschaften-Extraktion: Liest Texte und füllt Filter-Attribute (Größe, Farbe, Material) automatisch
Das Problem: All das hilft dem Shop-Manager, aber nicht dem Kunden, der ratlos vor 5.000 Artikeln steht und nicht weiß, welches Produkt sein Problem löst. Hier klafft eine massive Lücke zwischen Backend-Effizienz und Frontend-Conversion.
Die Lücke: Die fehlende Verkaufsberatung
Weder Shopify noch Shopware bieten Out-of-the-Box einen KI-Verkäufer, der den Kunden fragt: Wofür brauchst du das Fahrrad? Für den Weg zur Arbeit oder für Downhill-Rennen? und dann das passende Produkt empfiehlt. Diese Beratungslücke ist der Grund, warum durchschnittliche Online-Shops Conversion-Rates von nur 2-3% haben, während gut beratene Kunden mit 15-20% konvertieren.
Die Lösung liegt in der Integration spezialisierter KI-Systeme. Eine Shopware KI Produktberatung kann genau diese Lücke schließen und den passiven Online-Katalog in einen aktiven Verkäufer verwandeln.
Standard-Shops ohne Beratung
Shops mit KI-gestützter Produktempfehlung
Durch Unsicherheit bei der Produktwahl
Wenn das richtige Produkt empfohlen wird
Warum Shopware die beste Basis für Consultative AI ist
Genau hier spielt Shopware seine API-First-Architektur aus. Im Gegensatz zu geschlossenen SaaS-Systemen erlaubt Shopware eine tiefe Integration externer KI-Lösungen. Dies ist der entscheidende Unterschied für Unternehmen, die im Zeitalter der künstlichen Intelligenz wettbewerbsfähig bleiben wollen.
- Zugriff auf strukturierte Daten: Shopware 6 speichert Produkteigenschaften (Properties) sehr sauber. Eine externe KI kann diese Daten via API in Echtzeit abrufen, um präzise Empfehlungen zu geben. Dies ermöglicht eine Shopware Cross-Selling optimieren Strategie, die wirklich funktioniert.
- Guided Selling: Während Shopware mit den Digital Sales Rooms (Beyond Edition) eine menschliche Beratung ermöglicht, lässt sich über die API eine automatisierte KI-Beratung andocken, die 24/7 verfügbar ist – ohne Personalkosten.
- Hybrid-Szenario: Du kannst Shopware als robustes Transaktions-Engine nutzen (Warenkorb, Checkout) und die Beratungsschicht durch eine spezialisierte KI darüberlegen. Das ist mit Shopware deutlich einfacher und performanter umzusetzen als mit Shopify, wo API-Limits oft bremsen.
Die Kombination aus Shopwares offener Architektur und externen KI-Lösungen für die Produktberatung schafft einen echten Wettbewerbsvorteil. Mehr dazu erfährst du in unserem Guide zur Shopware API Automatisierung.
Nutze die Offenheit von Shopware und integriere eine echte KI-Verkaufsberatung. Steigere Conversion-Rates um bis zu 30% und reduziere Retouren drastisch.
Kostenlos startenTotal Cost of Ownership (TCO): Die wahre Rechnung
Viele Händler vergleichen nur die Lizenzkosten (600€ vs. 36€). Das ist eine Milchmädchenrechnung, die zu falschen Entscheidungen führt. Hier eine realistische 3-Jahres-Betrachtung für einen wachsenden Händler. Die Shopware Agentur Kosten spielen dabei eine wichtige, aber oft übersehene Rolle.
Das Berechnungsszenario
- Umsatz: 1.500.000 € pro Jahr
- Anforderung: B2B & B2C Mix, Beratung für komplexe Produkte nötig
- Wachstum: 20% jährlich geplant
- Betrachtungszeitraum: 3 Jahre
3-Jahres-Kostenvergleich: Shopify vs. Shopware
| Kostenpunkt | Shopify Advanced | Shopware Rise (Self-Hosted) |
|---|---|---|
| Lizenz / Abo | ~14.000 € (384€/Monat) | ~21.600 € (600€/Monat) |
| Transaktionsgebühren* | ~27.000 € (0,6% bei ext. Payment) | 0 € (Keine Plattform-Gebühr) |
| Hosting | 0 € (Inklusive) | ~5.400 € (ca. 150€/Monat) |
| Apps / Plugins | ~10.000 € (Viele Features kosten extra) | ~3.000 € (Vieles im Core/Einmalkauf) |
| Setup / Agentur | ~30.000 € (Schneller) | ~50.000 € (Aufwendiger) |
| GESAMT (3 Jahre) | ~81.000 € | ~80.000 € |
Die Erkenntnis: Trotz höherer Initialkosten (Setup) ist Shopware ab einem gewissen Umsatz oft günstiger, weil die umsatzabhängigen Gebühren wegfallen. Zudem gehört dir der Code und die Datenbasis – ein Asset, das bei einem Plattformwechsel nicht verloren geht.
Ein weiterer versteckter Kostenfaktor, den viele übersehen: Der Shopware Kundenservice kann durch KI-Automatisierung erheblich entlastet werden. Während Support-Tickets bei beiden Plattformen anfallen, ermöglicht Shopwares offene Architektur eine tiefere Integration von Support-KI, die bis zu 70% der Standardanfragen automatisch beantwortet.
Bei Nutzung externer Payment-Provider
Keine Plattform-Gebühren auf Umsatz
Shopware-Plugins oft günstiger als Shopify-Apps
Volle Kontrolle bei Shopware Self-Hosted
Das E-Commerce Reifegrad-Modell
Um zu verstehen, wo Shopware und KI-Beratung einzuordnen sind, hilft das Modell des E-Commerce Reifegrads. Dieses Framework zeigt, wie sich Online-Shops von einfachen Produktkatalogen zu intelligenten Verkaufsassistenten entwickeln können.
Stufe 1: Der Verteiler
Typische Lösung: Shopify Basis / Basic Shopware CE. Der Fokus liegt darauf, Produkte verfügbar zu machen. Die Funktionen beschränken sich auf Suche, Filter und Checkout. Das Problem: Der Kunde muss selbst wissen, was er will. Bei erklärungsbedürftigen Produkten führt das zu hohen Absprungraten und vielen Support-Anfragen.
Stufe 2: Der Optimierer
Typische Lösung: Shopware Rise/Evolve. Der Fokus liegt auf der Automatisierung von Prozessen. Die Funktionen umfassen Flow Builder, Backend-KI (Copilot) und personalisierte Newsletter. Das Problem: Effizient, aber immer noch stumm gegenüber dem Kunden. Die Automatisierung betrifft hauptsächlich interne Prozesse.
Stufe 3: Der Berater
Typische Lösung: Shopware + External AI. Der Fokus liegt auf Consultative Selling. Die Funktionen umfassen KI-gestützte Bedarfsanalyse und Problemlösung statt reiner Produktlisten. Das Ergebnis: Höhere Conversion Rate, weniger Retouren (weil das richtige Produkt gekauft wurde) und loyalere Kunden. Mehr zu diesem Ansatz findest du in unserem Guide zur Shopware Kaufberatung.

Feature-Vergleich: Standard vs. Consultative Commerce
Die folgende Übersicht zeigt den fundamentalen Unterschied zwischen einem traditionellen Online-Shop und einem Shop mit Consultative Commerce Ansatz. Dies ist der Bereich, in dem die meisten Standard-Vergleiche aufhören – und wo der eigentliche Wettbewerbsvorteil beginnt.
| Feature | Standard E-Commerce | Consultative Commerce |
|---|---|---|
| Produktsuche | Keyword-basierte Suche | Bedarfsbasierte Produktfindung |
| Filter | Attribute-Filter (Größe, Farbe) | Intelligente Fragen zum Anwendungsfall |
| Produktempfehlungen | Basierend auf Käufen anderer Kunden | Basierend auf individuellem Bedarf |
| Kundenkommunikation | FAQ und Kontaktformular | Dialogbasierte Beratung 24/7 |
| Cross-Selling | Andere kauften auch... | Passt zu deinem spezifischen Bedarf... |
| Retourenquote | Durchschnittlich 30-40% | Reduziert auf 15-20% |
| Conversion-Rate | 2-3% | 8-15% |
Die Tabelle zeigt: Standard Shopware ist gut bei Filtern und grundlegender Suche, aber benötigt externe Tools für echtes Guided Selling. Genau hier setzen spezialisierte KI-Lösungen an, die sich dank Shopwares API-First-Architektur nahtlos integrieren lassen.
Fazit zum Shopware Vergleich 2025: Die richtige Wahl
Der Shopware Vergleich 2025 zeigt: Das System aus Deutschland hat sich vom reinen Shopsystem zu einer mächtigen Commerce-Plattform entwickelt. Die neuen Editionen (Rise, Evolve, Beyond) zwingen zwar zu höheren monatlichen Ausgaben als früher, bieten dafür aber Enterprise-Features für den Mittelstand – ohne die astronomischen Kosten von Magento oder die Einschränkungen von Shopify.
Unsere Empfehlungen zusammengefasst
- Wähle Shopware, wenn du im B2B-Bereich tätig bist oder komplexe Produkte verkaufst, die mehr erfordern als ein Bild und einen Preis. Die Datensouveränität und die Anpassbarkeit sind hier konkurrenzlos. Der detaillierte Vergleich in unserem Shopware Editionen Vergleich hilft bei der Editions-Wahl.
- Plane das Budget richtig: Spare nicht am falschen Ende (Community Edition ohne Support), sondern investiere in Automatisierung (Flow Builder) und Beratung. Die TCO-Analyse zeigt, dass vermeintlich günstigere Lösungen langfristig teurer werden können.
- Schließe die Beratungslücke: Shopware liefert das perfekte Fundament (Daten, API, Checkout). Aber um 2025 wirklich zu gewinnen, musst du den Kunden an die Hand nehmen – mit intelligenter, KI-gestützter Beratung, die den Unterschied macht.
Der nächste Schritt: Planst du ein komplexes Shopware-Projekt oder willst du deinen bestehenden Shopware-6-Shop von einer Lagerliste in einen Top-Verkäufer verwandeln? Verlasse dich nicht allein auf Backend-Features. Nutze die Offenheit von Shopware, um eine echte KI-Verkaufsberatung zu integrieren.
FAQ: Häufige Fragen zum Shopware Vergleich
Die Community Edition bleibt Open Source und lizenzkostenfrei. Aber: Ab 1 Mio. € Umsatz (GMV) verlierst du den Zugang zu wichtigen Services (Store, Account), was einen professionellen Betrieb faktisch unmöglich macht, ohne auf einen kostenpflichtigen Plan zu wechseln. Die Details findest du auf shopware.com und bei eazycode.de.
Nur wenn du wirklich mehrere Lagerstandorte (Multi-Inventory) verwalten musst oder die Digital Sales Rooms für den manuellen Vertrieb intensiv nutzen willst. Für die meisten KMUs ist Evolve (für B2B) oder Rise (für B2C) der Sweet Spot mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Nativ bietet Shopware nur eine intelligente Suche und Filter. Für eine dialogbasierte Beratung (KI-Kaufberater, Produktfinder) benötigst du externe Lösungen, die sich dank der API-First-Architektur jedoch nahtlos integrieren lassen. Genau das ist Shopwares Stärke gegenüber geschlossenen Systemen wie Shopify.
Shopware bietet exzellente DSGVO-Compliance: Du kannst den Serverstandort in Deutschland wählen und hast volle Datenkontrolle. Bei Shopify (US-Konzern) ist der Datentransfer oft ein Diskussionsthema, besonders für B2B-Unternehmen mit strengen Compliance-Anforderungen.
Der Wechsel erfordert Planung, ist aber machbar. Kritisch sind die Datenmigration (Produkte, Kunden, Bestellhistorie) und die Anpassung von Prozessen. Der Aufwand lohnt sich besonders für wachsende Unternehmen, die langfristig von geringeren Transaktionskosten und mehr Flexibilität profitieren wollen.
Egal ob du gerade von Shopify wechselst oder deinen Shopware-Shop aufs nächste Level bringen willst – mit KI-gestützter Produktberatung machst du den entscheidenden Unterschied. Teste jetzt kostenlos.
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